2010-02-22

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD steigt aufgrund positiver US-Konjunkturdaten
In der vergangenen Handelswoche wertete der USD überwiegend auf. Dabei kletterte die US-Währung auf ein 9-Monatshoch gegen den EUR. Das Währungspaar EUR/USD fiel bis auf die Marke von 1,3445 ab. Auch zum Pfund Sterling und Japans Yen verzeichnete der USD in der letzten Woche Kursgewinne.
Ein sich neu einstellender US-Konjunkturoptimismus stärkte den Dollar im Wochenverlauf, während überwiegend positive Daten aus der US-Wirtschaft veröffentlicht wurden. Der letzte Bericht zum US-Saldo von Wertpapierkäufen und -verkäufen ausländischer Investoren zeigte, dass das Anlegervertrauen in die US-Wirtschaft wieder wächst. Darüber hinaus verdeutlichte das Endergebnis der US-Baugenehmigungen im Januar kontinuierliche Fortschritte im Bereich des US-Wohnungswesens. Angesichts der Tatsache, dass die Immobilienbranche in den USA als einer der Katalysatoren der Finanzkrise gilt, stützen positive Zahlen hier stets die US-Währung.
Des Weiteren hat sich der Anstieg der US-Verbraucherpreise laut US-Arbeitsministerium im Januar stabilisiert. Der Verbraucherpreisindex stieg gegenüber dem Vormonat um 0,2%, während Experten eine Preiserhöhung um 0,3% erwartet hatten.
In dieser Woche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf der Agenda. Wichtigste Indikatoren darunter: US-Verbrauchervertrauen, US-Neubauverkäufe, Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter sowie die vorläufigen Zahlen zum BIP. Solange die USA positive Konjunkturdaten veröffentlichen, wird der US-Dollar seinen Aufwärtstrend gegen die Hauptwährungen voraussichtlich fortsetzen.

EUR – Spekulationen um Griechenland-Rettung stützen EUR
In der letzten Woche ergab sich für den EUR ein verlustreicher Handel. Erst kurz vor dem Wochenende konnte die Gemeinschaftswährung etwas Boden gegen die Hauptwährungen gutmachen. Zum Pfund Sterling und japanischen Yen konnten deutliche Aufwärtstendenzen beobachtet werden.
Die Kursverluste zu Wochenbeginn ließen sich zunächst auf die Besorgnis um das Staatsdefizit Griechenlands zurückführen. Die hohen Staatsschulden des Mittelmeerstaates und weiterer hoch verschuldeter EU-Mitgliedsländer veranlassen Investoren dazu, auf eine Inflationserhöhung der EU zu spekulieren. Darüber hinaus ist die Risikobereitschaft am Markt gedämpft. Händler halten nach Safe-Havens wie USD und JPY Ausschau.
Im Euroraum hofft man jedoch darauf, dass Griechenland seine Schuldenkrise unter Kontrolle bekommt. Laut einem Zeitungsbericht der französischen Zeitung „Le Monde“ ohne Quellenangabe am Freitag, schätzen Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Kosten einer wirksamen Hilfsaktion für das stark verschuldete Euroland Griechenland auf 20 bis 25 Mrd. Dollar. Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) in den vergangenen Wochen öffentlich erklärte, dass der IWF nicht die richtige Organisation zur Rettung Griechenlands sei, schließt Griechenland IWF-Hilfen nicht gänzlich aus. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und einige Vertreter der Eurozone sprachen sich hingegen vehement gegen IWF-Hilfen aus. Hauptursache für die Abwärtstendenzen des EUR waren in der letzten Woche somit überwiegend Sorgen, die in Zusammenhang mit der Gesamtverschuldung Athens und des drohenden Bankrotts des Mitgliedsstaates stehen. Neueste Spekulationen über einen Rettungsplan für die Griechen riefen Optimismus unter EUR-Händlern hervor und ließen den EUR zum Wochenende wieder aufwerten.
Wichtigster Index aus dem Euroraum in dieser Woche ist der am Dienstag zur Veröffentlichung ausstehende Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland, der das monatliche Ergebnis einer Umfrage unter rund 7.000 Unternehmen in Bezug auf die Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage sowie die Erwartungen für die nächsten 6 Monate ausgibt. Ein positives Ergebnis könnte dem EUR weiteren Aufschwung verleihen. Anleger sollten weitere Entwicklung rund um Rettungsaktionen für das hoch verschuldete Griechenland aufmerksam beobachten. Dieses Thema scheint aktuell den größten Einfluss auf die Bewegungen des EUR am Markt zu haben.

JPY – Yen rutscht gegen Hauptwährungen ab
In der vergangenen Handelswoche wertete der Yen gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab. Die deutlichsten Kursverluste verzeichnete der JPY dabei gegen den US-Dollar. Das Währungspaar USD/JPY zog um rund 300 Punkte an.
Diese Abwertung führten Marktbeobachter auf drei Hauptursachen zurück. Zum einen belasteten die kräftigen Kursgewinne an den japanischen Aktienmärkten den Safe-Haven-Status des Yen. Darüber hinaus beließ die Bank von Japan (BoJ) ihre Zinssätze in der letzten Woche unverändert bei 0,10%, der niedrigsten Rate in der Gruppe der Industrienationen. Japans Regierung bevorzugt einen schwachen Yen, um die Erholung der japanischen Wirtschaft durch einen gesteigerten Export voranzutreiben. Schließlich geriet Japans Yen aufgrund der positiven Konjunkturdaten aus den USA erneut unter Druck. Händler orientierten sich etwas weniger an „sicheren“ Anlagen wie dem Safe-Haven-Yen.
Anleger sollten in der anstehenden Handelswoche besonders auf die folgenden beiden Indikatoren aus Japan achtgeben: Handelsbilanz und Einzelhandelsumsätze. Positive Indexstände würden auf eine Expansion der wirtschaftlichen Tätigkeit Japans deuten und könnten den Yen stützen. Der Umsatz des Einzelhandels gilt als grundlegendes Maß für das Konsumverhalten, auf das die Märkte in der Regel umgehend reagieren. Analysten zufolge sind die Umsätze im Monat Januar etwas zurückgegangen. Sollte das Ergebnis der Prognose entsprechen, könnte der Yen wieder abwerten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart deutet mit einem rückläufigen Cross auf eine Preiskorrektur nach unten, die in Kürze einsetzen könnte. Die fallende Tendenz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD
Die Tages-Chart gibt für GBP/USD unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Mittlerweile hat sich jedoch ein neues rückäufiges Cross des 4-Stunden-Slow Stochastic herausgebildet, das innerhalb des nächsten Zeitfensters eine Preiskorrektur nach unten vermuten lässt. Verkaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.

USD/JPY
Dieses Paar zeigte sich in den vergangenen zwei Wochen äußerst zinsbullisch. Der Trend könnte sich jedoch bereits heute ändern. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich USD/JPY inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine Kurskorrektur nach unten jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.

USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich für USD/CHF fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Auf der 4-Stunden-Chart wiederum verdeutlicht ein neu entstandenes zinsbullisches Cross des Slow Stochastic, dass sich eine Preiskorrektur nach oben ankündigt. Eine gute Strategie lautet möglicherweise: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

 

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