2009-02-04
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Kurs fällt aufgrund erhöhter Risikobereitschaft
Während des gestrigen Handels ließen Investoren den Dollar fallen, um in riskantere Anlagen zu investieren, was sich auch der Tatsache entnehmen lässt, dass der Dow Jones um 1,8% stieg. Ausgelöst wurde das durch einen Bericht von Merck & Company, der weitaus besser als erwartete Gewinne verzeichnete. Obendrein wurden Investoren zuversichtlicher, da der neue Finanzminister, Timothy Geithner, die Amerikaner versicherte, dass Obamas Regierung alles in ihrer Macht stehende tun würde, um die USA aus der Rezession zu führen.
Ein weiterer Grund für den Rückgang des Dollar waren die ebenfalls besser als erwarteten Zahlen der Pending Home Sales (noch nicht abgeschlossene, aber bereits vertraglich fixierte Immobilienverkäufe), die in den späten Handelsstunden des Dienstag Investoren dazu verleiteten sich vom Dollar zu trennen. Der USD verlor im Vergleich zu allen seinen Haupt-Währungspartnern an Boden, so beispielsweise 180 Pips zum EUR und schloss bei 1,3006. Der GBP/USD Kurs legte um nahezu 200 Pips zu und schloss bei 1,4391. Im Vergleich zum JPY blieb der Dollar fast unverändert und schloss gestern bei 89,57.
Für heute wird aus den USA die Veröffentlichung zweier wichtiger Wirtschaftsdaten erwartet. Es sind der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) und der ISM-Einkaufsmanagerindex, Dienstleistungen. Die Zahlen werden um 13:15 bzw. 15:00 MGZ bekannt gegeben. Mit den Vorhersagen übereinstimmende oder schlechter als erwartete Ergebnisse könnten den Dollar, verglichen mit seinen Haupt-Währungspartnern, weiter abrutschen lassen. Jedoch lassen besser als erwartete Zahlen den Kurs des USD zu Währungen wie GBP, EUR, JPY und CHF sehr wahrscheinlich steigen. Da andererseits jedoch die Beschäftigungszahlen eine stetige Abnahme verzeichnen, dürfte der ADP-Bericht wohl eher mit negativen Ergebnissen aufwarten. Händler dürften also eine Woche voller schlechter Nachrichten für den USD erwarten.
EUR – EUR verzeichnet gemischte Ergebnisse in Erwartung der Leitzinsentscheidung am Donnerstag
Der Kurs des EUR wurde während des gestrigen Handel von zwei Hauptfaktoren beeinflusst. Zum einen von der Erholung an den weltweiten Aktienmärkten, und zum anderen von gemischten Gefühlen hinsichtlich der Leitzinsentscheidung durch die Europäische Zentralbank (EZB) am morgigen Donnerstag. Die Erholung am US-Aktienmarkt veranlasste viele Investoren dazu den Dollar fallen zu lassen und sich wieder in den EUR einzukaufen, in Erwartung von Erträgen für riskante Investitionen beim Handel am Dienstag. Der EUR legte im Vergleich zum USD um 180 Pips zu und schloss den gestrigen Handel bei 1,3006. In Erwartung von Leitzinsentscheidungen am Donnerstag, für sowohl die Eurozone als auch Gro0britannien, schloss die EUR/GBP-Paarung nahezu unverändert bei 0,9036. Zum JPY stieg der EUR drastisch um 180 Pips und schloss bei 116,53. Hauptursache hierfür war wohl die Erholung am japanischen Aktienmarkt. Gegenwärtig erfährt der EUR, der vergangene Woche von den meisten Händlern verkauft wurde, nun eine Umkehr dieser Position und verzeichnet kleine Gewinne. Die Frage ist nur, ob diese Erholung den ganzen heutigen Handelstag anhalten wird?
Für heute dürfte der EUR keine große Unterstützung von wesentlichen Nachrichtenereignissen erhalten. Von einem auf Dienstleistungen basierten Bericht wird erwartet, dass die Grundstimmung im europäischen Gewerbe, seit der Veröffentlichung des vorherigen Berichts, weitgehend unverändert geblieben ist. Für die Einzelhandelsverkäufe der Eurozone wird ein Rückgang prognostiziert, was auf anhaltende wirtschaftliche Schwäche in der gesamten Region hindeutet. Aufgrund des jüngsten Optimismus an den Märkten ist es schwierig zu bestimmen, ob diese negativen Nachrichten wohl den sich entspannenden Verkaufs-Positionen des EUR entgegenwirken werden, was allerdings von den meisten Analysten so nicht gesehen wird. Händler sollten sich, zumindest auf kurze Sicht gesehen, auf eine Fortsetzung der jüngst gezeigten Stärke des EUR einrichten.
JPY – Schwächerer Yen regt Erholung des japanischen Aktienmarkts an
Investoren verabschiedeten sich gestern vom JPY nachdem sie dazu von der Erholung am US-Aktienmarkt und den besser als erwarteten Hausverkaufszahlen aus den USA dazu angeregt worden waren. Der japanische Aktienmarkt erholte sich ebenfalls, da Automobilhersteller, wie Honda uns Toyota, große Gewinne verzeichnen konnten. Solch große Gewinne wurden auch in anderen Industrien, wie beispielsweise der Schifffahrt, erzielt.
Der USD/JPY-Kurs blieb nahezu unverändert und schloss bei 89,57. Verglichen zum britischen Pfund rutschte der Yen um über 170 Pips ab und schloss bei 128,93. Auch zum EUR nahm der JPY um über 180 Pips ab und lag beim gestrigen Handelsschluss bei 116,53. Falls während des heutigen Handels für die japanische Wirtschaft weiter solch besser als erwartete Daten bekannt gegeben werden, dürften wir ein sehr ähnliches Verhalten des Yen im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspaarungen erwarten. Fürs Erste sollten Händler vom Yen erwarten, dass er sich innerhalb des derzeitigen Trends bewegt, da keine Daten vorliegen, die auf eine Änderung dieses Verhaltens hindeuten.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart zeigt an, dass sich der Kurs im überkauften Bereich zu bewegen scheint, was darauf hindeutet, dass später am Tag mit einer Abwärtskorrektur zu rechnen ist. Der Slow Stochastic des Tages-Chart weist jedoch ein zinsbullisches Cross auf, was möglicherweise auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung hindeutet. Kurzfristig gesehen dürften Händler jedoch mit einer Abwärtskorrektur rechnen, wohingegen langfristig Händler heute eine Long-Position beibehalten sollten.
GBP/USD
Die meisten Oszillatoren zeigen, dass sich diese Paarung derzeit, ohne erkennbare Ausrichtung, im neutralen Bereich bewegt. Der Slow Stochastic des 4-Stunden-Chart weist darauf hin, dass der Kurs demnächst auf ein rückläufiges Cross treffen wird, aber die Momentum-Oszillatoren auf dem Wochen-Chart zeigen immer noch steilen Abwärtsdruck. Es wäre ratsam für heute hier auf klarere Signale zu warten.
USD/JPY
Dieses Paar setzt sein Muster der hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung fort. Der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart zeigt jedoch ein rückläufiges Cross, was auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur hinweist. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute die richtige Strategie lauten.
USD/CHF
Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart zeigt an, dass sich der Kurs dieser Paarung im überkauften Bereich zu bewegen scheint, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hindeuten kann. Ein zinsbullisches Cross, welches sich auf dem Slow Stochastic des 4-Stunden-Chart bildet unterstützt diese Annahme. Zu kaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard


