2009-12-23

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar fester angesichts positiver Konjunkturdaten
Im gestrigen Handel kletterte der USD in seinem Kurswert gegen einige Hauptwährungen in die Höhe, nachdem US-Konjunkturdaten verdeutlichten, dass sich die Wirtschaft in den USA weiterhin auf Erholungskurs befindet. Treibende Kraft im USD-Handel gestern war das positive Ergebnis zu den Verkäufen bestehender Häuser sowie die BIP-Daten. Dabei lag die Anzahl verkaufter Einheiten im Monat November mit 6,54 Mio. auf Jahreswert weit über den Prognosen von 6,29 Mio. US-Häusern. Der sich daraus ergebende Konjunkturoptimismus unter den Händlern steigerte den USD-Handel. Darüber hinaus stützen die endgültigen BIP-Zahlen zum 3. Quartal die US-Währung. Diese lagen mit einem Anstieg von 2,2% zwar unter den Erwartungen der Experten, das Resultat reichte jedoch aus, um die Händler davon zu überzeugen, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft weiterhin vollzieht.
Zu Handelsschuss notierte das Währungspaar EUR/USD bei 1,4253 von zuvor 1,4285. Auch zum GBP wertete der Dollar auf. GBP/USD schloss bei 1,5969. Der Eröffnungspreis lag heute Morgen noch bei 1,6053.
Im heutigen New Yorker Handel tritt die Veröffentlichung der US-Neubauverkäufe für November in den Vordergrund. Analysten rechnen mit einem Anstieg von 442.000 Neubauverkäufen. Der Index könnte dem Aufwärtstrend des USD neue Schubkraft verleihen. Entsprechend kann EUR/USD bis auf 1,4190 abrutschen.

EUR – Kreditwürdigkeit Griechenlands erneut herabgestuft
Der USD-Aufwärtstrend lastet schwer auf dem EUR. Aktuell handelt die europäische Gemeinschaftswährung auf dem niedrigsten Stand der letzten dreieinhalb Monate. Während der EUR gegen die US-Währung nachgibt, schloss er gegen Pfund und Yen gestern fester.
EUR/GBP notierte bei 0,8923. Der Eröffnungspreis lag bei 0,8896. Eine ähnliche Entwicklung ergab sich für das Währungspaar EUR/JPY, das um 130,87 von zuvor 130,09 handelte.
Gegenwärtig dreht die Marktstimmung gegen den Euro. Die Erholung der US-Wirtschaft scheint sich schneller als die der Eurozone zu vollziehen. Ferner geben Spekulationen um eine mögliche frühe Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank Federal Reserve dem USD-Handel neue Impulse. In der Eurozone hingegen sorgte gestern die dritte Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands, diesmal durch die Ratingagentur Moody’s, für Aufsehen. Die Agentur zweifelt ferner an der Fähigkeit des Mitgliedsstaats, den Schuldenberg wieder abzubauen.
Heute sollten EUR-Anleger ihr Hauptaugenmerk auf den Bericht zum Privaten Verbrauch (Käufe industrieller Güter) in Frankreich für den Monat November richten. Sollte das Ergebnis aus der zweitgrößten Wirtschaftsnation innerhalb der Eurozone positiv ausfallen, könnte dies EUR-Positionen zu Lasten Großbritanniens Pfund vorantreiben. Des Weiteren sind die Augen der Händler heute auf das Protokoll der Sitzung des geldpolitischen Rats der Bank of England (BoE) vom 9./10. Dezember gerichtet. Gibt es womöglich erste Anzeichen einer Straffung des geldpolitischen Kurses der Notenbank?

JPY – Yen fällt auf 7-Wochentief gegen US-Dollar
Aktuell wird Japans Yen um ein neues 7-Wochentief zum USD gehandelt. Der schwache JPY-Kurs entspricht grundsätzlich den Vorstellungen des japanischen Finanzministeriums sowie der japanischen Exportindustrie, die auf einen niedrigen Yen-Kurs setzt, um im globalen Wettbewerbsmarkt bestehen zu können.
Das Paar USD/JPY handelt aktuell um 91,64. Der heutige Eröffnungspreis lag bei 91,06.
Die japanischen Banken bleiben heute aufgrund eines Feiertags geschlossen. Demzufolge werden „Bloc Trade“-Großaufträge eine besonders starke Wirkung auf die heutigen Preise haben, da die Marktliquidität niedrig ist und die Trading Desks unter Minimalbesetzung laufen. Während stattliche Summen den Märkten gegenwärtig fern bleiben, könnten auch kleinere Händler ihren Vorteil aus den Kursschwankungen des Yen ziehen. Die gegebene Marktsituation bietet großartige Handelsgelegenheiten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
EUR/USD hat im Laufe des letzten Monats einen deutlichen Abwärtstrend eingeschlagen und handelt aktuell um 1,4245. Der RSI der Tages-Chart zeigt jedoch, dass das Paar inzwischen in den „überkauften“ Bereich gedreht hat. Demnach ist eine Kurskorrektur nach oben jederzeit möglich. Hier könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Auch hier kündigt sich eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung an. Die steigende Tendenz des RSI auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Eine gute Strategie könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/JPY
Die Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Mittlerweile hat sich jedoch ein neues rückäufiges Cross des 4-Stunden-Slow Stochastic herausgebildet, das innerhalb des nächsten Zeitfensters eine Preiskorrektur nach unten vermuten lässt. Verkaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.

USD/CHF
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert USD/CHF um die 1,0490-Marke. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeutet, dass der jüngste Aufwärtstrend tatsächlich ein Ende finden könnte und eine abwärts gerichtete Preiskorrektur bevorsteht. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsspanne erfolgt.

 

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