2010-02-04

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Überraschend positive Konjunkturdaten lassen USD aufwerten
Am Mittwoch wertete der USD nach Veröffentlichung positiver US-Konjunkturdaten gegen die Hauptwährungen wieder auf. Zuvor verzeichnete Verluste zum EUR konnte die US-Währung ausgleichen, als am Mittwochnachmittag laut Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) die Beschäftigung im US-Privatsektor im Januar nicht so stark wie befürchtet gesunken war. Ein weiteres positives Konjunktursignal setzte der ISM-Index für die Geschäftsaktivität im nicht-verarbeitenden Gewerbe der USA. Hier wurden die Markterwartungen zwar enttäuscht – der gewichtete Sammelindex stieg laut Institute for Supply Management (ISM) nur leicht an, lag jedoch erstmals seit zwei Monaten wieder über der Wachstumsschwelle.
Der ICE Dollar Index, der den Wert des US-Dollars mittels eines handelsgewichteten Korbs vergleicht, wurde gestern mit 79,360 von zuvor 79,000 ausgegeben. Die positiven Konjunkturdaten aus den USA verstärken das Anlegervertrauen im Vorfeld des für Freitag erwarteten großen US-Arbeitsmarktberichts. Händler spekulieren wieder über eine eventuelle Leitzinsanhebung seitens der US-Notenbank Federal Reserve. Des Weiteren gelten das hoch verschuldete Griechenland sowie die Finanzlage in Portugal nach wie vor als Unsicherheitsfaktor für die Gemeinschaftswährung EUR. Zum japanischen Yen kletterte die US-Währung am Mittwoch bis auf ein 2-Wochen-Hoch.
Die Augen der Marktteilnehmer richten sich nun auf den am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden großen US-Arbeitsmarktbericht. Hier soll sich die Lage verbessert haben. Experten rechnen mit 20.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen im vergangenen Monat. Dies wäre der größte Zuwachs seit 2007. Zunächst werden heute um 14:30 Uhr die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche ausgegeben. Das Ergebnis des Indikators könnte Volatilität für den USD bedeuten, insbesondere, wenn die Zahlen den Erwartungen für Freitag widersprechen.

EUR – Schuldensorgen setzen EUR weiter unter Druck
Auch am Mittwoch galt das hoch verschuldete Griechenland nach wie vor als Unsicherheitsfaktor für die Gemeinschaftswährung EUR. Darüber hinaus setzt die schwierige Finanzlage in Portugal und Spanien den Euro stark unter Druck. Am Mittwochnachmittag in New York notierte der EUR bei $1,3904 von zuvor $1,3965 am späten Dienstag sowie bei 126,46 Yen von zuvor 126,20 Yen. Das Pfund Sterling rutschte von $1,5984 auf $1,5908 ab.
Die am Montag begonnene Erholung hatte der EUR zur Wochenmitte zunächst fortgesetzt, als die EU-Kommission für das hoch verschuldete Griechenland ihre Sparvorschläge vorgelegte, nach denen der Mitgliedsstaat aus der Finanzkrise geführt werden soll. Die Aufwärtstendenzen wurden gestern jedoch wieder gestoppt und die Gemeinschaftswährung rutschte zum USD bis nahezu auf ein 7-monatiges Tief ab. Der USD fand in positiven US-Konjunktursignalen Unterstützung.
Heute beraten sowohl die Bank of England (BoE) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) über ihren Hauptrefinanzierungssatz. Händler sollten ihre Augen offen halten: Wird Englands Notenbank ihr Programm für Anleihenkäufe weiterhin fortsetzen?

JPY – Schwache Asien-Pazifik-Daten stärken Yen
Japans Yen wertete in den heutigen Morgenstunden gegen 13 der 16 Hauptwährungen auf, nachdem enttäuschende Daten aus der asiatisch-pazifischen Region veröffentlicht wurden, darunter der stark rückläufige Einzelhandel in Australien sowie ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Neuseeland. In New York kletterte der Yen gestern von 126,42 auf 126,21 EUR. Zum Neuseeländischen Dollar wertete die japanische Währung um 0,6% auf 63,53 auf und verzeichnete einen 0,2%-igen Kursgewinn gegen den AUD bis auf 80,16.
Der Neuseeländische Dollar fiel deutlich gegen einen Großteil der Hauptwährungen, als bekannt gegeben wurde, dass die Zahl der Arbeitslosen in Neuseeland im 4. Quartal stark gestiegen war und damit ein neues Rekordhoch der letzten zehn Jahre erreicht hatte.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar gibt heute mäßig starke zinsbullische Signale aus. Ein neu entstandenes zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass eine Preisbewegung nach oben unmittelbar bevorsteht. Der Tages-RSI scheint in den „überkauften“ Bereich gedreht zu haben und bewegt sich stufenförmig aufwärts, was einem stark zinsbullisches Momentum gleichkommt. Auf steigende Kurse zu setzen könnte bei EUR/USD heute eine gute Entscheidung sein.

GBP/USD
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt ein neues zinsbullisches Cross an. Seitdem der Preis die untere Grenze der Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart erreicht hat, könnte nun eine Bewegung in Richtung obere Bollinger Bands erfolgen. Es besteht Aufwärtsdruck für dieses beliebte Währungspaar. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Kaufen.

USD/JPY
Die technischen Indikatoren dieses Paares sind derzeit neutral ausgerichtet. Das Paar handelt innerhalb einer zinsbullischen Spanne und hat jüngst seinen Höhepunkt erreicht, was bedeuten könnte, dass sich innerhalb der Spanne eine Kurskorrektur nach unten ergeben kann. Bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen, und das innerhalb der Handelsspanne, könnte bis zum Ende der Woche eine gute Wahl sein.

USD/CHF
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart hat hier ein rückläufiges Cross gebildet. Schon bald könnten sich für USD/CHF Abwärtstendenzen ergeben. Der Tages-RSI bewegt sich bereits aus dem „überkauften“ Bereich heraus. Hier besteht Abwärtsdruck. Bei diesem Paar auf fallende Kurse zu setzen, könnte heute die beste Strategie sein.

 

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