2010-02-26
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Bernanke-Aussagen belasten USD
Am gestrigen Handelstag setzte der USD seinen Aufwärtstrend gegen die Hauptwährungen, mit Ausnahme des japanischen Yen, zunächst fort, während insbesondere EUR und Pfund Sterling gegen die US-Währung abwerteten. Der Dollar handelt aktuell bei 1,3580. Der Eröffnungspreis lag gestern bei 1,3525. Zu Japans Yen erholte sich der USD mittlerweile und notiert hier bei 89,40. Am Donnerstag rutschte der Dollar gegen den JPY bis auf die Marke von 88,70 ab. Ähnlich dem EUR gegenüber, machte der USD auch gegen das Pfund Sterling an Boden gut. Hier bewegt sich die US-Währung momentan um 1,5276.
Spekulationen um eine weitere mögliche Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingagentur Standard & Poor veranlasste Investoren am gestrigen Donnerstag, ihre EUR-Anlagen im Austausch gegen gewinnträchtigere Währungen wie dem japanischen Yen und dem traditionell rivalisierenden USD zu verkaufen. Den USD-Kursgewinnen der vergangenen Tage wurde mittlerweile Einhalt geboten, als US-Notenbankchef Ben Bernanke bei der Vorlage des halbjährlichen Wirtschaftsberichts der Federal Reserve am Donnerstag in Washington bestätigte, dass der US-Leitzins „für einen längeren Zeitraum“ auf dem Rekordtief gehalten werde. Während im Anschluss kurzfristig ein Kursanstieg an den US-Aktienmärkten zu beobachten war, verzeichnete der USD leichte Kursverluste.
Heute erwartet den USD im Gegensatz zu seinen europäischen Gegenwährungen ein eher mäßiger Nachrichtentag. Um 14:30 Uhr wird das US-BIP des 4. Quartals in seiner 2. Veröffentlichung (annualisiert) ausgegeben. Die Prognosen belaufen sich auf +5,9%. Darüber hinaus sehen die Marktteilnehmer um 16:00 Uhr dem Bericht zum US-Verkauf bestehender Häuser im Monat Januar entgegen, der dem USD wieder Unterstützung verleihen könnte.
EUR – EUR aufgrund enttäuschender Konjunkturdaten weiter rückläufig
Seit Wochen hat die europäische Gemeinschaftswährung einen Abwärtstrend eingeschlagen, dessen Ursache in der hohen Staatsverschuldung einiger EU-Mitgliedsländer liegt. Aktuell wertet die Währung der 16 Nationen gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab. Unterstützung findet der EUR derzeit auch nicht in Konjunkturdaten aus dem Euroraum. Zum japanischen Yen handelt der Euro aktuell bei 121,33, von zuvor 122,12 zu Handelsbeginn gestern. Zum USD wiederum verzeichnete der EUR heftige Verluste und rutschte insgesamt von 1,3635 zu Wochenbeginn auf 1,3580 ab.
Angesichts einer drohenden zusätzlichen Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingagentur Standard & Poor, bleibt es lediglich abzuwarten, ob der EUR seinen Abwärtstrend umkehren kann. In Anbetracht des gegenwärtigen Geschäftsklimas in der Eurozone wird sich eine Trendwende in naher Zukunft womöglich nicht einstellen. Schlechte Konjunkturaussichten, das abnehmende Verbrauchervertrauen sowie ein Rückgang der Kreditvergabe lassen den Schluss zu, dass die Eurozone einem düsteren 1. Quartal entgegensieht. Sollte sich die Lage nicht in Kürze verbessern, könnte der EUR bis zum Frühling innerhalb seiner bärischen Handelsspanne verharren.
Europa veröffentlicht heute einige wichtige Konjunkturdaten aus der Schweiz und Großbritannien. Die Schweiz meldet heute ihr KOF-Konjunkturbarometer für August, das die relative Konjunkturstärke der Schweizer Wirtschaft misst. Großbritannien starten in den heutigen Handelstag mit den neuesten Daten zum Hauspreisindex für Februar sowie der 2. Veröffentlichung des BIP (4.Quartal). Darüber hinaus gibt Eurostat um 11:00 Uhr die Verbraucherpreise der Eurozone für Januar bekannt.
JPY – JPY wertet trotz enttäuschender Daten auf
In dieser Woche profitierte Japans Yen von den gegenwärtigen Marktschwankungen. Die spürbare Risikoaversion der Händler ließ den JPY in den vergangenen Tagen gegen die Hauptwährungen aufwerten. Zum USD konnten neue Rekordstände beobachtet werden. Zum gestrigen Handelsschluss markierte der Yen hier bei 88,80, einem neuen 2-Wochenhoch.
Jedoch sind es nicht Konjunkturdaten aus Japan, die der Inselstaatwährung Unterstützung verleihen. Wichtige Fundamentaldaten sind enttäuschend und die jüngste Krise beim japanischen Autokonzern Toyota schadet ferner der japanischen Konjunktur. Eine Ursache für die vielen Probleme Japans ist der starke Yen, der die japanischen Produkte auf den Weltmärkten verteuert. Der Yen-Aufwärtstrend könnte sich bis einschließlich März fortsetzen, sollte sich an der Konjunkturlage Japans nichts ändern.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Auf der Tages-Chart scheint EUR/USD die abwärts geneigte Trendlinie, die am 19. Januar einsetzte, überwunden zu haben. Die 4-Stunden-Chart gibt dieselbe absteigende Trendlinie aus, nebst einem sich bildenden rückläufigen Cross des Slow Stochastic. Hier besteht Potenzial für eine Preisbewegung nach unten. Die Wochen-Chart lässt erkennen, dass sich das Paar im „überkauften“ Bereich des RSI eingefunden hat. Dies bestätigt ebenfalls, dass eine abwärts gerichtete Preisentwicklung wahrscheinlich ist. Händler könnten das Ende der Verkaufssignale abwarten, um diesem Markt anschließend nahe der Trendlinie, bzw. um die Widerstandsmarke 1,3625 beizutreten.
GBP/USD
Für dieses Paar wurde im Laufe des letzten Monats ein imposanter Abwärtstrend deutlich. Inzwischen sind auf den Charts erste Anzeichen eines technischen Widerstands zu erkennen. Auf der Wochen-Chart zeigt der Slow Stochastic ein zinsbullisches Cross an, was ein Zeichen für einen möglichen Preisanstieg bereits in naher Zukunft sein könnte. Das sich ankündigende zinsbullische Cross auf der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. In Anbetracht dessen, dass beide Charts zinsbullische Crosse ausgeben, sollten Händler die Oszillatoren gut im Auge behalten. Seien Sie in Bezug auf zusätzliche Short-Positionen bei diesem Paar vorsichtig.
USD/JPY
Die 4-Stunden-Chart macht deutlich, dass der Zeitpunkt möglicherweise gekommen ist, jegliche Short-Positionen aufzulösen. Der Preis dieses Paares nähert sich aktuell der abwärts geneigten Trendlinie, die am 19. Februar einsetzte. Der Slow Stochastic-Oszillator gibt ein neues zinsbullisches Cross und somit Potenzial für einen Preisanstieg in naher Zukunft aus. Sowohl auf der Wochen-, als auch auf der 2-Wochen-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht und seither das 20-Level überwunden. Auch hier ist eine Kursbewegung nach oben offensichtlich.
USD/CHF
Die Verluste dieses Paares haben USD/CHF in die Nähe der aufwärts gerichteten Trendlinie gedrückt, die seit dem 13. Januar besteht. Es wäre der fünfte Berührungspunkt des Währungspaares mit der Trendlinie, was nicht unerheblich ist. Sich an der Trendlinie zu orientieren und Long-Positionen zu eröffnen, könnte sich als gute Gelegenheit für Händler herausstellen, diesem Markt bei einem verhältnismäßig günstigen Einstiegspreis beizutreten.


