2010-02-01
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Abwärtstendenzen für USD heute?
Der USD startet in die neue Handelswoche bei einer verhältnismäßig zinsbullischen Ausgangsposition. Bei gleich bleibenden Kursgewinnen gegen EUR und GBP testet der Dollar somit eine Reihe psychologisch wichtiger Marken. Zum EUR kletterte der USD bis auf 1,3860 und bleibt seit heute Morgen auf diesem Level stabil. Am deutlichsten wertete die US-Währung jedoch zum Pfund Sterling auf. In den ersten Handelsstunden des heutigen Tages kletterte der Dollar hier kontinuierlich um insgesamt 70 Punkte in die Höhe. GBP/USD handelt nun um 1,5930 von zuvor 1,6000.
Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer heute eine Reihe bedeutender Wirtschaftsindikatoren aus den USA, die einen verhältnismäßig hohen Einfluss auf den heutigen Handel nehmen werden. Die Zahlen zu den Persönlichen Ausgaben und zum Persönliche Einkommen in den USA für den Monat Dezember um 14:30 Uhr werden die Märkte beeinflussen, haben in der Regel jedoch nicht die gleiche Wirkung wie der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes (Januar), der um 16:00 Uhr veröffentlicht wird. Forex-Händler sollten diese Indizes gut im Auge behalten. Viele Anleger gehen von einem kurzfristigen USD-Abwärtstrend im Laufe des heutigen Handelstages aus. Die vorgenannten Indikatoren werden zeigen, welchen Trend der USD tatsächlich einschlägt.
Angesichts der fallenden Rohstoffpreise und einer anhaltenden Dollar-Stärke ist eine Kurskorrektur nach unten nicht unwahrscheinlich. Während die heute zu veröffentlichen Indikatoren dem für Freitag erwarteten NFP-Bericht in ihrer Bedeutung nicht gleichkommen, könnten sich Intraday-Händler die heutigen Kursbewegungen im Anschluss an die Veröffentlichung der Indizes zu Nutze machen.
EUR – EUR bleibt Wirtschaftskalender heute fern
Der EUR hat schon bessere Zeiten gesehen. Auch heute sind die Tendenzen der Gemeinschaftswährung eher rückläufig. Die Währung der 16 Nationen verzeichnet seit den frühen Morgenstunden erneute Kursverluste gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Einzige EUR-Aufwärtsbewegungen werden gegen das Pfund Sterling deutlich. Das Währungspaar EUR/GBP handelt aktuell nahe der Marke von 0,8700. Am vergangenen Freitag wurde hier noch ein Rekordtief bei 0,8600 ausgegeben.
Das hoch verschuldete Griechenland lastet weiterhin auf der Eurozonen-Währung. Dennoch, ist die Finanzkrise nach Einschätzung von EBZ-Chef Jean-Claude Trichet in der Eurozone gut gemeistert worden, so Trichet bei einer Podiumsdiskussion in der vergangenen Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Für heute bleibt die Eurozone nahezu fern vom Wirtschaftskalender. Dies könnte der europäischen Gemeinschaftswährung erneute Abwärtstendenzen verleihen.
Angesichts der Vielzahl an Indizes aus den USA und Großbritannien könnte der EUR im Falle von negativen Ergebnissen wiederum profitieren. Die wichtigsten Veröffentlichungen des Tages stellen die ISM-Indizes des verarbeitenden Gewerbes aus den USA und Großbritannien dar.
JPY – Wachstumsregion Asien/Pazifik und Risikoaversion lassen JPY aufwerten
Der japanische Yen reagierte in der vergangenen Woche positiv auf eine Reihe wichtiger Wirtschaftsindikatoren des Inselstaats. Bei kontinuierlichen Aufwärtstendenzen gegen die Hauptwährungen scheint der JPY auch heute wieder zu den Nutznießern am Markt zu zählen. Bereits heute Morgen wertete der Yen um 50 Punkte zum USD auf und handelt nun um die Marke von 90,00, um 70 Punkte kletterte der JPY zum EUR bis auf 124,80 in die Höhe sowie um 45 Punkte zum GBP bis auf die Marke von 143,60.
Das Wachstumspotenzial im asiatisch-pazifischen Raum für Staaten wie Australien und Neuseeland profitiert zweifelsohne von der positiven Stimmung, die sich derzeit um den Yen eingestellt hat. Der Kursanstieg des JPY steht jedoch gleichzeitig für eine eingetrübte globale Stimmung an den Märkten sowie für eine vorherrschende Risikoaversion der Anleger weltweit. Möglicherweise ist es die Verbindung dieser beiden Faktoren, die dem Yen solch starken Auftrieb bringt. Sollten die Indizes aus den USA und Großbritannien die Erwartungen der Marktteilnehmer enttäuschen, könnte der JPY weiterhin an Boden gegen die Hauptwährungen gut machen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Bollinger Bands auf der 2-Stunden-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Aktuell verdeutlicht ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass dieses Währungspaar fällig für eine deutliche Kurkorrektur nach oben ist. Mit einem 4-Stunden-RSI im „überkauftem“ Bereich, könnte Kaufen eine gute Entscheidung für heute sein.
GBP/USD
Aktuell wird ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutlich. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich eine Aufwärtsausrichtung einstellt. Da der Preis bereits in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedreht hat und der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart neue zinsbullische Cross ausgibt, könnte es bei diesem Währungspaar richtig sein, während des gesamten Handelstages bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzen.
USD/JPY
Die technischen Oszillatoren dieses Paares sind derzeit neutral ausgerichtet. Eine eindeutige Richtung für USD/JPY ist schwer zu erkennen. Dennoch bewegt sich der Preis nahe des „überkauften“ Bereichs des RSI auf der Tages-Chart. Langfristig könnte sich Aufwärtsdruck ergeben. Demnach ist es voraussichtlich ratsam, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Dieses Paar hat die Fibonacci-Schlüsselmarke von 1,0600 durchbrochen. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart deuten auf ein Fortdauern der Aufwärtstendenz hin. Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass der Preis die obere Grenze der Bollinger Bands überschritten hat. Auch dies ist ein Anzeichen dafür, dass der momentane Trend sich fortsetzen kann. Der nächste Richtpreis liegt womöglich bei 1,0685.


