2009-02-05

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar erzielt Spitzenwerte verglichen zur Eurozonen-Währung
Nachdem bekannt gegeben wurde, dass der Rückgang der Beschäftigten im US-Privatsektor im Januar übereinstimmend mit den Erwartungen ausfiel, verzeichnete die US-Währung am Mittwoch Gewinne im Vergleich zum EUR und stieg um 1,4% auf 1,2848. Verglichen mit anderen Hauptwährungen verhielt sich der USD gleich bleibend, da Investoren zögerten ihre Positionen zu früh vor den heutigen Schlüsselereignissen zu verändern, den Beschäftigungszahlen in den USA und die Leitzinsentscheidungen der Zentralbanken in Europa.
Jedoch raten Analysten Händlern weiterhin zur Vorsicht bei der Einschätzung des USD, da das Schicksal des US-Konjunkturplans immer noch unsicher ist. Der Dollar erhielt einen kleinen Auftrieb verglichen zum Euro, als bekannt wurde, das die russische Staatsverschuldung herabgestuft wurde, was Druck auf den EUR ausübte, da man befürchtete, Russland müsse EUR verkaufen um seinen Währungskorb auszugleichen.
Der Dollar stieg auch leicht im Vergleich zum Yen, nachdem bekannt wurde, dass der US-Dienstleistungssektor im Januar weniger heftig schrumpfte, als ursprünglich erwartet. Die US-Währung legte verglichen zum JPY um 0,2% zu und stieg auf 89,41. Den ISM-Daten folgte am Mittwoch ein weiterer Bericht, der aufzeigte, dass der Arbeitsplatzverlust im US-Privatsektor im Januar leicht rückläufig war, was dem USD zu leichten Gewinnen verhilf. Wirtschaftswissenschaftler sagen, dass trotz der Tatsache, dass der US-Dienstleistungssektor nunmehr schon im vierten aufeinander folgenden Monat schrumpfte, die Geschwindigkeit des Schrumpfprozesses jedoch abnimmt. Verbunden mit dem leicht positiven Arbeitsmarktbericht vom Freitag trug das dazu bei die Risikobereitschaft zu erhöhen, was den Kurs des USD verglichen zum JPY ansteigen ließ.
Für den heutigen Handel sollten Devisenhändler großes Augenmerk auf die wichtigen grundlegenden Daten aus den USA und der Europa legen. Wir gehen davon aus, dass sich die entsprechenden Währungspaarungen, in Erwartung der US-Arbeitsmarktzahlen und den Entscheidungen zum Leitzins seitens Europäischer Zentralbank (EZB) und Bank of England (BoE), äußerst volatil verhalten werden.

EUR – EUR im Abschwung aufgrund Ratings-Herabstufung Russlands
Der EUR handelte im Vergleich zum USD nahe einem zweimonatigen Tiefstwert aufgrund der Annahme, dass die Wirtschaftskrise in Ost-Europa die Rezession in der Eurozone noch verschlimmern werde und der Sorge an den Märkten, dass die Lage Ost-Europas erst noch schlimmer wird bevor sie sich bessert. Der EUR wurde mit 1,2852 gehandelt, gegenüber 1,2849 am Vortag. Am 2. Februar erreichte er mit 1,2706 den tiefsten Wert seit dem 5. Dezember. Der Rückgang des EUR, verglichen zu USD und JPY, geschah auch nachdem von Fitch Russlands langfristige Aus- und Inlands Währungs-Ratings herabgestuft wurden, was den Befürchtungen über einen noch stärkeren wirtschaftlichen Rückgang in Ost-Europa Nährboden verlieh. Verglichen zum JPY könnte die europäische Währung weiter abnehmen, falls Händler vermehrt darauf setzen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz heute weiter senken wird.
Der EUR schwächelte gestern ebenfalls nachdem das Statistische Amt der Europäischen Union in Luxemburg bekannt gab, dass die Einzelhandelsumsätze im Dezember um 1,6%, verglichen zum Vorjahr, zurückgegangen sind. Analysten meinen, dass die Eurozone immer noch am Tropf der schlechten wirtschaftlichen Nachrichten hängt, was sich negativ auf den Kurs des EUR auswirkt und Risikobereitschaft auf kleiner Flamme köcheln lässt. Früher veröffentlichte Daten zeigen einen Rückgang in Europas führendem Dienstleistungssektor, und wieder andere Zahlen belegen, dass die Einzelhandelsumsätze im Dezember Jahr für Jahr abnehmen. Der EUR verzeichnete verglichen zum britischen Pfund Sterling einen Rückgang um 1,6% auf 88,76 nachdem einem Bericht zufolge die UK Dienstleistungsindustrie im Januar geringer schrumpfte als vorhergesagt und in den USA weniger Arbeitsplätze abgebaut wurden als ursprünglich angenommen.
In Hinsicht auf die Konjunkturlage der Eurozone erwarten viele Wirtschaftswissenschaftler für heute eine weitere Senkung des Leitzinssatzes durch die EZB. EZB Ratsmitglieder haben angedeutet, dass auch wenn die Inflationserwartungen nur sehr niedrig sind, würde die EZB nicht dem Beispiel der Zentralbanken der USA und Japan folgen und den Leitzinssatz bis nahe 0% senken. Da bei der Senkung der Zinssätze nicht viel Spielraum besteht fragen sich Analsten welche Maßnahmen die Zentralbanken sonst wohl ergreifen könnten, insbesondere ob die EZB wohl damit beginnen würde Gemeinschulden aufzukaufen.

JPY – Kurs des JPY könnte, verglichen zum Dollar, bis Jahresmitte bis auf 80 steigen
Ausgelöst durch ein Regierungs-Konjunkturpaket, welches Markt und Risikobereitschaft Auftrieb verlieh, legte die japanische Währung gestern kräftig zu. Die Stärke des Yen zog den EUR um 0,7% auf 115,52 Yen runter, während der Dollar nur um 0,2% auf 89,05 Yen nachgab. Der Kurs verstärkte sich in Richtung der 87,13 vom 21. Januar, dem besten Wert seit Juli 1995, nachdem er im vergangenen Jahr um 23% zugelegt hatte, da durch die weltweite Finanzkrise Investoren sich wieder in die japanische Währung einkauften und Carry Trades abwickelten.
Auswirkungen der Wertsteigerung des Yen können sein, weiter zunehmende Gewinnverluste für Exporteure, Druck auf Aktienpreise und ggf. die Zunahme der Repatriierung von Geldmitteln nach Japan. Laut Analysten könnte dies zum GAU für die japanische Regierung werden, da ein starker Yen ein höchst kritisches Problem für Exporteure darstellt. Wenn die Exporte abnehmen schrumpft die Wirtschaft, verstärkt sich die Rezession und der Wert des Yen steigt noch weiter in die Höhe, was noch mehr Schaden verursacht und die japanische Wirtschaft in einen Abwärtsstrudel schädlicher Daten reißt.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart zeigt die Bildung eines zinsbullischen Cross, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hindeutet. Jedoch verharren alle anderen Oszillatoren im neutralen Bereich, was wiederum besagt, dass sich diese Paarung weniger volatil verhält als erwartet. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte für heute die richtige Strategie sein.

GBP/USD
Die meisten Oszillatoren zeigen das Paar im neutralen Bereich ohne klare Ausrichtung. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich der Kurs derzeit im überkauften Bereich bewegt, jedoch ein Abwärtsdruck auf der Paarung lastet. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.

USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Kurs hält sich ausgeglichen zwischen den Bollinger Bands auf allen Charts und bewegt sich weiterhin im neutralen Bereich auf allen Oszillatoren. Es ist empfehlenswert für heute ein klareres Signal abzuwarten.

USD/CHF
Der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart zeigt die Bildung eines rückläufigen Cross, was auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur hindeutet. Die Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart scheinen sich auch zu verengen, was in naher Zukunft Volatilität erwarten lässt. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Strategie lauten.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

eToro OpenBook – ein einzigartiges Sozialhandelsnetzwerk

Beobachten Sie wie Millionen Mitglieder der eToro-Gemeinschaft in diesem Moment handeln.
Folgen Sie den Strategien der Top-Händler und entdecken Sie für sich selbst neue Handelsmöglichkeiten.
Kopieren Sie jeden beliebigen Handel mit einem Tastenklick.

Chance für jeden Händler

Wenn Sie ein erfahrener Händler sind, können Sie sich mit anderen Profis zur gegenseitigen Bereicherung austauschen.
Wenn Sie Anfänger sind, folgen Sie der Strategie von Top-Tradern und profieren Sie durch Kopieren deren Handelsentscheidungen.

Jetzt mehr erfahren

You must be logged in to post a comment.