US-Präsident Barack Obamas Bekanntgabe, dass das Haushaltsdefizit wahrscheinlich $1,75 Billionen oder 12% des Bruttoinlandsprodukts betragen wird, dürfte sich mittel- bis langfristig rückläufig auf den Kurs des US-Dollar auswirken. Devisenhändler sollten die täglichen Publikationen über die US-Wirtschaft aufmerksam verfolgen, so beispielsweise die für heute 13:30 MGZ vorgesehene Bekanntgabe des vierteljährlichen US-Bruttoinlandsprodukts. Diese Zahlen werden für die Stärke des Dollars beim Handel in der kommenden Woche richtungweisend sein.
In seiner Rede vor dem Kongress gab sich Präsident Barack Obama gestern die größte Mühe das Vertrauen in die Wirtschaft wieder anzufachen. Er sagte, dass Amerikas Wirtschaft sich erholen könne und dass das Land aus dieser Krise stärker als je zuvor hervorgehen würde. Sein jüngst verabschiedeter Konjunkturplan sei ein Werkzeug um mindestens 3 Millionen Arbeitsplätze zu erhalten, bzw. zu schaffen, sowie die Infrastrukturausgaben zu erhöhen. Gleichzeitig machte er klar, dass der Geldbetrag des Konjunkturplans in naher Zukunft sehr wahrscheinlich erhöht werden müsse. Als Resultat dieser positiven Nachrichten, und in Erwartung noch besserer für heute vorgesehener Veröffentlichungen über den Immobilienmarkt, hat sich der USD stabilisiert.
Bei auf Rekordtiefs abstürzenden Aktien, gegen alle Regeln verstoßenden Währungsfluktuationen und einem sich im freien Fall befindlichen Rohölpreis scheint es sehr unwahrscheinlich, dass sich das Verbrauchervertrauen in naher Zukunft merklich verbessern wird. Bei der später am Tag erfolgenden Veröffentlichung des Conference Board Berichts über das Verbrauchervertrauen können Händler von negativen Zahlen ausgehen und das bei der Bewertung des Dollarkurses bedenken.
Beim Handel in der vergangenen Woche unterlag der Kurs der EUR/USD-Paarung sehr viel größeren Schwankungen als gewöhnlich, mit Abstürzen bis auf einen Stützwert und dann wieder dramatischen Anstiegen. Inmitten angespannter Marktbedingungen könnten Händler von der sich andauernden Stärke dieser Paarung profitieren, die sich bis Mitte der Woche fortsetzen dürfte.
In Zeiten verstärkter Risikovermeidung wird der US-Dollar als Wunsch-Währung zunehmend dem japanischen Yen gegenüber bevorzugt. Die schrumpfende Weltwirtschaft verhilf dem Dollar gestern erneut zu Stärke, während der Yen beginnt seinen Status als Safe-Hafen-Währung zu verlieren.
Nach der Unterzeichnung des Konjunkturplans als Gesetz durch Präsident Barack Obama am gestrigen Tag, verzeichnete der USD bescheidene Gewinne im Vergleich zu den meisten seiner Währungs-Rivalen. In Erwartung der heutigen Wohnungsmarktdaten könnte der USD weiter an Stärke zulegen, es sei denn die Daten erweisen sich als zu enttäuschend um das Vertrauen von Investoren zu rechtfertigen.
In Erwartung einer möglichen Leitzinssenkung für die Eurozone verzeichnete der Kurs des Dollar gestern eine Aufwärtsbewegung, während es mit dem Yen in Japan aufgrund des schlechten Bruttoinlandsprodukts und einem berauschten Finanzminister abwärts ging.
Wie es scheint, helfen die seitens der neuen Regierung Präsident Barack Obamas unternommenen Schritte das Vertrauen in die US-Wirtschaft unter Investoren wieder herzustellen. Beamte des Finanzministeriums sagten am Samstag, dass sich der US-Dollar, dank massiver steuerlicher Anreize, schneller als erwartet von der Rezession erholen werde.
Die Finanzminister und Spitzen der Zentralbanken treffen sich heute Abend und morgen Vormittag zu Konsultationen. Sie werden dann morgen um etwa 14:30 Uhr Ortszeit ein Statement abgeben und mit der Presse sprechen. Als Tagesordnungspunkte stehen u. a. Themen wie: ‚Wie wirkt man Protektionismus entgegen?’, ‚Revision der Finanzaufsichten’ und ‚Wie setzt man dem ein Ende, was der Internationale Währungsfond einen „Konjunkturrückgang bei weitergehenden Einsparungen“ nennt?’
Der US-Finanzminister Timothy Geithner hielt gestern eine alles andere als erbauliche Rede, den US-Banken-Rettungsplan betreffend. Viele Analysten kritisierten an dem Plan, dass er nicht genügend spezielle Details enthalte, was die meisten dazu veranlasste anzunehmen, er sei nicht so gut durchdacht wie ursprünglich vermutet. Die Aktienmärkte und die Weltwirtschaft waren die Leidtragenden, da das Vertrauen von Anlegern nach dieser Rede drastisch abnahm.
Der Kurs des EUR verzeichnete beim späten gestrigen Handel einen kräftigen Rückgang, nachdem bekannt wurde, dass russische Banken sich darum bemühen Kredite in Höhe von über $400 Mrd. umzuschichten. Das setzt das ohnehin geschwächte europäische Bankensystem zusätzlich unter Druck und macht die beachtliche Spannung deutlich, unter der die Finanzmärkte immer noch zu leiden haben.
Der US-Senat wird Anfang dieser Woche über ein Konjunkturpaket in Höhe von mindestens $780 Mrd. abstimmen, von dem Präsident Barack Obama sagt, es sei zwingend erforderlich um ein weiteres Absinken der Wirtschaft in die Rezession zu verhindern. Laut dem National Bureau of Economic Research in Cambridge, Massachusetts (Bundesamt für Wirtschaftsforschung), begann die weltgrößte Volkswirtschaft im Dezember 2007 in die Rezession abzugleiten. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im vierten Quartal um 3,8%, aufs Jahr gerechnet, dem größten Rückgang seit 1982.
Der Dollar konsolidierte seine Gewinne verglichen zum EUR und JPY bevor heute der US Non-Farm-Payrolls Bericht veröffentlicht wird, der große Auswirkungen haben kann. Der Indikator sorgt immer für heftige Volatilität bei den Haupt-Währungspaarungen an den Märkten. Nach dieser wichtigen Veröffentlichung, die für 13:30 MGZ vorgesehen ist, dürfte sich Händlern eine gute Gelegenheit bieten in den Markt einzutreten.
Die Kurse der meisten Währungen, von einigen wenigen abgesehen, haben sich in den letzten Tagen, in Erwartung der heutigen Leitzinsentscheidung für die Eurozone und Großbritannien, eingependelt. Für die Europäische Zentralbank (EZB) sagt man voraus, dass sie den Zinssatz beim gegenwärtigen Stand von 2,00% belassen wird. Aufgrund jüngster Daten könnte dieses jedoch nicht zutreffend sein. In Großbritannien andererseits, wird erwartet, dass heute um 12:00 MGZ der Leitzinssatz von 1,50% auf 1,00% drastisch reduziert wird. Diese Zinssatzsenkungen werden zweifelsohne den Kursen ihrer entsprechenden Währungen zu neuen Werten verhelfen. Devisenhändler sollten heute am Markt sein, ihre Positionen rechtzeitig vor der Bekanntgabe der Zinssatzentscheidungen einnehmen um im Nachhinein lukrative Gewinne einzustreichen.
Der USD erfuhr während des gestrigen Handels einen stetigen Abschwung da Händler sich, im Austausch für riskantere Anlagen, wie beispielsweise Aktien, von ihren Kauf-Positionen verabschiedeten. Der weltweite Aufschwung an den Aktienmärkten gestern dürfte einer der Hauptgründe für den Wertverlust des Dollar sein. Aufgrund des jüngsten Optimismus an den Märkten sollten Händler sich auf einen kleinen Abwärtstrend des USD einstellen, da er gerne im Austausch für höhere Erträge erzielende Anlagen abgestoßen wird.
Das Währungspaar, welches heute die größte Volatilität erfahren könnte, dürften AUD/USD sein. Die Royal Bank of Australia (RBA) senkte heute Morgen um 3:30 MGZ den Leitzinssatz um 100 Basispunkte. Somit ist das die fünfte aufeinander folgende Zinssenkung seitens der RBA. In den kommenden Tagen werden für die Europäische Zentralbank und die Bank of England ähnliche Treffen erwartet, auf denen ihre Leitzinsen Diskussionsthema sein werden. Diese weltweit fallenden Zinssätze haben den Markt durch abenteuerliche Höhen und Tiefen gejagt. Devisenhändler sollten die Volatilität des heutigen Tages nutzen und während dieser Kursschwankungen große Positionen eröffnen.
Im Vergleich zur europäischen Währung erreichte der Kurs des USD den höchsten Wert seit fast zwei Monaten. Das geschah im Vorfeld zu der morgigen Veröffentlichung eines Berichts, demzufolge die europäischen Erzeugerpreise bereits im fünften aufeinander folgenden Monat abgerutscht waren, was der Europäischen Zentralbank (EZB) mehr Spielraum zur Senkung des Leitzinssatzes einräumt. Während Inflation zurückgeht und sich die Wirtschaftslage der Eurozone weiter verschlechtert besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass der Dollar weiter, bis eventuell sogar $1,27 zulegt.

