2010-02-17

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar fällt aufgrund neuer Risikobereitschaft
Der USD wertete im gestrigen Handel gegen einen Großteil der Währungen ab. An den Märkten im Euroraum entspannte sich die Lage leicht und Investoren wagten sich an risikoreiche Anlagen heran. Der EUR verzeichnete den größten Preissprung innerhalb eines Tages gegen die US-Währung seit Juli letzten Jahres. Die größten Verluste verzeichnete der USD dabei gegen gewinnträchtige Währungen und Titel mit Rohstoffbezug wie den Australischen und Neuseeländischen Dollar. Das verbessertes Anlegervertrauen ließ die Aktien- und Rohstoffkurse gestern ansteigen.
Der Dollar-Index, der gewichtete Durchschnitt von sechs Währungen, fiel um 0,6% auf 79,634. Auch ein über den Erwartungen liegender Empire State Manufacturing-Index nahm wenig Einfluss auf den Markt, stützte jedoch die erhöhte Risikobereitschaft, die einsetzte, nachdem die europäischen Aktienmärkte merklich anzogen.
Heute stehen einige wichtige Konjunkturindikatoren auf der US-Agenda, darunter: US-Baubeginne und Baugenehmigungen im Januar um 14:30 Uhr sowie die US-Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung im Januar um 15:15 Uhr. Angesichts der gesteigerten Risikobereitschaft der Händler, könnte sich die allgemeine Stimmung am Markt deutlich aufhellen. Aufmerksam zu beobachten ist außerdem das um 20:00 Uhr zur Veröffentlichung ausstehende Protokoll der Sitzung vom 26./27. Januar des Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC). Möglicherweise gibt es erste Hinweise einer Straffung der aktuellen Währungspolitik in den USA.

EUR – Nachlassende Griechenland-Sorgen geben EUR Auftrieb
Die europäische Gemeinschaftswährung wertete um 1,3% auf $1,3768 auf. Leichte Unterstützung fand der EUR am Dienstag, als die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit nicht mehr hauptsächlich auf das Sorgenkind Griechenland richteten. Obwohl der gestern vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlichte Index für Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im Februar um 2,1 Punkte auf 45,1 Punkte gesunken ist, hatten Analysten mit einem deutlich stärkeren Rückgang auf 42,5 gerechnet. Im Vormonat wurde der Indikator noch mit 47,2 Zählern ausgegeben. Heute Morgen handelte der EUR bei $1,3769 von zuvor $1,3601 sowie bei 124,37 Yen von zuvor 122,34 Yen. Das Pfund Sterling notierte bei $1,5787 von zuvor $1,5661.
In Großbritannien erreichte die Jahresinflationsrate im Monat Januar den höchsten Stand seit November 2008. Im Vorjahresvergleich seien die Verbraucherpreise um 3,5% gestiegen, so die nationale Statistikbehörde am Dienstag in London.
Anleger sollten ihr Augenmerk heute noch einmal auf das Vereinigte Königreich richten. Hier stehen die folgenden Veröffentlichungen auf der Agenda: Protokoll der Sitzung des geldpolitischen Rats der Bank of England (BoE) vom 3./4. Februar, Arbeitsmarktdaten und Arbeitslosenquote (Januar) – je um 10:30 Uhr. Ergebnisse über den Erwartungen der Experten könnten dem Pfund Sterling Auftrieb geben.

JPY – Yen fällt angesichts globaler Konjunkturerholung
Der Yen fiel nahezu bis auf ein neues Rekordtief zum EUR. Anzeichen einer fortschreitenden globalen Konjunkturerholung brachten die asiatische Währung unter Druck und erhöhten die Risikobereitschaft unter den Anlegern. Heute Morgen handelte der Yen bei 124,34 zum EUR, von 124,12 in New York am Vortag. Das Tagestief wurde zwischenzeitlich mit 124,48, dem niedrigsten Stand seit dem 4. Februar, ausgegeben. Insgesamt wertete Japans Yen gegenüber 15 Hauptwährungen ab. Gegen den USD schloss die Inselstaatwährung bei 90,14. Japan bleibt dem Wirtschaftskalender heute fern. Entsprechend wird der Yen-Handel vorübergehend von den Bewegungen des USD und EUR bestimmt.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar lässt seit einigen Tagen einen deutlichen und beständigen Aufwärtstrend erkennen, der sich voraussichtlich zunächst fortsetzen wird. Die leichte Preiskorrektur auf der Tages-Chart lässt bereits nach und darauf schließen, dass die Wiederaufnahme eines zinsbullischen Trends unmittelbar bevorsteht. Bei Tiefständen zu kaufen könnte eine gute Strategie sein.

GBP/USD
Seit der letzten Preisbewegung nach oben, hat sich dieses Paar um die 1,5770-Marke konsolidiert. Die Stunden-Charts geben bärische Signale aus, die darauf deuten, dass die Wiederherstellung eines rückläufigen Momentums fällig ist. Verkaufen könnte hier heute von Vorteil sein.

USD/JPY
Auf der Tages-Chart zeigt dieses Paar bereits seit einiger Zeit ein anhaltend zinsbullisches Momentum an. Auch heute ergibt sich kein Trendumschwung dazu. Obwohl die Anzeichen nicht deutlich sind, könnte der nächste Richtpreis dieses Paares bei 91,00 liegen. Demnach könnte sich Forex-Anlegern die Möglichkeit bieten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF
Dieses Paar gab in den vergangenen zwei Tagen rückläufige Tendenzen aus und wird momentan bei 1,0650 gehandelt. Die Oszillatoren der Charts deuten für heute größtenteils auf eine Preiskorrektur nach oben hin. Auch der RSI der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Kaufen könnte eine gute Entscheidung sein.

 

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