2010-02-15

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Händler konzentrieren ihre Positionen auf Safe-Haven-USD
Nach einer stark zinsbullischen Handelswoche für den US-Dollar, scheint sich der Aufwärtstrend auch in der anstehenden Woche fortzusetzen. Am heutigen Montag werden die USD-Bewegungen jedoch zunächst indirekt von Konjunkturdaten aus Übersee bestimmt, da in den USA die Börsen und der Anleihehandel wegen des Feiertags „President’s Day“ geschlossen bleiben.
Die anhaltenden Sorgen um Konjunkturaussichten und Wachstum in der Eurozone könnten dem USD gegenüber dem EUR wieder Unterstützung verleihen. Chinas Ankündigung zur weiteren Straffung der expansiven Geldpolitik im Land, veranlasst Investoren dazu, eine Verzögerung der globalen Konjunkturerholung zu befürchten. „Sichere“ Dollar-Anlagen werden von den Händlern entsprechend bevorzugt.
Im weiteren Wochenverlauf erwarten die Marktteilnehmer einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft. Marktbeobachter prognostizieren hier, dass insbesondere das FOMC-Protokoll der Sitzung vom 26./27. Januar, als auch die neuesten Zahlen zu den US-Baubeginnen und -genehmigungen den USD weiter stärken werden. Welchen Kurs der USD heute gegen die Hauptwährungen einschlagen wird, bleibt abzuwarten. Anleger sollten weitere Entwicklungen zunächst beobachten, bevor sie diesem Markt beitreten.

EUR – Griechenland-Rettungsplan belastet EUR-Handel
Obwohl sich die Euro-Länder grundsätzlich auf einen Rettungsplan für das hoch verschuldete Griechenland einigen konnten, zeigten sich die Händler in Bezug auf den EUR-Handel in der letzten Woche wenig begeistert. Zum Wochenende fiel die Gemeinschaftswährung auf ein 9-monatiges Tief gegen den USD. Diese Marktstimmung wird sich aller Voraussicht nach auch in der bevorstehenden Woche fortsetzen, bis die Details der Hilfestellung für Athen in den kommenden Tagen bei einem EU-Finanzministertreffen festgelegt werden.
Die Eurozone veröffentlicht heute keine bedeutenden Indizes. Händler eröffnen aktuell überwiegend Short-Positionen. EUR/USD handelt um die Marke von 1,3605, nahe der Tiefstände der letzten Woche. Darüber hinaus setzt die anhaltend schwierige Finanzlage in Portugal und Spanien den Euro ebenfalls unter Druck.

JPY – Chinas Geldpolitik drückt Japans Yen
Trotz unerwartetem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Japan im Schlussquartal 2009, belasteten weitere Konjunktursorgen des Inselstaats den japanischen Yen. Die Zahlen bestätigen zwar, dass sich Japans Wirtschaft weiterhin auf Erholungskurs befindet, Analysten erwarten jedoch eine Dämpfung des Wachstums in der ersten Jahreshälfte, da der Effekt der staatlichen Stimulierungsmaßnahmen langsam nachlässt und sich das stark Export abhängige Japan nach wie vor in einer Deflation mit anhaltend sinkenden Preisen befindet. Darüber hinaus scheinen sich die weiteren Schritte der Notenbank Chinas zur Straffung der Geldpolitik negativ auf die japanische Währung auszuwirken. Chinas Ankündigung zur weiteren Straffung der bislang expansiven Geldpolitik veranlasst Investoren dazu, eine Verzögerung der globalen Konjunkturerholung zu befürchten. Aktuell notiert USD/JPY um 90,18, nahezu 20 Punkte fester als zur Markteröffnung heute Morgen. Händler könnten hier auf steigende Kurse setzen, da die USD-Kursgewinne voraussichtlich kurzfristig anhalten werden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Während ein Großteil der Indikatoren dieses Paares im neutralen Bereich schwankt, wird EUR/USD aktuell innerhalb einer Spanne zwischen 1,3580 und 1,3620 gehandelt. Auf der 4-Stunden- und Tages-Chart bewegt sich der RSI auf den „überkauften“ Bereich zu – möglicherweise ein Zeichen dafür, dass sich hier im weiteren Tagesverlauf eine Kurskorrektur nach oben ergibt. Bei diesem Währungspaar könnte es eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD
Auf der Tages-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Auf der 2-Stunden-Chart gibt der MACD ein zinsbullisches Cross aus. Möglicherweise ergeben sich hier noch heute Aufwärtstendenzen. Kaufen könnte sich hier als richtige Wahl herausstellen.

USD/JPY
Dieses Paar handelt aktuell zwischen 90,00 und 90,30. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich im neutralen Bereich. Bei diesem Paar deutlichere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Strategie sein.

USD/CHF
Auf der Stunden-Chart bildet sich ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic. Der RSI der 4-Stunden-Chart schwankt bereits im „überkauften“ Bereich. Verkaufen könnte sich bei USD/CHF heute auszahlen.

 

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