Seit Beginn des gestrigen Handels und im Vorfeld der für heute, 13:30 MGZ, vorgesehenen Bekanntgabe des US-Bruttoinlandsprodukts zeigt der Kurs des US-Dollar ansteigende Tendenz. Sollte das Ergebnis besser als die vorhergesagten -5,4% ausfallen, dürfte der Dollar noch weiter an Stärke zulegen während sich die Handelswoche ihrem Ende zuneigt.
Der Dollar bewegte sich im Aufwind während die US-Notenbank die Leitzinsrate auf einem historischen Tiefstand belässt und nach alternativen Therapien zur Gesundung der amerikanischen Wirtschaft sucht. Die Verabschiedung von Barack Obamas Konjunkturpaket im Repräsentantenhaus verlieh der Ansicht Gewicht, dass die USA sich auf einem etwas schnelleren Erholungsweg befänden als der Rest der Welt. Werden diese Anstrengungen sich für den Dollar-Kurs auch langfristig bezahlt machen?
Wenn man sich die Kursentwicklungen der vergangenen Woche noch mal vor Augen führt kann man zu der Ansicht kommen, dass die meisten Währungspaare sich stabilisieren. Kurz vor einem wichtigen Marktereignis ist es besonders schwer die Richtung der Haupt-Währungspaarungen vorherzusagen, so dass Investoren sich zunehmend auf Spekulationen einlassen. Was heute den Markt beeinflussen dürfte ist die Entscheidung der US-Notenbank betreffend den Leitzins. Es könnte durchaus sein, dass die USA die erste Weltwirtschaftsmacht sind die ihren Leitzins auf 0% senken. Ergo dürfte es heute ein äußerst volatiler Tag für die meisten USD Crosse werden.
Es scheint, als wäre das größte Marktereignis am gestrigen Tag die Bekanntgabe gewesen, dass Großbritanniens viertgrößte Bank, Barclays, keine zusätzlichen Geldmittel von der Bank of England benötigt. Die daraus resultierende Stabilität auf dem Devisenmarkt verleitete einige Investoren dazu ihre Anlagen von den Währungen abzuziehen und in Aktien anzulegen, was wiederum zu einer weltweiten Erholung auf den Aktienmärkten führte. Das schob den Kurs einiger Währungen, wie beispielsweise den USD, zu realistischeren Werten, eingedenk der jüngsten negativen Wirtschaftsdaten aus den USA.
Während sich die, schon in der vergangenen Woche zum Ausdruck gebrachten, Sorgen um die fundamentale Schwäche der Konjunkturlage in den europäischen und britischen Volkswirtschaften sich weiter verstärkten, stieg der Kurs des US-Dollar im frühen Handel an. Wird der Dollar noch weiter zulegen, während das Interesse an risikobehafteteren Währungen weiter schwindet?
Die steigende Tendenz des Dollar-Kurs wird sich heute voraussichtlich fortsetzen, da die europäischen Wirtschaften sich weiter im Abschwung befinden. Die Stärke des Dollar wird wahrscheinlich solange anhalten, solange Händler mit Obamas Plänen für eine weltweite wirtschaftliche Erholung zufrieden sind. Die Frage die sich stellt ist, kann der Dollar seinen Safe-Hafen-Status langfristig wiedererlangen?
Gestern war der erste Arbeitstag für den neuen US-Präsidenten Barack Obama, der keine Zeit damit vergeudete sein $825 Mrd. Konjunkturpaket zu präsentieren, oder in Treffen mit Funktionären des Weißen Haus einige der Politiken, vertreten durch seinen Vorgänger George W. Bush, umzukehren. Während sich die Amerikaner bei dem Gedanken an ihren neuen Präsidenten sehr wohl fühlen müssen sich die Briten auch an einen neuen Gedanken gewöhnen: Verstaatlichungen. UK-Banken haben stellenweise so sehr versagt, dass Großbritannien die Verstaatlichung einiger der größeren Banken, in absehbarer Zukunft, ernsthaft in Erwägung zieht.
Gestern war der Tag der Amtseinführung von Präsident Barack Obama ins Weiße Haus in Washington D.C. Obwohl die Märkte vergangene Woche diesem Ereignis mit moderater Volatilität entgegensahen, hatte es offensichtlich nur wenig Einfluss auf die aktuellen Markttrends. Die Weltwirtschaft scheint sich weiter auf dem Weg des Abschwungs und der Rezession zu befinden, während man gespannt auf Obamas wirtschaftlichen Rettungsplan wartet. Hat er den „Stein des Weisen“ gefunden um diese Krise zu beenden?
Illiquide Märkte und neuer Optimismus im Vorfeld zur Amtseinführung von Präsident Obama ließen den Dollar gestern erheblich höher schließen. Eine revidierte Wirtschaftsprognose für die Eurozone und mehr Probleme auf dem britischen Banksektor trugen zum Absacken des EUR- und GBP-Kurses bei.
Während Investoren dringlichst darauf warten, dass der neu gewählte US-Präsident Barack Obama schnellstens ein starkes Konjunkturpaket und einen neu belebten Plan zum Rückkauf von schlechten Bank-Vermögenswerten vorlegt, hat der Kurs des Dollar an Boden verloren. Der Fokus liegt nun auf der Amtseinführung des US-Präsidenten, der sein Amt am Dienstag antreten wird. Die Hoffnung wächst, dass das Konjunkturpaket größer ausfallen wird, als ursprünglich angenommen und dass es auch Maßnahmen zur Unterstützung von Banken beinhalten könnte.
Analysten erwarten, dass der Dollar seine Stärke weiterhin behält, da Investoren weltweit sich bei der amerikanischen Währung auf der sicheren Seite wähnen. Händlern wird heute geraten die später am Tage in den USA bekannt gegebene Kernrate des Verbraucherpreisindexes sowie den Index der Verbraucherstimmung zu beachten, da diese Daten sehr wahrscheinlich Einfluss auf den heutigen Handel haben werden.
In einer von Besorgnis geprägten Erwartung der heutigen Markt-Indikatoren scheinen sich die Märkte zu nivellieren. Am wichtigsten ist wohl die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) bezüglich des Leitzinssatzes. Es wird erwartet, dass dieser um 50 Basispunkte gesenkt wird. Sehr bedeutend sind auch die neuen US-amerikanische Arbeitslosenzahlen und Inflationsraten, die schon immer einen großen Einfluss auf den Kurs des Dollars hatten. Händler werden heute zweifelsohne große Volatilität auf den Märkten erleben.
Während der vergangenen Woche haben Händler beobachten können wie der Kurs des EUR stetig fiel. Dieses wurde sowohl durch negative Wirtschaftsnachrichten ausgelöst, als auch durch die Annahme, dass die Europäische Zentralbank (EZB) schärfere Maßnahmen zur Wertkorrektur seiner Währung wird einbringen müssen. Während heute morgen Händler ihre ersten Aufträge in Erwartung der morgigen Zinssatzsenkung platzieren, beobachten wir eine leichte Aufwärtsbewegung des Euro-Kurs, da viele tatsächlich der Ansicht sind eine Zinssatzsenkung werde die Währung nicht schwächen, sondern letztlich ihren Kurs im Vergleich zu den meisten anderen Währungen in die Höhe treiben.
Die geringe Risikobereitschaft von Händlern hat den Kurs sicherer Währungen steigen lassen, während die weltweiten Aktienmärkte weiterhin schwach notieren. Händler haben herausgefunden, dass riskantere Investitionen sich leichter mit Anleihen an Währungen mit extrem niedrigen Zinssätzen finanzieren lassen. Hier sind vorrangig der amerikanische Dollar und der japanische Yen zu nennen. Je mehr die Neigung zur Risikovermeidung steigt, umso mehr steigt auch der Kurs dieser beiden Währungen. Händler werden diese Woche voraussichtlich eine weitere Stärkung des USD und des JPY erleben, die bis zur Eindämmung und Stabilisierung der weltweiten Rezession anhalten könnte.
Der Dollar wird diese Woche im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern wahrscheinlich an Stärke gewinnen, da für die Eurozone und Großbritannien negative Wirtschaftdaten erwartet werden. Zusätzlich wird in dieser Woche der weiter abnehmende Rohölpreis den Aufschwung des Dollar unterstützen.
Nach der Rede Barack Obamas spät am gestrigen Handelstag erholte sich der Kurs des Dollar leicht im Vergleich zu einigen seiner Währungspartner. Händler sollten auf unerwartete Erholung des Dollar vor dem 20. Januar achten, da Obamas Plan zum Ansporn der US-Wirtschaft als ein großes Plus angesehen und auch der Kursentwicklung des Dollar mit Optimismus entgegen gesehen wird.
Der gestrige ADP-Bericht zur Beschäftigungslage außerhalb der Landwirtschaft in den USA lässt darauf schließen, dass die Arbeitslosenzahlen viel höher ausfallen werden als von nahezu jedem erwartet. Während die US-Wirtschaft von seiner ursprünglichen Euphorie, die Rezession sei kurzfristig zu überwinden, Abstand nimmt, bereitet sich Europa auf einen Tag voller bahnbrechender Nachrichten vor. Es wird angenommen, dass die Bank of England den Leitzins um 50 Basispunkte senken wird, und die Eurozone wird die Slowakei als neues Mitglied begrüßen.
Der USD konnte in den letzten Tagen einen Wertzuwachs gegenüber EUR und JPY verbuchen. Die Ankündigung des Konjunkturpakets von Barack Obama hat ihren Teil dazu beigetragen, das Anlegervertrauen in die US-Wirtschaft zu stärken. Einige Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die USA schneller als erwartet aus der Rezession herausfinden wird. Dies würde den Dollar zukünftig positiv positionieren. Erste Hürde auf diesem Weg sind die Ergebnisse der US-Arbeitsmarktdaten in dieser Woche.
Eine von der bevorstehenden Obama Verwaltung vorgeschlagene mögliche Steuersenkung von $300 Mrd., welche auch gewerbliche Fördermittel vorsieht, löste kräftige Gewinne des Dollars aus. Dieses neue Wirtschaftspaket könnte der so sehr benötigte Auslöser für den Aufschwung der US-Wirtschaft sein.
Die jüngste Bekanntgabe weiterer Details zum geplanten Konjunkturpaket des zukünftigen Präsidenten Barack Obama, bei der unter anderem von einer erhöhten Liquidität der Märkte zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums die Rede ist, könnte den Dollar in den kommenden Tagen auf einen neuen Aufwärtstrend bringen.
Im Hinblick auf das 1. Quartal 2009 sollten Anleger das neue Konjunkturpaket des zukünftigen US-Präsidenten Barack Obama im Auge behalten. Dieses wird seinen Einfluss auf den Dollar-Kurs im Jahre 2009 nehmen. Eventuell überraschen die USA mit einer früheren Erholung aus der Rezession als bislang erwartet. Sollte sich eine solche Entwicklung einstellen, wäre ein deutlicher Anstieg des USD gegenüber EUR und JPY in den kommenden Monaten denkbar.

