2009-12-24

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar verliert nach Neubauverkäufen
Laut US-Handelsministerium ist die Zahl der US-Neubauverkäufe im Monat November stark zurückgegangen. Es wurde das schlechteste Ergebnis der letzten 7 Monate ausgegeben. Der Bericht versetzte dem jüngsten US-Konjunkturoptimismus einen Dämpfer, nachdem in den vergangenen Wochen überwiegend positive Wirtschaftsdaten aus Übersee veröffentlicht wurden. Überdies revidierte die US-Behörde die Zahl der verkauften Neubauten im Monat Oktober nach unten.
Nachdem die US-Währung am Dienstag bei 1,4216 ein dreieinhalb Monatshoch gegen den EUR markierte, rutschte der Dollar im gestrigen Handel bis auf die Marke von 1,4345 ab. Für USD/JPY ergaben sich im Anschluss an die Veröffentlichung ebenfalls Abwärtsbewegungen. Das Währungspaar handelt aktuell um 91,50.
Der USD-Handel könnte heute stark volatil ausfallen. Wichtige US-Konjunkturdaten, die den Kurs des Dollar beeinflussen, werden erwartet: US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (November) und US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (letzte Woche) – Veröffentlichung beider Indizes um heute 14:30 Uhr. Sollten die Ergebnisse den positiven Prognosen entsprechen, könnte der US-Dollar einen Teil seiner Verluste möglicherweise ausgleichen. Sollten die Daten jedoch enttäuschen, könnte sich der USD-Abwärtstrend noch vor den Weihnachtsfeiertagen fortsetzen.

EUR – EUR gleicht Verluste gegen Hauptwährungen aus
Nicht nur gegen den USD machte der EUR gestern Boden gut. Nach Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung des geldpolitischen Rats (MPC) der Bank of England (BoE) vom 9./10. Dezember erreichte die europäische Gemeinschaftswährung einen neuen Höchststand gegen das Pfund Sterling. Das Protokoll der jüngsten Sitzung der BoE zeigt, dass der geldpolitische Rat gespalten war und sich nicht darauf einigen konnte, ob sich Großbritanniens Konjunktur kurz vor Jahreswende auf Erholungskurs befindet oder nicht. Demzufolge war die Zuversicht der Anleger erschüttert – eine Stimmung, die sich als profitabel für den EUR herausstellte.
EUR/GBP handelt aktuell bei einem Hoch der letzten 8 Tage um 0,8974. Da die Eurozone und Großbritannien angesichts der Feiertage heute keine Konjunkturdaten veröffentlichen, können Anleger davon ausgehen, dass die aktuellen Kurse bis in die nächste Woche nach den Festtagen ihre Gültigkeit behalten.
Forex-Händler sollten ihr Hauptaugenmerk heute auf die zu veröffentlichen US-Indizes richten. Jedes Ergebnis, dass unter den Prognosen der Experten liegt, hat das Vermögen den EUR zu stützen und die gestern entstandenen Kursgewinne auszubauen. Im Hinterkopf zu behalten sind jedoch die äußerst positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche. Sollte dieser Trend anhalten, könnten der EUR unter Druck geraten.

JPY – Yen gibt gegen Risikowährungen nach
Zahlreiche Spekulationen um die Bank of Japan und ihre Absicht, die japanischen Leitzinssätze auf absehbare Zeit niedrig zu halten, um der Deflation entgegenzuwirken, sind am Markt gegenwärtig in Umlauf. Entsprechend verbucht Japans Yen deutliche Kursverlust gegen Risikowährungen wie dem Australischen Dollar, der bislang um insgesamt 0,2% gegen den JPY fester schließt. Aktuell handelt das Paar um 80,65. Anleger sollten das Währungspaar gut im Auge behalten, da der derzeit über die Maßen volatile Aussie schon bald eine Kurskorrektur nach unten bewirken könnte.
Auch der JPY-Handel bleibt heute voraussichtlich verhalten, da Japan im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage keine Konjunkturdaten veröffentlicht. Auch JPY-Anleger sollten den US-Arbeitsmarktdaten heute ihre Aufmerksamkeit schenken, die voraussichtlich Einfluss auf das Paar USD/JPY nehmen werden. Ein positives Ergebnis könnte einen Ausgleich der gestrigen JPY-Kursgewinne gegen den USD zur Folge haben.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Auf den Charts werden unterschiedliche Signale für EUR/USD deutlich. Der RSI befindet sich auf der 2-Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich, während der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart ein neues rückläufiges Cross ausgibt. Der RSI schwankt auch auf dieser Chart im „überkauften“ Bereich. Bei diesem Paar heute auf fallende Kurse zu setzen, könnte sich auszahlen.

USD/JPY
Auch dieses Paar gibt heute gemischte Signale aus. Auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart wird deutlich, dass die untere Grenze der Bollinger Bands überwunden wurde. Auf der 2-Stunden-Chart bewegt sich der RSI auf den „überkauften“ Bereich zu, während der Slow Stochastic auf der Stunden-Chart ein zinsbullisches Cross zu bilden scheint. Auf der Tages-Chart wiederum gibt der Slow Stochastic ein rückläufiges Cross aus. Der RSI bewegt sich auf der Tages- und 8-Stunden-Chart bereits im „überkauften“ Bereich. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Kurspaar die richtige Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Auf der Tages- und 8-Stunden-Chart schwankte der RSI im „überkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic auf der Tages-Chart zeigt ein zinsbullisches Cross an. Gleiches gilt auf der 4-Stunden-Chart für den MACD. Kaufen könnte bei GBP/USD heute eine gute Wahl sein.

USD/CHF
Der RSI auf der 2-Stunden-Chart hat sich im „überkauften“ Bereich eingefunden. Auf der 4-Stunden-Chart gibt der Slow Stochastic ein neues zinsbullisches Cross aus. Ein solches ist ebenfalls für den MACD auf der Stunden-Chart zu erkennen. Heute auf steigende Kurse zu setzen, könnte eine gute Entscheidung sein.

 

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