2010-02-16

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar wieder stabil
Gestern ergaben sich für den USD Stabilisierungstendenzen. Dabei handelte die US-Währung auf hohem Niveau zum EUR. Das Währungspaar EUR/USD ist mittlerweile bis auf die Marke von 1,3578 abgerutscht und nähert sich somit einem neuen 9-Monatstief.
Während die US-Banken am gestrigen Montag aufgrund des Feiertages „President’s Day“ geschlossen blieben, fiel der USD-Handel bedingt dünn aus. Dennoch scheinen zwei Hauptursachen dem USD derzeit Unterstützung zu verleihen. Einerseits belasten die anhaltenden Sorgen um den hoch verschuldeten Mitgliedsstaat Griechenland die europäische Gemeinschaftswährung EUR nach wie vor. Investoren haben ihr Vertrauen in die Fähigkeiten der Eurozone und in die Erholung ihrer Konjunktur verloren. Entsprechend konzentrieren sie ihre Positionen derzeit auf die Safe-Haven-Währungen wie USD und japanischer Yen. USD-Kursgewinne zeichnen sich deutlich ab. Darüber hinaus steht der USD unter dem Einfluss des Rohölpreises. Die durchgängigen Kursverluste des Rohstoffs in den letzten vier Handelswochen, brachten dem Dollar Auftrieb.
Wichtigste Veröffentlichung aus den USA heute sind die Daten zum US-Saldo für Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren im Monat Dezember um 15:00 Uhr. Die Datenbank Treasury International Capital System misst die Differenzwert zwischen langfristigen ausländischen Sicherheitsanlagen, die von US-Bürgern gekauft und langfristigen US-Sicherheitsanlagen die von Ausländern gekauft werden. Der Bericht spiegelt das Vertrauen ausländischer Investoren in die US-Wirtschaft und nimmt demnach großen Einfluss auf den USD-Kurs. Sollte das Endergebnis über den Prognosen von 50,3 Mrd. liegen, wird der USD voraussichtlich einen weiteren Kursanstieg verzeichnen.

EUR – Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen auf Agenda
Der EUR setzt seinen Abwärtstrend gegen die Hauptwährungen fort. Kursverluste verzeichnete die Gemeinschaftswährung gestern gegenüber USD, Pfund Sterling und japanischem Yen. Zum USD fiel der EUR mittlerweile nahezu bis auf ein neues 9-Monatstief.
Ursache für diese Abwärtstendenzen sind hauptsächlich Sorgen, die in Zusammenhang mit der Gesamtverschuldung Athens und des drohenden Bankrotts des Mitgliedsstaates stehen. Bis auf weiteres bleiben die Hilfsinstrumente zur Rettung der Griechen unklar. Diese Unklarheit hemmt die Kursgewinne an den Finanzmärkten. EUR-Anleger bleiben verunsichert. Unweigerlich halten sich Händler derzeit an sichere Investitionen am Markt wie Dollar und Yen. Die beiden Safe-Havens gelten als die größten Nutznießer der aktuellen Entwicklungen, während die europäische Gemeinschaftswährung wenig Unterstützung findet.
Zu den entscheidenden Veröffentlichungen auf der heutigen Agenda zählen die ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschlands für den Monat Februar, die um 11:00 Uhr ausgegeben werden. Diese werden auf eine Umfrage unter rund 350 Analysten und institutionellen Anlegern gestützt, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland einschätzen. Analysten prognostizieren einen Rückgang auf 42,5 Punkte von zuvor 47,2 Zählern im Januar. Sollte sich die Konjunkturstimmung in Deutschland tatsächlich derart eintrüben, könnte der EUR-Abwärtstrend weiter anhalten. Zur selben Zeit werden Daten zur Konjunkturlage im Monat Februar veröffentlicht, die in der Regel jedoch weniger Einfluss auf die Märkte nehmen.

JPY – Positive BIP-Zahlen stärken JPY
Am gestrigen Handelstag wertete der Yen gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Deutlich kletterte Japans Währung gegen US-Dollar und Pfund Sterling in die Höhe. Zum EUR ergab sich ein Kursanstieg von 60 Punkten.
Auslöser hierfür war das japanische Wirtschaftswachstum, das im 4. Quartal 2009 gestiegen ist. Annualisiert kletterte die Wirtschaftsleistung um 1,1 % im Vorquartalsvergleich. Die Wiederbelebung des globalen Handels hat gleichzeitig die Nachfrage nach japanischen Exportgütern erhöht. Möglicherweise ist das konjunkturelle Erholungstempo in Japan etwas gestiegen. Wie zuvor erwähnt, profitiert Japans Yen von den gegenwärtigen Unsicherheiten an den europäischen Märkten. Griechenland ist und bleibt ein Unsicherheitsfaktor für die Gemeinschaftswährung EUR. Aktuell behält der Safe-Haven-Status des Yen weiterhin seine Gültigkeit am internationalen Markt.
Das Hauptaugenmerk von JPY-Händlern sollte sich heute auf den Bericht zum Tertiary Industry Activity-Index richten, der den monatlichen Gesamtwert der von japanischen Firmen erworbenen Dienstleistungen darstellt. Er gilt als viel beachteter Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Japan, der schnell auf Marktkonditionen reagiert. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, könnte der Yen neue Unterstützung finden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Auf den Charts wird leichter Widerstand zum jüngsten Abwärtstrend des Währungspaares deutlich. Auf der Wochen-Chart ist ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic-Oszillators zu erkennen. Dies könnte bedeuten, dass eine Preisbewegung nach oben bevorsteht. Die Oszillatoren der Tages-Chart bestätigen eine solche Tendenz. Die MACD gibt ein zinsbullisches Cross aus. Das Histogramm befindet sich oberhalb der 0-Linie, was Kauf-Signalen entspricht. Händler sollten ihre Short-Positionen angesichts einer möglichen Trendwende langfristig zurücknehmen.

GBP/USD
Der heftige Abwärtstrend dieses Paares scheint unterbrochen. Auf der Wochen-Chart zeigt der Slow Stochastic ein zinsbullisches Cross an, was ein Zeichen für eine mögliche Aufwärtsbewegung sein könnte. Der Preis hat die untere RSI-Schwelle auf der Wochen- und 2-Wochen-Chart überwunden. Händler könnten die 1,5745-Widerstandsmarke als nächsten Richtpreis anvisieren, um bei der anschließenden Trendwende auf fallende Kurse zu setzen.

USD/JPY
Auf der Tages-Chart wird eine gute Handelsgelegenheit für einen Abwärtstrend deutlich. Gestern verzeichnete dieses Paar Kursgewinne und setzte dem bisherigen Abwärtstrend kurzfristig eine Ende. Seither wurde der vorherige Abwärtstrend jedoch wieder aufgenommen. Händler könnten bei USD/JPY auf fallende Kurse setzen und 89,13 als Gewinnmitnahme-Level nutzen.

USD/CHF
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint auf den ersten Blick intakt, jedoch sind leichte Anzeichen einer Unterbrechung bereits erkennbar. Auf der Wochen-Chart bildet der Slow Stochastic bereits ein rückläufiges Cross, was ein Zeichen für eine mögliche Abwärtsbewegung sein könnte. Der RSI der 10-Tages- und Wochen-Chart hat seine aufwärtsgerichtete Trendlinie ebenfalls durchbrochen. Während die Preisbewegungen nach oben anhalten, könnten Händler ihre Long-Positionen langsam zurücknehmen.

 

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