2009-12-22
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD weiter im Aufwärtstrend gegen Hauptwährungen
Am Montag schloss der US-Dollar in Erwartung der Marktteilnehmer einer anhaltend positiven US-Konjunkturentwicklung in der anstehenden Handelswoche erneut fester gegenüber den Gegenwährungen. Zum japanischen Yen markierte der US-Dollar ein neues 6-Wochenhoch, zum EUR erreichte die US-Währung den höchsten Stand der letzten dreieinhalb Monate. Der Dollar-Index, der gewichtete Durchschnitt von sechs Währungen, stieg von 77,758 auf 78,059.
In der letzten Handelswoche profitierte der US-Dollar von der negativen Marktstimmung in der Eurozone. Die hohen Staatsschulden von Mitgliedsländern wie Griechenland belasteten den EUR sowie überraschend positive Konjunkturdaten aus den USA. Händler gewinnen erstmals nach langer Durststrecke Vertrauen in die US-Wirtschaft und die Währungshüter der US-Notenbank Federal Reserve.
Während im Vorfeld des Feiertagswochenendes nur einige wenige Konjunkturdaten veröffentlicht werden, könnte der Bericht zu den US-Verkäufen bestehender Häuser für den Monat November (16:00 Uhr) USD-Kursschwankungen auslösen. Fällt das Ergebnis besser aus als die Prognosen, kann sich der jüngste USD-Aufwärtstrend verstärken.
EUR – EUR handelt um 3-Monatstief gegen USD
Gestern handelte der EUR um ein 3-Monatstief gegen den USD, nachdem die EU-Kommission davor warnte, dass eine weitere EUR-Aufwertung einigen Mitgliedsländern der Eurozone zu schaffen machen könnte. Noch zu später Handelsstunde am Freitag notierte der EUR bei $1,4335. Gestern schloss die europäische Gemeinschaftswährung bereits bei $1,4283. Gegen den JPY schloss der EUR mit Y130,25 von zuvor Y129,57. Großbritanniens Pfund Sterling handelte bei $1,6051 von zuvor $1,6127.
Der Schweizer Franken erreichte gestern seinen höchsten Stand gegen den EUR und konnte 1,50-Marke überwinden. Die Marktteilnehmer spekulierten schnell, ob die Schweizer Nationalbank einer Aufwertung des Franken mittlerweile weniger entschieden entgegentrete.
Auch aus der Eurozone werden vor dem Weihnachtswochenende nur wenige Konjunkturdaten erwartet. Möglicherweise ergeben sich nach der Veröffentlichung der BIP-Daten Großbritanniens zum 3. Quartal (3. Veröffentlichung) um 10:30 Uhr GDP-Kursschwankungen. Überraschend positive Zahlen könnten das Pfund stützen und eventuell zuvor verbuchte Verluste ausgleichen.
JPY – Yen gibt gegen USD und EUR nach
Am Montag handelte Japans Yen bei 91,06 zum USD von zuvor 91,17 sowie bei 130,09 pro EUR von zuvor 130,18. Die japanische Währung reagierte gestern geringfügig auf das Ergebnis der japanischen Handelsbilanz für November. Diese fiel mit 373,9 Mrd. JPY etwas niedriger aus als im Konsens (396,8 Mrd. JPY) erwartet.
Die jüngsten Konjunkturdaten aus Japan, einschließlich der Produktions- und Handelsbilanzdaten, deuten insgesamt auf eine Erholung der Wirtschaftsalge und Aufwärtstendenzen, die dem Yen langfristig Aufwärtsdruck verleihen können.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch darauf schließen, dass sich bereits in nächster Zukunft eine Trendwende einstellen kann. Beispielsweise verdeutlicht der Slow Stochastic auf der Tages-Chart einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein heutiger Aufwärtstrend wird ebenfalls vom RSI der Tages-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.
GBP/USD
Dieses Währungspaar verzeichnete im letzten Monat kontinuierliche Kursverluste und handelt aktuell um die 1,6060-Marke. Jedoch bewegt sich der RSI auf der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich in Kürze eine Preiskorrektur nach oben vollzieht. Heute bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte für GBP/USD eine gute Wahl sein.
USD/JPY
Aktuell bewegt sich dieses Paar auf der 4-Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich des RSI, der auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung deutet. Die fallende Tendenz des Stunden-Chart-RSI bestätigt diesen Trend. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsspanne erfolgt.
USD/CHF
Das Paar USD/CHF zeigte sich im vergangenen Monat äußerst zinsbullisch. Dies könnte sich jedoch heute schon ändern. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich USD/CHF inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine Kurskorrektur nach unten jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.


