2010-02-12

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar steigt nach Arbeitslosen-Erstanträgen
Der USD konnte zuvor verbuchte Verluste gegen den Yen ausgleichen und darüber hinaus deutlich Boden gegen den EUR gutmachen. Dabei markierte der Dollar zur Gemeinschaftswährung ein neues Rekordhoch innerhalb der vergangenen drei Monate, nachdem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA überraschend stark zurückgegangen waren. Die Zahl der Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung fiel deutlicher als von Experten zunächst erwartet und ließen den USD wiederaufleben.
Bei einer Sondersitzung der Euro-Länder am Donnerstag hatte die EU ihre Unterstützung für das hoch verschuldete Griechenland zugesichert. Während das Schulden beladene Mitgliedsland die europäische Gemeinschaftswährung bereits seit Wochen belastet, hatte die EU-Ankündigung gestern an den Märkten in Europa und in den USA für Erleichterung gesorgt. An der Wall Street schloss der Dow-Jones-Index 1,1% im Plus bei 10,144 Punkten.
Angesichts der heutigen Konjunkturindikatoren aus den USA kann noch vor dem Wochenende mit hoher Volatilität am Markt gerechnet werden. Um 14:30 Uhr steht das Ergebnis zum US-Einzelhandelsumsatz für den Monat Januar auf der Agenda. Der Index ist ein wichtiger Indikator für Konsumentenausgaben und das Verbrauchervertrauen und gilt als ein Schrittmacher der US-Wirtschaft. Des Weiteren veröffentlicht die Universität Michigan um 15:55 Uhr ihren Index der Verbraucherstimmung für Februar (1. Umfrage).

EUR – EUR fällt – Griechenland-Maßnahmen womöglich ungenügend
Die europäische Gemeinschaftswährung erreichte gestern neue Tiefstände gegen die Hauptwährungen, insbesondere den USD. Nach dem EU-Sondergipfel am Donnerstag zeigten sich die Händler verunsichert. Gewissermaßen sorgte die Ankündigung einer Hilfestellung der Euro-Länder für Griechenland für Erleichterung an den Märkten in Europa und in den USA. Offen bleibt jedoch zunächst, welche Form diese Hilfe annehmen wird.
Der EUR verzeichnete gestern ebenfalls Kursverluste gegen den japanischen Yen und das Pfund Sterling. Der Handel fiel am Donnerstag insgesamt gering aus. Die möglichen Instrumente, Griechenland zu helfen, den Schuldenberg abzubauen, sind nach wie vor unklar. Der EUR fiel gegen den JPY um 0,6% auf 122,78 Yen. Zum Pfund Sterling verlor der EUR 1,1% und notierte hier bei 87,16 Pence.
Zur 5. Woche in Folge ergeben sich damit Kursverluste für die europäische Gemeinschaftswährung zum US-Dollar. Seit Wochen bringen die wachsenden Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten Griechenland, Portugal und Spanien den EUR unter Druck.
Zu später Handelsstunde am Donnerstag notierte der EUR mit -0,3% bei $1,3680. Das Tagestief lag zwischenzeitlich bei $1,3596. Ein Tageshoch um die Marke von $1,3801 wurde zuvor ausgegeben. Händler konzentrieren sich beim EUR aktuell auf eine Handelsspanne zwischen $1,3550 und $1,3500.

JPY – Asien-Börsen dank Marktoptimismus im Plus
Die Börsen in Südost-Asien reagierten mit Gewinnen auf die getroffene Vereinbarung beim gestrigen EU-Sondergipfel zur Hilfe Griechenlands. Der MSCI Asia Pacific Index ging zum ersten Mal in 4 Wochen mit einem Plus aus dem Handel. Japans 225-Nikkei-Index schloss 1,3% höher auf 10,092 Zähler, während der Hang Seng Index mit einem Plus von 0,4% zu den Gewinnern in Hongkong zählte.
Als großer Nutznießer der jüngsten Marktstimmungen und der Sorgen um die Konjunkturerholung in Europa geht in den vergangenen Wochen Japans Yen hervor. In Japan waren gestern hauptsächlich Export- und Rohstoffwerte begehrt. Obwohl die Verschuldung Japans höher ist als die Griechenlands, profitiert der japanische Inselstaat davon, dass er äußerst geringe Zinsen auf seine Schulden zahlt. Im Laufe des Handelstages setzten Händler beim EUR verstärkt auf fallende Kurse und eröffneten im Austausch JPY-Long-Positionen. In der Folge kletterte der Yen auf neue Höchststände.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Seit dem 3. Dezember 2009 halten die Abwärtstendenzen dieses Währungspaares bereits an. Zu später Handelsstunde gestern konnten leichte Anzeichen für bestehenden Aufwärtsdruck beobachtet werden. Laut Tages-RSI hat der Preis des Paares den „überkauften“ Bereich mittlerweile verlassen und verbleibt in einer aufwärts gerichteten Stellung. Dies bestätigt die jüngste Aufwärtsausrichtung. Kaufen könnte demnach eine gute Strategie für heute sein.

GBP/USD
Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass ein Abwärtstrend unmittelbar bevorsteht. Andererseits hat der Preis des Paares gerade in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedreht. Dies kann als Zeichen für Aufwärtsdruck gedeutet werden. Möglicherweise ergibt sich hier heute noch eine leichte Kurskorrektur nach unten. Voraussichtlich tritt die tatsächliche Trendwende am Anfang der kommenden Woche ein.

USD/JPY
Dieses Paar handelt weiterhin innerhalb einer zinsbullisch flachen Spanne und scheint einen Konsolidierungstrend eingeschlagen zu haben. Sobald die Konsolidierungsmarke bei 89,75 erreicht wird, ist davon auszugehen, dass die zinsbullische Handelsspanne ihre Gültigkeit beibehält. Kaufen könnte für heute die zu bevorzugende Strategie sein.

USD/CHF
Im Moment ist der Peis dieses Paares konsolidiert. Die Preisbewegungen scheinen kurzfristig unterbrochen. Stunden- und Tages-RSI erreichen mittlerweile die obere Grenze des „überkauften“ Bereichs. Das Wochen-Momentum verbleibt zwar in aufwärts gerichteter Stellung, die nächsten Preisbewegungen für heute lassen sich jedoch nicht klar erkennen. Eine gute Strategie könnte daher lauten: Warten Sie deutlichere Signale ab.

 

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