2009-02-25
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Kurs beeinflussende Faktoren können heute zu großer Volatilität führen
Im Vergleich zu den Haupt-Währungen schloss der Dollar den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen. Zum EUR fiel der USD gestern und brachte den Kurs dieser viel gehandelten Währungspaarung auf 1,2866. Ähnlich verhielt es sich beim CHF, und der Kurs dieser Paarung fiel von 116,70 auf 115,80 bei Handelsschluss. Der USD verzeichnete allerdings auch Aufwärtsbewegungen, wie beispielsweise beim JPY, zu dem er um über 150 Punkte anstieg und bei 96,70 schloss.
Die einflussreichste Wirtschaftspublikation in den USA dürfte gestern der Bericht über das Verbrauchervertrauen gewesen sein. Das Verbrauchervertrauen erzielte im Februar ein Rekordtief, da die Amerikaner befürchten, dass die ohnehin schon schwer wiegende Rezession sich noch weiter verschlimmern wird. Die Auswirkungen der Finanzkrise der vergangenen Monate haben eindeutig beim Verbrauchervertrauen ihren Tribut gefordert. Bei der Einschätzung der gegenwärtigen Bedingungen haben Verbraucher den Arbeitsmarkt und die Geschäftsbedingungen als sehr ungünstig bewertet. Präsident Barack Obama versucht diesen Bruch im Vertrauen mit seinem Konjunkturplan zu überbrücken, der seiner Aussage nach mehr als 3 Millionen Arbeitsplätze erhalten oder schaffen, Steuern senken und die Ausgaben für Infrastrukturmaßnahmen erhöhen wird.
Der USD-Handel dürfte sich heute sehr interessant entwickeln, da die Bekanntgaben verschiedener wichtiger Wirtschaftsindikatoren vorgesehen sind. Ähnlich wie gestern beginnen diese Veröffentlichungen um 15:00 MGZ, und als erstes werden Eigenheimverkäufe aus Bestand und die Rohöl-Lagerbestände erwartet. Überraschenderweise wird angenommen, dass alle Daten ihre jeweiligen Vorwerte übertreffen werden, was dem USD einen kräftigen Aufwärtsschwung verpassen könnte. Händler sollten heute nahe am Markt bleiben, da eine große Chance besteht von der, sich aufgrund dieser Publikationen entwickelnden Fluktuation zu profitieren.
EUR – EUR gestärkt durch weltweite wirtschaftliche Schwäche
Beim gestrigen Handel sah der EUR eine starke Aufwärtstendenz, und er erfuhr eine Wertsteigerung verglichen zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. So legte er im Vergleich zum USD um etwa 150 Punkte zu und schloss den Handel bei 1,2866.
Der deutsche Geschäftsklimaindex rutschte im Februar ab, da die triste Wirtschaftslage auf die Stimmung drückte, obwohl der Konjunkturplan der Regierung dazu beitrug die Zukunftsaussichten für Unternehmen zu beleben. Der monatliche Ifo-Index fiel im Februar auf 82,6 Punkte gegenüber 83 im Vormonat. Damit wurden die leichten Zugewinne des Januar ausgewischt, welche einem 7-monatigen stetigen Anstieg folgten, und die Vorhersagen mancher Wirtschaftswissenschaftler, der Index würde konstant bleiben oder gar leicht ansteigen, wurde widerlegt.
Die deutsche Wirtschaft, die größte in Europa, fiel im vergangenen Herbst in die Rezession, als die weltweite Wirtschaftskrise die Nachfrage nach Exporten drastisch sinken ließ. Die Rezession verstärkte sich im 4. Quartal als die Wirtschaft um 2,1% schrumpfte.
Für heute dürfte der wichtigste Finanz-Indikator der in Europa veröffentlicht wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt sein. Analysten gehen hier von einem unveränderten Wert aus. Händler sollten der heutigen Bekanntgabe große Aufmerksamkeit zollen, da ein besser als erwartetes Ergebnis sich positiv auf den Kurs des EUR auswirken könnte.
JPY – Japanische Wirtschaft steht vor schwerer Depression
Beim gestrigen Handel sah der JPY eine starke Abwärtstendenz, und er verlor im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern an Boden. Nachdem er sich einige Tage erholt hatte fiel der JPY verglichen zum USD, während der EUR/JPY-Kreuzkurs auf etwa 1,2443 anstieg. Die einzige Wirtschaftsnachricht aus Japan war gestern die Handelsbilanz, die jedoch kaum vom Vorhersagewert abwich, was die Volatilität auf ein Minimum beschränkte.
Japans Exportwirtschaft musste im Januar einen Rekordeinbruch hinnehmen, da die Rezession in den USA und Europa die Nachfrage für japanische Autos drastisch zurückgehen ließ. Die Regierung zeigte sich bislang nicht in der Lage ein Konjunkturpaket zu verabschieden, dass, in Abwesenheit von Exportnachfragen, die Inlandsausgaben ankurbeln könnte. Premierminister Taro Aso bemüht sich krampfhaft vom Opposition geführten Oberhaus die Zustimmung für eine 10 Billionen Yen Finanzspritze zu erhalten, mit der Unternehmen und Haushalten geholfen werden soll, deren Stimmung nahe einem Rekordtief liegt.
Für heute werden keine wirtschaftsrelevanten Publikationen aus Japan erwartet, doch gibt es eine Anzahl von Veröffentlichungen aus den USA, die die Währungspartner des Yen beeinflussen könnten. Händler sollten sich jedoch auf eine weitere Rückläufigkeit des JPY einstellen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Es scheint, als würde sich auf dem 4-Stunden- und dem Tages-Chart eine Dreiecks-Formation bilden, was auf eine Fortführung des jüngsten Aufwärtstrends hindeutet, welcher den Kurs dieser Paarung in Bälde steigen lassen wird. Der wöchentliche Momentum Oszillator zeigt den Beginn einer Richtungsänderung dieser Paarung an. Die weitere Entwicklung abzuwarten und dann eine Long-Position eingehen könnte eine kluge Vorgehensweise sein.
GBP/USD
Der RSI auf dem Stunden-Chart zeigt, dass der Kurs scheinbar in den überkauften Bereich getreten ist, was auf eine in Kürze bevorstehende Abwärtskorrektur hindeutet. Die Bollinger Bands auf dem Tages-Chart scheinen sich in Erwartung einer bevorstehenden volatilen Kursbewegung zu verengen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
USD/JPY
Der RSI auf dem 4-Stunden- und dem Tages-Chart zeigt, dass der Kurs dieser Paarung sich derzeit im überkauften Bereich bewegt, was starken Abwärtsdruck erwarten lässt. Auf dem Slow Stochastic des 4-Stunden-Chart hat sich scheinbar auch ein rückläufiges Cross gebildet, was die Annahme einer unmittelbar bevorstehenden Abwärtskorrektur bestätigt. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
USD/CHF
Diese Paarung scheint sich um den Wert von 1,1620 zu konsolidieren. Eine baldige Richtungsgebung wird erwartet. Da die jüngsten Indikatoren Abwärtsdruck anzeigten wird diese Paarung in Bälde wahrscheinlich eine Abwärtskorrektur erfahren. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard


