2012-02-22
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Risikovermeidung führt zu Kursgewinnen beim USD
Der USD konnte beim gestrigen Handel die am Montag verzeichneten Kursverluste größtenteils wiedergutmachen, als anhaltende Sorgen der Eurozone zu Risikovermeidung an den Märkten führten. Die EUR/USD-Paarung fiel gestern mit über 100 Pips bis knapp unter den Wert von 1,3200, bevor eine leichte Aufwärtskorrektur einsetzte. Die AUD/USD-Paarung sank gestern ebenfalls um annähernde 100 Pips. Die Paarung war nicht in der Lage den Widerstandswert von 1.0800 zu durchbrechen und fiel bis auf 1,0652. Derweil konnte der Dollar zum japanischen Yen zwar seine jüngsten Kursgewinne beibehalten, war aber nicht in der Lage über den Wert von 79,90 anzusteigen.
Da heute keine bedeutsamen internationalen Wirtschaftsnachrichten erwartet werden, dürften die Bekanntgaben aus der Eurozone größtenteils über die Risikofreudigkeit bestimmen. Investoren sind immer noch recht skeptisch, was Griechenlands Aussichten betrifft Zahlungsverzug zu vermeiden. Desweiteren wird in letzter Zeit zunehmend darüber spekuliert, ob Griechenland in der Lage sein wird auch künftig in der Eurozone zu verbleiben. Jegliche weitere Anzeichen dafür, dass die Krise in Griechenland anhält, dürften dazu führen, dass Safe-Hafen-Währungen, wie der Dollar, ihre jüngsten Kursgewinne ausweiten können.
Später in der Woche sollten Dollar-Händler besondere Aufmerksamkeit auf verschiedene US Indikatoren legen, darunter die Daten der Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung und der Verkäufe von Hausneubauten. Beide werden als stichhaltige Indikatoren für die konjunkturelle Erholung der USA erachtet und haben das Potential an den Märkten erhebliche Volatilität zu verursachen.
EUR – Trotz Hilfspaket für Griechenland zeigt sich der EUR wieder rückläufig
Der Euro verzeichnete beim gestrigen Handel eine Abwärtsumkehr, obwohl viele gehofft hatten, dass die Einigung über das Hilfspaket für Griechenland riskanteren Währungen Auftrieb verleihen würde. Die EUR/USD-Paarung sank beim europäischen Handel wieder einmal unter den Wert von 1,3200, bevor eine leichte Korrektur einsetzte und das Paar sich um den Wert von 1,3230 stabilisierte. Zum japanischen Yen sank die Gemeinschaftswährung um rund 80 Pips, bevor sie wieder auf den Wert von 105,40 anstieg.
Heute dürften die Nachrichten aus der Eurozone weiterhin die Triebfeder der Marktbewegungen sein. Anhaltende Sorgen über die Schuldenlage Griechenlands könnten auch weiterhin Investoren dazu veranlassen, sich von riskanteren Währungen, wie dem Euro, abzuwenden. So dürfte die Gemeinschaftswährung weitere Rückläufigkeit verzeichnen, es sei denn, es werden eindeutige Indikatoren für eine wirtschaftliche Erholung der Eurozone bekannt gegeben. Die heute veröffentlichen Fertigungsdaten und die Einkaufsmanagerindexe für Dienstleistungen aus Frankreich und Deutschland könnten dazu beitragen, dass der Euro sich von seinen jüngsten Kursverlusten erholt.
CAD – Nach den Daten der Einzelhandelsumsätze verzeichnet der USD Kursgewinne zum kanadischen Dollar
Beim gestrigen Handel verzeichnete der kanadische Dollar Kursverluste zum US Dollar, nachdem negative Nachrichten aus der Eurozone und schlechter als erwartete Daten der Kernrate der kanadischen Einzelhandelsumsätze Investoren dazu veranlasste, sich wieder Safe-Hafen-Anlagen zuzuwenden. Der Indikator lag bei 0,0%, gegenüber dem Vormonatswert von 0,4%. Die USD/CAD-Paarung konnte nach Bekanntgabe des Indikators ihr Aufwärts-Momentum ausweiten, bevor sie sich um den Wert von 0,9970 stabilisierte.
Heute sollten Händler auf Hinweise aus der Eurozone achten was die Risikobereitschaft von Investoren betrifft. Weitere Anzeichen dafür, dass die griechische Schuldenkrise immer noch nicht beendet ist, dürften Investoren dazu veranlassen, ihre Mittel lieber beim Safe-Hafen-Dollar zu belassen. Folgerichtig dürfte die USD/CAD-Paarung in der Lage sein, sich dem Widerstandswert von 0,9990 anzunähern.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die meisten technischen Langzeitindikatoren zeigen diese Paarung im neutralen Bereich, was besagt, dass für diese Woche noch kein definierter Trend absehbar ist. Die einzige Ausnahme ist der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart, bei dem sich ein rückläufiger Cross gebildet hat. Händler sollten auch ein Auge auf den Relative Strength Index auf dem gleichen Chart halten. Sollte er sich in den überkauften Bereich bewegen dürfte mit dem Einsetzen einer Abwärtskorrektur zu rechnen sein.
GBP/USD
Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart hat sich ein rückläufiger Cross gebildet, was darauf hindeutet, dass in den nächsten Tagen eine Abwärtsbewegung einsetzen könnte. Diese Annahme wird vom Williams Percent Range auf dem Tages-Chart bestätigt, der sich derzeit um den Wert von -20 bewegt. Zu verkaufen dürfte sich bei dieser Paarung als kluge Entscheidung erweisen.
USD/JPY
Nach mehreren Wochen der Aufwärtsbewegung weisen die technischen Indikatoren diese Paarung nunmehr als überkauft aus. Der Williams Percent Range auf dem Wochen-Chart ist in den überkauften Bereich eingetreten und tendiert nun abwärts. Derweil verharrt der Relative Strength Index auf dem Tages-Chart beim Wert von 90, was darauf hindeutet, dass das Aufwärts-Momentum der Paarung zum Ende gekommen ist. Zu verkaufen dürfte sich bei dieser Paarung als kluge Entscheidung erweisen.
USD/CHF
Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart hat sich ein zinsbullischer Cross gebildet, was darauf hindeutet, dass in den kommenden Tagen eine Aufwärtsbewegung einsetzen könnte. Davon abgesehen zeigen die meisten anderen Langzeitindikatoren diese Paarung im neutralen Bereich. Händler dürften in Erwägung ziehen bei dieser Paarung eine abwartende Haltung einzunehmen.


