2009-02-06
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Der Dollar gewinnt an Boden vor Bekanntgabe des US Non-Farm-Payrolls Berichts
Der USD nahm, verglichen mit den meisten seiner Währungspartner, an Stärke zu und bewies wieder einmal, dass, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, er eine solide Währung ist auf die Händler setzen können, um regelmäßig Gewinne zu verzeichnen. Der EUR/USD-Kurs stieg bis kurz vor den 1,2900 Wert. Und dann fiel die Paarung wieder bis auf 1,2790 zurück. Risikovermeidung verleiht dem Dollar weiterhin Stärke, und das wird auch weiterhin so sein, bis wir Anzeichen von Stabilisierung entdecken.
Der Dollar stieg gestern aufgrund erneuter Hoffnungen, dass die Regierung Obama das ramponierte Finanzsystem stützen und einen Umschwung an den Märkten herbeiführen würde, die auf erneute Anzeichen einer sich vertiefenden Rezession ins Schwanken geraten waren. Außerdem erholten sich die US-Staatsschulden ein wenig, während am Tag vor der Bekanntgabe des Payroll Berichts für Januar schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA und der Eurozone Befürchtungen über ein weiteres Anwachsen solcher Veröffentlichungen ansteigen ließen.
Für heute wird ein ganzes Bündel Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet. Diese werden entsprechenden Einfluss auf die Entwicklung der USD-Paarungen und -Crosses haben. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung gelten, wo mit einem Rückgang von 530.000 gerechnet wird. Händler sollten sich diese Zahl genau ansehen, da sie in starker Wechselwirkung zum Kurs des US-Dollar steht. Für heute steht ebenfalls die Bekanntgabe der Arbeitslosenquote bevor, was auch ihre Wirkung auf die Märkte haben dürfte. Fallen die Zahlen unvorteilhaft aus wird das die problematische Konjunkturlage der US-Wirtschaft nur bestätigen und den Kurs des USD folgerichtig schwächen.
EUR – EUR fluktuiert, da EZB den Leitzins unverändert belässt
Der EUR schloss den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen verglichen mit den Haupt-Währungen. Die 16-Nationen-Währung fiel im Vergleich zum USD, was diese oft gehandelte Währungspaarung auf den Wert von 1,2790 sinken ließ. Ähnlich erging es dem EUR verglichen zum GBP, da diese Paarung von 0,8900 auf 0,8745 bei Handelsschluss abfiel. Der EUR stieg um über 150 Punkte verglichen zum JPY und schloss bei 116,38.
Nachdem Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) die Schwere der Rezession versucht hatten zu ermessen bevor sie den Leitzinssatz erneut senken würden, beschloss man letztlich den Zinssatz unverändert zu belassen, da er bereits viermal hintereinander seit Oktober gesenkt worden war. Der EUR kann auch weiterhin unter Druck stehen, da EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte, dass trotz des Nachlassens inflationären Drucks, die Tür für eine weitere Leitzinssenkung bei nächsten Treffen nach wie vor offen stünde. Die schier endlose Reihe dürftiger Wirtschaftsdaten aus einer sich verschlechternden europäischen Wirtschaft lässt die Vermutung zu, dass der Leitzinssatz in den kommenden Monaten tatsächlich noch erheblich gesenkt werden müsste.
Für heute dürfte der wichtigste finanztechnische Indikator der in Europa veröffentlicht wird der deutsche Bericht zur Industrieproduktion sein. Analsten sagen voraus, dass die Zahlen über den Vorwerten liegen werden. Händler sollten der heutigen Bekanntgabe große Aufmerksamkeit schenken, da ein stärker als erwartetes Ergebnis den Kurs des EUR ankurbeln könnte.
JPY – Yen stürzt zum niedrigsten Stand seit einem Monat verglichen zum Dollar
Der JPY durchlebte gestern einen stark rückläufigen Handel und verlor, verglichen zu all seinen Währungspartnern, heftig an Boden. Im Vergleich zum USD fiel der JPY auf den tiefsten Stand seit einem Monat und schloss bei 90,80. Zum EUR verlor der japanische Yen fast 150 Punkte um letztlich bei 116,38 zu schließen.
Die Bank of Japan muss die Weltwirtschaft und die der gegenwärtigen Krise entspringenden negativen Auswirkungen genau im Auge behalten. Der japanischen Währung geht es in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs für gewöhnlich gut, doch wenn das Vertrauen der Investoren wiederhergestellt ist neigt der Markt zu einem Verkaufs-Verhalten. Händler kehren dann zu ihren Carry-Trades zurück und verkaufen den JPY für höhere Erträge erzielende Währungen.
Für heute werden aus Japan keine wichtigen Wirtschaftsdaten erwartet, doch könnten wir, als Folge der Veröffentlichung der US-Daten, lebhaften JPY-Handel erleben. Die kurzfristige Zukunftsprognose für den JPY sieht jedoch relativ rückläufig aus. Händlern wird daher geraten die Daten aus den USA und der Eurozone mit besonderer Aufmerksamkeit zu verfolgen, da sie die zukünftige Kursentwicklung des JPY beeinflussen werden.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Sowohl Slow Stochastic als auch RSI auf dem Tages-Chart zeigen eine Fortsetzung der derzeitigen rückläufigen Korrektur. Auf dem 4-Stunden-Chart bildet sich zudem ein sehr ausgeprägter rückläufiger Channel. Zusätzlich deuten alle Indikatoren auf dem Stunden-Chart abwärts. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
GBP/USD
Dieses Paar bewegt sich immer noch inmitten eines stetigen Aufwärtstrends und lässt auch kein Abschwächen erkennen. RSI und Momentum auf dem 4-Stunden-Chart sind auch noch positiv geneigt, was anzeigt, dass noch jede Menge Dampf in dieser zinsbullischen Bewegung steckt. Sollte dieses Paar den Wert von 1,4680 durchbrechen, ist es wahrscheinlich, dass es dann noch mal eine Aufwärtsbewegung durchführt.
USD/JPY
Enges Range-Trading setzt sich fort, da dieses Paar in keinerlei Richtung eine wesentliche Bewegung vollzieht. Das Tages-Chart zeigt Anzeichen eines rückläufigen Momentums. Die Bollinger Bands verengen sich, und ein Durchbruch in jegliche Richtung scheint bevor zu stehen. Hier dürfte es eine gute Strategie sein das entsprechende Signal und die Richtung des Momentum abzuwarten.
USD/CHF
Der zinsbullische Sprint dieser Paarung hat es gestern den 1,1700 Wert durchbrechen lassen. Da alle Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart aufwärts weisen könnte es sein, dass sich das Paar am wert von 1,1760 versucht und somit den höchsten Stand seit 2 Monaten erreicht.
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard


