2009-12-21
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Rallye setzt sich fort
In der vergangenen Woche setzte der USD seinen Aufwärtstrend auf breiter Front fort. Dabei wertete er gegen die Hauptwährungen insgesamt auf. Das Währungspaar EUR/USD fiel auf ein 3-monatiges Rekordtief bei der Marke von 1,4260.
Ursache hierfür waren positive US-Konjunkturdaten, die den USD-Aufwärtstrend vorantrieben: Der Erzeugerpreisindex stieg im Monat November um 1,8%. Forex-Anleger messen den Erzeugerpreisen stets große Bedeutung bei, da diese als Frühindikator Aufschluss über die zu erwartende Inflationsentwicklung geben. Darüber hinaus kletterte der Philadelphia Fed Index, ein Frühindikator, der das allgemeine Geschäftsklima unter Herstellern wiedergibt, überraschend auf 20,4 Punkte. Insgesamt scheinen sich die globalen Konjunkturerwartungen in Bezug auf die US-amerikanische Wirtschaft zu verbessern. Solange die USA also positive Konjunkturdaten veröffentlichen, wird der US-Dollar seinen Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen.
In der anstehenden Woche stammen die wichtigsten Veröffentlichungen der US-Wirtschaftsagenda aus dem Immobiliensektor. Als erstes wird am Dienstag der Bericht zu den Verkäufen bestehende Häuser ausgegeben. Analysten rechnen mit 6,31 Mio. verkauften Einheiten für den Monat November. Am Mittwoch werden anschließend die Verkäufe von Neubauten veröffentlicht. Hier prognostizieren die Experten für November 442.000 verkaufte Einfamilienhäuser. Sollten die Berichte tatsächlich derart positive Ergebnisse liefern, wird der US-Dollar voraussichtlich weiter aufwerten.
EUR – EUR fällt gegen Hauptwährungen
In der letzten Handelswoche ergaben sich für den EUR überwiegend Kursverluste gegen die Hauptwährungen. Um 500 Punkte fiel der EUR gegen den USD bis auf ein neues 3-Monatstief. Auch zum Pfund Sterling und Japans Yen gab die europäische Gemeinschaftswährung nach.
Der deutliche Abwärtstrend ließ sich in der vergangenen Woche auf zwei Hauptursachen zurückführen. Einerseits veröffentlichte die Eurozone uneinheitliche Ergebnisse. Nach einem Monat positiver Konjunkturdaten setzten meinungsbildende Publikationen ihren viel versprechenden Trend nicht fort. Beispielsweise wurde für die ZEW-Konjunkturerwartungen in der Eurozone mit gerade einmal 48,0 Punkten das schlechteste Resultat der letzten 5 Monate ausgegeben. Die Prognosen der Experten lagen bei 50,9. Zum dritten Mal in Folge trübte die konjunkturelle Stimmung in Europa ein. Weitere Ursache für die Abwärtstendenzen des EUR ist der aufwertende USD. Allem Anschein nach findet die US-Währung nach Monaten einer Abschwächung zu neuer Stärke. Entsprechend ist eine gemäßigte rückläufige Kurskorrektur für den EUR absolut einleuchtend.
Auch die Eurozone veröffentlicht in dieser Woche wichtige Indizes: Anleger sollten dabei führende Konjunkturindikatoren wie Deutschlands Konsumklima-Index und Frankreichs Bericht zu den Verbraucherausgaben gut im Auge behalten. Analysten erwarten eher mäßige Ergebnisse für beide Indizes. Sollten die Resultate jedoch über den Prognosen liegen, könnte der EUR wieder neue Unterstützung finden und vorwöchentliche Verluste möglicherweise ausgleichen.
JPY – JPY schließt wieder uneinheitlich
Yen-Volatilität war auch in der letzten Handelswoche weiterhin zu beobachten. Einerseits machte Japans Währung Boden gegen den EUR gut. Das Währungspaar EUR/JPY rutschte bis auf 127,50 ab. Zum USD hingegen fiel der Yen bis auf ein neues Rekordtief des vergangenen Monats. USD/JPY notierte bei der Marke von 90,89.
Bedeutendste Veröffentlichung aus Japan war dabei die Overnight Call Rate, die der wichtigste Leitzins der Bank of Japan (BoJ) ist. Die (BoJ) entschied sich, ihre Zinsrate unverändert bei 0,10% zu belassen. Diese stellt die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen dar. Die BoJ fährt mit ihrem Ansatz fort, nach dem ein schwacher Yen die japanische Industrie und somit eine Erholung der Konjunktur stütze. Die Notenbank will den Kurswert des Yen also minimal halten und scheint bei ihrem Vorgehen Erfolg zu haben. Die Yen-Aufwertung zum EUR, die im Laufe der letzten Handelswoche zu beobachten war, führen die Marktteilnehmer überwiegend auf die jüngsten Abwärtstendenzen der europäischen Gemeinschaftswährung zurück.
Für die kommende Woche werden einige interessante Veröffentlichungen aus Japan erwartet. Mittwoch: Index Industrieproduktion, Donnerstag: Haushaltsausgaben und Kenrate Tokio Verbraucherpreisindex. Anleger sollten diese Indizes aufmerksam verfolgen, um den Yen-Trend für die anstehende Woche einschätzen zu können.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der RSI der Tages-Chart hat mittlerweile in den „überkauften“ Bereich gedreht, was darauf deutet, dass eine Preiskorrektur nach oben bevorsteht. Die Tages-Chart gibt darüber hinaus ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic aus. Dies gilt ebenfalls als Zeichen für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung. Händler könnten bei diesem Währungspaar heute bevorzugt auf steigende Kurse setzen.
GBP/USD
Die anhaltende Preiskorrektur nach unten setzt sich für GBP/USD fort. Dabei gibt es kaum technische Anzeichen für eine Veränderung. Die Indikatoren der Tages-Chart sind neutral ausgerichtet. Die Wochen-Chart deutet wiederum auf einen klaren Abwärtstrend. Dabei ist eine Preisbewegung zu erkennen, die im oberen Bereich der Bollinger Bands bei 1,6876 begonnen, die Mittellinie überschritten hat und sich möglicherweise bis in den unteren Bereich vollzieht. Für Händler, die auf langfristige Trends setzen, könnte es von Vorteil sein, mit einem Limit um 1,5860 zu verkaufen.
USD/JPY
Auf der Stunden-Chart verengen sich die Bollinger Bands, was einen unmittelbaren Durchbruch der gegenwärtigen Handelsspanne signalisiert. Die Tages-Chart zeigt an, dass USD/JPY im oberen Bereich der Bollinger Bands auf der Chart gehandelt wird. Ein Anhalten des aktuellen Trends ist wahrscheinlich. Händler sollten bei diesem Währungspaar auf steigende Kurse setzen, sobald der Durchbruch erfolgt.
USD/CHF
Laut Tages-Chart könnte das Währungspaar USD/CHF angesichts des RSI über der 80-Marke bereits in den „überkauften“ Bereich gedreht haben. Möglicherweise ergibt sich hier bald eine Preiskorrektur. Händler könnten eine Limit-Order bei der Bollinger Band-Mittellinie um 1,0245 anstreben, um von diesem aktuellen Trend zu profitieren.


