Spekulationen um eine weitere mögliche Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingagentur Standard & Poor veranlasste Investoren am gestrigen Donnerstag, ihre EUR-Anlagen im Austausch gegen gewinnträchtigere Währungen wie dem japanischen Yen und dem traditionell rivalisierenden USD zu verkaufen. Den USD-Kursgewinnen der vergangenen Tage wurde mittlerweile jedoch etwas Einhalt geboten, als US-Notenbankchef Ben Bernanke bei der Vorlage des halbjährlichen Wirtschaftsberichts der Federal Reserve am Donnerstag in Washington bestätigte, dass der US-Leitzins „für einen längeren Zeitraum“ auf dem Rekordtief gehalten werde. Während im Anschluss kurzfristig ein Kursanstieg an den US-Aktienmärkten zu beobachten war, verzeichnete der USD leichte Kursverluste.

Die für 14:30 Uhr erwarteten US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche gelten als wichtigste Veröffentlichung, die den USD-Trend am heutigen Handelstag bestimmen wird. Weitere wichtige Konjunkturdaten, die den Devisenhandel, insbesondere für USD und EUR vorantreiben könnten sind: Deutsche Arbeitsmarktdaten für Februar um 9:55 Uhr sowie CBI Realisierter Handel um 13:45 Uhr. Anlegern könnten sich im Anschluss an diese entscheidenden Indizes gute Handelsgelegenheiten bieten.

Zu später Handelsstunde am Dienstag ergaben sich für den USD deutliche Kursgewinne gegen den EUR. Nachdem das entsprechende Währungspaar im Tagesverlauf bis auf die Marke von 1,3500 abrutschte, stabilisierte sich EUR/USD zu Handelsschluss um 1,3540. Heute erwartet die Marktteilnehmer eine Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses in Washington im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik. Hohe Kursschwankungen sind im Anschluss an die Anhörung zu erwarten.

Am Montag wertete der USD kurzfristig gegen den EUR auf und handelte um ein 8-monatiges Hoch gegen weitere Hauptwährungen. Sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag erwartet eine Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik in Washington vor dem Bankenausschuss des Senats sowie vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses die Marktteilnehmer.

Die vergangene Handelswoche war von einigen Trendwenden am Markt gekennzeichnet. Die stärkste Trendumkehr markiert dabei der EUR, der zu Wochenstart heftig abwertete und sich bis zum Ende der Handelswoche angesichts der Hoffnung auf eine Rettung Griechenlands erholte. Die zentrale Frage in dieser Woche lautet daher: Wird der EUR weiterhin auf Erholungskurs bleiben oder erreicht das Währungspaar EUR/USD neue Tiefstände?

Am Donnerstag überraschte die US-Notenbank Federal Reserve die Märkte mit einer Anhebung des Diskontsatzes. Der USD stieg im Anschluss sprunghaft an. Die Erhöhung stellt einen weiteren Schritt zur Normalisierung bei der Kreditvergabe durch die US-Notenbank dar.

Der USD wertete gestern gegen den EUR ab, während die Spannung an den Märkten im Euroraum aufgrund neuer Spekulationen über eine mögliche Rettungsaktion für Griechenland abnahm. Darüber hinaus förderten positive Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone am Dienstag die Risikobereitschaft der Investoren, die auf gewinnträchtige Währungen und Rohstoffanlagen setzten.

Die aktuelle Handelswoche begann bei verhältnismäßig dünnen Handelsumsätzen. Eine Änderung ist jedoch bereits in Sicht. Heutige Veröffentlichungen wie Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen für Februar sowie das US-Saldo der Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren im Monat Dezember werden voraussichtlich erhöhte Volatilität generieren. Des Weiteren bleibt die Schuldentilgung Griechenlands weiterhin zentrales Thema an den Märkten.

Heute erwartet die Marktteilnehmer ein eher ruhiger Handelstag, während den EUR weiterhin Sorgen um den hoch verschuldeten Mitgliedsstaat Griechenland belasten. Darüber hinaus ist nach wie vor offen, welche Form das angekündigte Hilfsversprechen der EU für Athen annehmen wird. Der EUR bleibt also weiterhin unter Druck.

Am Donnerstag kletterte der USD auf ein 7-monatiges Hoch gegen den EUR, nachdem die europäischen Staats- und Regierungschefs beim gestrigen EU-Sondergipfel Griechenland zwar ihr Hilfsversprechen gaben, sich jedoch noch nicht über die Hilfsinstrumente einigten. Darüber hinaus fand der Dollar Unterstützung im überraschend positiv ausgefallenen am Donnerstag veröffentlichten Bericht des US-Arbeitsministeriums. Aus diesem ging hervor, dass sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 6. Februar um 43.000 auf 440.000 verringerte hat und damit über den Erwartungen der Experten lag.

Im Overnight-Geschäft verzeichnete der EUR einen leichten Kursanstieg gegen die Hauptwährungen. Händler halten sich jedoch nach wie vor in Bezug auf EUR-Anlagen zurück, insbesondere im Vorfeld des heutigen EU-Sondergipfels zur Schuldenkrise Griechenlands.

Der USD wertete am gestrigen Dienstag weiter gegen den EUR ab, während am Markt über einen möglichen Rettungsplan für das verschuldete Griechenland spekuliert wurde. Im weiteren Handelsverlauf verzeichneten sowohl Rohöl als auch Edelmetalle Kursgewinne. Um 16:00 Uhr erwarten die Anleger heute die Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Ausschuss des Repräsentantenhauses für Finanzdienstleistungen in Washington zum bevorstehenden Auslaufen der Notfallhilfen für die Finanzwirtschaft. Marktteilnehmer gehen von entsprechend hoher Volatilität zum Zeitpunkt der Anhörung aus. Händler sollten aufmerksam bleiben.

Nur einige wenige Konjunkturdaten stehen auf der Dienstags-Agenda. Entsprechend begegnen Händler heute schwachen Handelsbedingungen und einer geringen Liquidität. Insgesamt werden die in dieser Woche zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten voraussichtlich wenig Bewegung am Markt auslösen und zu einem gemäßigten Preisverhalten führen. Nach der leichten Höhernotierung des EUR am Montag, erwarten viele Anleger für die Gemeinschaftswährung eine anschließende Kurskorrektur nach unten. Insbesondere das Thema Staatsverschuldung und Staatsausgaben in Griechenland und Portugal schaffen eine sich rapide verschlechternde Stimmung in der Eurozone.

Am vergangenen Freitag kletterte der USD zum EUR nach Veröffentlichung der jüngsten Zahlen zum US-Arbeitsmarktbericht auf ein 8-Monatshoch. Hingegen belasten europäische Konjunktursorgen den Markt. Händler verlagern ihre Positionen von Währungen, die höhere Erträge abwerfen, auf sichere Investitionen wie US-Dollar und japanischer Yen.

Nach einem hochgradig intensiven Donnerstag, an dem der Goldpreis unter $1,060 pro Feinunze und Rohöl bis auf $72,40 pro Barrel abrutschte und das Währungspaar EUR/USD auf die Marke von 1,3670 fiel, erwartet die Marktteilnehmer ein weiterer spannender Handelstag vor dem Wochenende. Wie an jedem ersten Freitag im Monat, werden auch heute wie gewohnt um 14:30 Uhr die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten „Non-Farm Payrolls“ veröffentlicht.

Der USD wertete am Mittwoch gegenüber den Hauptwährungen auf und näherte sich im Anschluss an überraschend positive US-Konjunkturdaten seinem höchsten Stand zum EUR seit dem vergangenen Sommer.

Australiens Notenbank überraschte die Marktakteure gestern mit ihrem Verzicht auf eine Zinserhöhung. Überdies brachten positive US-Konjunkturdaten dem Ölpreis in den vergangenen zwei Tagen einen Preissprung von über 5,5%.

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer heute eine Reihe bedeutender Wirtschaftsindikatoren aus den USA, die einen verhältnismäßig hohen Einfluss auf den heutigen Handel nehmen werden. Die Zahlen zu den Persönlichen Ausgaben und zum Persönliche Einkommen in den USA für den Monat Dezember um 14:30 Uhr werden die Märkte beeinflussen, haben in der Regel jedoch nicht die gleiche Wirkung wie der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes (Januar), der um 16:00 Uhr veröffentlicht wird. Forex-Händler sollten diese Indizes gut im Auge behalten. Viele Anleger gehen von einem kurzfristigen USD-Abwärtstrend im Laufe des heutigen Handelstages aus. Die vorgenannten Indikatoren werden zeigen, welchen Trend der USD tatsächlich einschlägt.