2010-02-25
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Neubauverkäufe auf Rekordtief
Der USD wertete am Mittwoch deutlich gegen Yen und EUR ab, nachdem die US-Neubauverkäufe im Januar auf ein Rekordtief gefallen waren. Die Marktunsicherheit unter den Anlegern erhöhte sich unverzüglich. Im Vergleich zum Vormonat sind die US-Neubauverkäufe im Januar laut US-Handelsministerium um 11,2% eingebrochen. Im Anschluss an die Veröffentlichung kletterte das Währungspaar EUR/USD um über 30 Punkte in die Höhe, bevor leichte Kurskorrekturen zu beobachten waren. Aktuell handelt das Paar bei 1,3490. Ähnlich rutschte das Paar USD/JPY um nahezu 80 Punkte ab, was das beliebte Cross auf die Marke um 89,60 drückte.
Der Dollar blieb im weiteren Tagesverlauf unter Verkaufsdruck. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die US-Zinssätze noch einige Zeit auf niedrigstem Niveau gehalten werden. Ursache hierfür waren die Worte von US-Notenbankchef Ben Bernanke in seiner Anhörung vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses in Washington am Mittwochnachmittag. Durch die US-amerikanische Niedrigzinspolitik verliert der Dollar für Investoren an Attraktivität gegen höher verzinsliche Währungen, Aktien und Rohstoff-Anlagen. Die derzeitige Konjunkturerholung scheint sich nicht in dem von vielen Investoren erhofften Tempo zu vollziehen. Die Hauptwährungen passen sich als Ergebnis dessen an die Entwicklungen den Aktienmärkten an.
Wichtigste Indikatoren aus der US-Wirtschaft heute sind die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche sowie der US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Januar. Beide Indizes werden um 14:30 Uhr ausgegeben. Händler, Augen auf! Sollte die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den USD kurzfristig in die Höhe treiben. Darüber hinaus sollten Anleger die für 15:00 Uhr angesetzte Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik nicht verpassen. Bernankes Worte sind wie gewöhnlich von großer Bedeutung und könnten hohe Kursschwankungen für den Dollar auslösen. Anleger sollten die Bewegungen der US-Währung demnach nicht aus den Augen verlieren, nach denen sich die Dollar-Tendenzen bis zum Ende der Handelswoche bestimmen lassen.
EUR – Deutsche Arbeitsmarktdaten auf der Agenda
Der EUR beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Währungskontrahenten. Die Währung der 16 Nationen handelte dabei nahezu unverändert gegen den USD und schloss bei 1,3490. Zum GBP wertete der EUR im Rahmen eines volatilen Handels leicht auf und notierte hier bei 0,8785.
Zuvor markierte der EUR ein neues 9-Monatstief zum USD bei $1,3440. Ursache hierfür waren die anhaltenden Sorgen um das hoch verschuldete Griechenland. Wegen seiner hohen Staatsverschuldung stufte die Ratingagentur Fitch am Dienstag die Ratings für die vier größten griechischen Banken herab. Darüber hinaus soll sich die deutsche Konjunkturerwartung jüngsten Zahlen zufolge im März deutlich eintrüben. Laut aktueller Studie sinkt der Indikator für das deutsche Konsumklima im März ebenfalls leicht.
Das Pfund Sterling wertete gestern zum USD um 0,2% auf $1,5430 auf, nachdem sich am Dienstag zunächst Kursverluste ergeben hatten. Auslöser hierfür waren Aussagen der Währungshüter der Bank of England, nach denen Großbritanniens Konjunktur nach wie vor auf dem Prüfstand stehe und weitere außergewöhnliche geldpolitische Maßnahmen der Notenbank möglich bleiben.
Für heute ist und bleibt die wichtigste Veröffentlichung aus der Eurozone mit größten Einfluss auf den EUR und seine Crosse der Bericht der Bundesagentur für Arbeit zu den Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar – die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen sowie Arbeitslosenquote. Die Marktteilnehmer gehen entsprechend von einer erhöhten EUR-Volatilität aus. Händler sollten am Markt aufmerksam bleiben, da sich hervorragende Gelegenheiten bieten könnten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung der Indikatoren ergeben.
JPY – JPY fester gegen die meisten Hauptwährungen
Für Japans Yen ergab sich gestern ein zinsbullischer Handelstag mit Kursgewinnen gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Zum EUR baute der JPY seine Kursgewinne am Mittwoch aus und schloss bei 120,90. Gegenüber dem USD ergaben sich für die Inselstaatwährung ebenfalls Aufwärtstendenzen. Der JPY kletterte um über 80 Punkte in die Höhe und notierte hier bei 89,60.
Der JPY-Kurs wird aktuell vorwiegend von den Tendenzen seiner primären Währungspaare bestimmt. Allem Anschein nach werden USD und EUR ihren volatilen Handel gegenüber dem japanischen Yen für heute fortsetzen. JPY-Anleger sollten ihr Augenmerk auf Nachrichten aus den USA und Europa richten. Von besonderer Bedeutung ist dabei der US-Arbeitsmarktbericht, der um 14:30 Uhr veröffentlicht wird. Darüber hinaus könnte es hilfreich sein, auch unplanmäßige Stellungnahmen seitens der japanischen Regierung zu verfolgen, die dem JPY zusätzlich Volatilität verleihen können.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die jüngste Abwärtsbewegung dieses Paares hat den EUR/USD-Kurs bis in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden- und Stunden-Chart gedrückt und verdeutlicht bestehenden Abwärtsdruck. Auch das jüngste zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
GBP/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines Abwärtstrends und ist in den letzten zwei Tagen um nahezu 300 Punkte abgerutscht. Alle Oszillatoren der Stunden-Chart sind abwärts geneigt und zeigen an, dass der Trend weiteres Potenzial in sich zu tragen scheint. Der nächste Richtpreis könnte somit bei 1,5250 liegen.
USD/JPY
Slow Stochastic und RSI der 4-Stunden-Chart deuten auf ein Fortbestehen der derzeitigen Kurskorrektur nach unten hin. Darüber hinaus ist eine deutlich rückläufige Handelsspanne auf der Tages-Chart zu erkennen. Alle Indikatoren der Stunden-Chart sind derzeit abwärts gerichtet. Verkaufen könnte heute von Vorteil sein.
USD/CHF
as zinsbullische Momentum setzt sich in vollem Umfang fort. Gestern konnte das Paar die 1,0850-Fibonacci-Schlüsselmarke überwinden. Die Oszillatoren der Tages-Chart geben aktuell zinsbullische Signale aus, so dass es eine gute Entscheidung sein könnte, bei USD/CHF auf steigende Kurse zu setzen.


