2010-02-24

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Wichtige US-Konjunkturdaten lösen USD-Volatilität aus
Da die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten heute aus den USA kommen, erwarten die Anleger eine erhöhte Dollar-Volatilität, insbesondere gegenüber dem EUR und Japans Yen. Am gestrigen Dienstag konnte der Dollar seine Aufwärtstendenzen gegen die europäische Gemeinschaftswährung aufrechterhalten und notierte hier bei 1,3500.
Trotz leichter Kurskorrektur nach oben für das Währungspaar EUR/USD, gehen Analysten kurzfristig von nur wenigen Aufwärtsbewegungen aus. Im Gegenzug verzeichnete der USD gegen Japans Yen Kursverluste, während Händler gestern den Safe-Haven-Yen gegenüber dem derzeit ebenfalls als „sicher“ geltenden Dollar bevorzugten. Das Währungspaar USD/JPY rutschte um über 60 Punkte ab, bevor es sich um die Marke von 90,20 einpendelte.
Heute richten Anleger ihr Augenmerk auf die Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses. Nach der überraschenden Diskontsatz-Erhöhung zum Ende der letzten Handelswoche, bleibt es in Bezug auf den zukünftigen geldpolitischen Kurs der Währungshüter in den USA spannend. Eine zinsbullisch getönte Stellungnahme des Chefs der Fed kann dem USD weitere Unterstützung verleihen.
Darüber hinaus werden die neuesten Zahlen zu den US-Neubauverkäufen im Januar veröffentlicht. Sollte der Indexstand wie prognostiziert positiv ausfallen, könnte der USD zusätzlichen Auftrieb erfahren. Nicht zu vergessen bleibt, dass der US-Immobilienmarkt nach wie vor schwach ist. Ein enttäuschendes Ergebnis dämpft das Anlegervertrauen in die US-Währung womöglich, wovon Japans Yen wiederum profitieren könnte.

EUR – Negative Konjunkturdaten aus der Eurozone bringen EUR Verluste
Nachdem gleich mehrere Konjunkturindikatoren aus dem Euroraum die Erwartungen der Marktteilnehmer enttäuschten, stellten sich in der Folge unmittelbare Kursverluste für den EUR ein. EUR/GBP fiel im gestrigen Handelsverlauf um über 80 Punkte, bevor sich das Währungspaar im Overnight-Geschäft wieder stabilisierte. EUR/JPY gab ebenfalls nach und handelt aktuell bei 122,25 von zuvor 124,45.
Vor dem Hintergrund der Schuldenprobleme Griechenlands sowie weiterer südeuropäischer EU-Länder scheint es für den EUR momentan keinen Halten zu geben. Negative Konjunkturdaten gießen dabei lediglich weiteres Öl ins Feuer.
Wichtigste Veröffentlichung aus dem Euroraum heute ist der Auftragseingang in der Industrie der Eurozone im Monat Dezember um 11:00 Uhr. Dieser Bericht ist ein viel beachteter Frühindikator für die Produktion in den Eurozonen-Staaten und könnte Aufschluss über die aktuelle finanzwirtschaftliche Lage dieser geben.
Augenblicklich scheint Europas Gemeinschaftswährung aus ihrer aktuellen Durststrecke nicht heraus zu brechen. Während ein Großteil der Analysten einen Rückgang der Industrieproduktion prognostizieren, werden sich die Investoren voraussichtlich schwer tun, sich am heutigen Handelstag allzu risikofreudig zu zeigen.

JPY – Risikoaversion führt zu Yen-Gewinnen
Angesichts enttäuschender Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA, konnte am gestrigen Handeltag eine erhöhte Risikoaversion unter den Anlegern beobachtet werden. Nutznießer aus dieser Stimmung war wiederum Japans Save-Haven-Yen. Dabei wertete der JPY deutlich gegen Dollar, Euro und Pfund Sterling auf. Dieser Aufwärtstrend scheint sich auch am heutigen Mittwoch fortzusetzen.
Möglicherweise profitiert die Inselstaatwährung von Kursschwankungen, die sich rund um Bernankes Anhörung einstellen können. Yen-Händler sollten das Geschehen im Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses in Washington aufmerksam verfolgen. Jede US-Tendenz, die konjunkturell rückläufig ist, kann für den JPY von Vorteil sein. Ein optimistischer Ben Bernanke könnte zu einer Erhöhung der Risikobereitschaft am Markt führen und in der Folge dem Yen Kursverluste bescheren.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Währungspaar handelt seit Mitte Januar innerhalb einer rückläufigen Spanne. Langsam werden jedoch erste Anzeichen einer Auflösung der Handelsspanne deutlich. Nach einem leichten Kursabfall gestern, scheint das Paar ein weiteres Mal vor einer Kurskorrektur nach oben zu stehen. Ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Zu früher Handelsstunde auf steigende Kurse zu setzen könnte bei EUR/USD heute eine gute Entscheidung sein.

GBP/USD
Die Bollinger Bands auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart beginnen sich zu verdichten, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart gibt ein rückläufiges Cross direkt auf der 80-Linie des Indikators aus. Dies kann als Zeichen für eine Abwärtsbewegung gedeutet werden. Andere Indikatoren lassen wiederum keine deutliche Ausrichtung erkennen. Eine gute Taktik könnte hier lauten: Den abwärtsgerichteten Durchbruch abwarten, um im Anschluss einzusteigen.

USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic, dass sich bereits in Kürze eine aufwärts gerichtete Preiskorrektur ergeben könnte. Der Preis bewegt sich darüber hinaus im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart, was den vorgenannten Trend bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Wahl bei USD/JPY sein.

USD/CHF
Dieses Paar handelt jüngst innerhalb einer zinsbullischen Handelsspanne und scheint diesen Trend auch heute aufrechtzuerhalten. Nach einem kurzen Kursabfall gibt der Slow Stochastic auf der Stunden-Chart nun ein zinsbullisches Cross aus. Der 4-Stunden-Slow Stochastic zeigt wiederum ein rückläufiges Cross an. Diese offenbar im Widerspruch stehenden Indikatoren spiegeln lediglich eine Fortsetzung der zinsbullischen Handelsspanne mit ausgeprägten Hoch- und Tiefpunkten wider. Bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen innerhalb der Handelsspanne, kann eine gute Wahl für heute sein.

 

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