2009-12-28

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD-Aufwärtstrend gegen EUR unterbrochen
In der letzten Woche ergaben sich für den USD überwiegend Aufwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen mit Ausnahme des EUR. Der USD machte Boden gegen das Pfund Sterling gut und schloss um 100 Punkte fester gegen Japans Yen. Zum EUR ergaben sich gegenläufige Tendenzen. Das Währungspaar EUR/USD notierte etwas höher um die Marke von 1,44.
Ein US-Konjunkturoptimismus, der sich insbesondere zum vergangenen Wochenanfang einstellte, ließ sich auf das positive Ergebnis des US-Indikators Verkäufe bestehende Häuser zurückführen. Die Zahl der verkauften Einheiten erhöhte sich im Vormonatsvergleich um 7,4% auf 6,54 Millionen. Analysten hatten für November ein Resultat von 6,29 Millionen prognostiziert. Investoren gewannen demzufolge Vertrauen in die US-Wirtschaft und ihr Erholungspotenzial. In Anbetracht dessen, dass viele Anleger die Ursache der globalen Finanzkrise im US-Immobiliensektor sehen, ließen die Daten auf eine mögliche Konjunkturerholung in den USA hoffen, die sich schneller vollziehen könnte, als bislang angenommen.
Im Gegensatz dazu enttäuschte eine weitere Veröffentlichung von US-Daten aus demselben Sektor die Händler. Die Verkäufe von Neubauten setzten dem Aufwärtstrend des USD gegenüber dem EUR ein Ende und leiteten eine Kurskorrektur nach unten ein. Der entsprechende Indikator gab die Anzahl verkaufter, neuer Einzelfamilienhäuser im Monat November aus. Während Experten 442,000 verkaufte Neubauten erwarteten, haben sich die US-Neubauverkäufe mit einem saisonbereinigten Jahreswert von 355,000 weitaus schwächer entwickelt. Der Indikator lastete schwer auf dem USD und löste unter den Marktteilnehmer Zweifel in Bezug auf den US-Häusermarkt aus. Folglich gab der Dollar gegen den EUR nach.
In dieser Woche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf der Agenda. Wichtigster Indikator, der den größten Einfluss auf die Märkte nehmen könnte, ist voraussichtlich der Index zum US-Verbrauchervertrauen am Dienstag. Der Bericht des Verbrauchervertrauens (Conference Board) misst monatlich das Vertrauen von 5.000 repräsentativen Haushalten in die Leistung der US-Wirtschaft. Ein positives Ergebnis könnte dem USD Unterstützung bieten.

EUR – EUR steigt auf ganzer Linie
Für den EUR ergab sich in der vergangenen Woche ein extrem zinsbullischer Handel. Um nahezu 200 Punkte zog die Gemeinschaftswährung gegen das Pfund Sterling an. Über 200 Punkte Kursanstieg verbuchte der EUR gegen den Yen. Selbst zum USD schloss der EUR fester. Das Währungspaar EUR/USD notierte über der Marke von 1,4400.
Die Aufwärtstendenzen des EUR beruhten größtenteils auf äußerst positiven Konjunkturdaten aus der Eurozone. Dabei spielte der Anstieg des Einfuhrpreisindex in Deutschland eine bedeutende Rolle. Der entsprechende Bericht verdeutlichte, dass die Preise für Importe nach Deutschland im November um 0,4% angestiegen sind. In Anbetracht dessen, dass Deutschland als stärkste Wirtschaftnation innerhalb der Eurozone gilt, nehmen positive Ergebnisse wie dieses, Einfluss auf die gesamte Region und somit auf den Kurs des EUR.
Darüber schien der EUR-Kursanstieg eine Reaktion auf übrige schwächer notierende Währungen zu sein. Negative Immobilienmarktdaten aus den USA verliehen der europäischen Gemeinschaftswährung weiteren Auftrieb. Enttäuschende US-Konjunkturindikatoren gehen momentan einher mit einem Aufwärtstrend des EUR.
In der anstehenden Woche kündigen sich einige wichtige Indikatoren aus der Eurozone an. Am Dienstag um 10:00 Uhr veröffentlicht die Europäische Zentralbank EZB die Geldmenge M3. Anleger sollten ihre Augen offen halten. Die Notenbank definiert die Geldmenge M3 als Summe aus umlaufendem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, Einlagen und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren, Repogeschäfte, Geldmarktpapiere und Spareinlagen mit bis zu dreimonatiger Kündigungsfrist. Die Geldmenge M3 gilt als Inflationsindikator. Sollte sie erneut steigen, könnte der EUR neue Unterstützung finden.

JPY – Yen-Abwärtstrend setzt sich fort
Auch in der letzten Handelswoche setzten sich die Abwärtstendenzen des Yen fort. Zum USD rutschte Japans Währung um nahezu 200 Punkte ab. Das Währungspaar USD/JPY kletterte entsprechend bis über die Marke von 91,80. Zum EUR verbuchte die japanische Währung ebenfalls einen Kursabfall von über 200 Punkten.
Als Hauptursache für diesen Abwärtstrend gelten folgende Indikatoren: Instabile Konjunkturdaten aus Japan reichen derzeit noch nicht aus, um ihre Gültigkeit als Anzeichen für eine Wirtschaftserholung im Land zu haben. Darüber hinaus hält die Bank of Japan mit ihrem Allzeit-Niedrigleitzins den Kurswert des Yen minimal, um den japanischen Export anzutreiben. Des Weiteren wurden in der vergangenen Handelswoche mehrere Konjunkturdaten veröffentlicht, die unterschiedliche Signale setzten. Japans Handelsbilanz, die den Wertunterschied zwischen importierten sowie exportierten Waren und Dienstleistungen misst, lieferte für den Monat November mit 373,9 Mrd. JPY ein unerwartet gutes Ergebnis, während die Kernrate des Tokio-Verbraucherpreisindex als führender Inflationsindikator um 1,9% im Monat Dezember zurückging. Japans Verbraucher scheinen ihre Zuversicht in die Wirtschaftslage noch nicht zurückerlangt zu haben und zeigen sich äußerst zurückhaltend in Bezug auf ihre Ausgaben.
Für die kommende Woche stehen nur wenige Veröffentlichungen auf Japans Agenda, da die japanischen Banken größtenteils geschlossen bleiben. Händler sollten Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, da diese voraussichtlich Einfluss auf den Yen-Handel nehmen werden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Ein neu entstandenes rückläufiges Crosss des Slow Stochastic zeichnet sich auf der 8-Stunden-Chart ab. Der RSI der 4-Stunden-Chart hat mittlerweile den „überkauften“ Bereich erreicht. Bei diesem Paar heute bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich auszahlen.

GBP/USD
Der jüngste Abwärtstrend dieses Paares könnte noch heute eine Preiskorrektur nach sich ziehen. Dies verdeutlicht der RSI auf der Tages- und 8-Stunden-Chart. Auf der Tages-Chart geben sowohl Slow Stochastic als auch MACD neue zinsbullische Crosse aus. Heute könnte es von Vorteil sein, bei GBP/USD auf steigende Kurse zu setzen.

USD/JPY
Auf der Tages- und 8-Stunden-Chart schwankt der RSI im „überkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic auf der Tages-Chart und der MACD auf der 8-Stunden-Chart zeigen jeweils ein rückläufiges Cross an. Verkaufen könnte heute eine gute Strategie sein.

USD/CHF
Für dieses Paar werden unterschiedliche Signale deutlich: Auf der Tages-Chart ist ein neues rückläufiges Cross des MACD zu erkennen, der RSI hat sich auf der 4-Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich eingefunden. Bei diesem Paar deutlichere Signale abzu warten, könnte heute die richtige Wahl sein.

 

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