2009-01-08

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD – Düstere Arbeitsmarktprognosen schwächen USD
Während des gestrigen Handels schwächelte der Dollar ein wenig und glich so die starken Gewinne aus, die anfangs der Woche im Vergleich zum EUR und JPY anfielen. Zurückzuführen ist dieses auf die Tatsache, dass starker Arbeitsplatzabbau auf dem Privatsektor die Befürchtungen einer länger anhaltenden Rezession der US-Wirtschaft wieder anfachten. Der USD fiel von seinem höchsten Stand seit einem Monat im Vergleich zum EUR und dem höchsten Stand seit 5 Wochen im Vergleich zum Yen. Investoren scheinen Gewinne zurückzuhalten einschließlich Zentralbanken EUR-Käufe für Managementrücklagen.
ADP (Automatic Data Processing) veröffentlichte gestern seinen Bericht zur Beschäftigungslage außerhalb der Landwirtschaft in den USA. Laut diesem Bericht haben sich im Monat Dezember in den USA zusätzliche 693.000 Personen zum ersten Mal arbeitslos gemeldet. Ein wahrhaft heftiger Schlag für die US-Wirtschaft.
Konsequenterweise hatte das einen vernichtenden Effekt auf den Dollar. Zudem muss bedacht werden, dass allein im November 476.000 Personen ihren Arbeitsplatz verloren haben und dass eine Fortsetzung dieses Ergebnisses ein klares Anzeichen dafür ist, dass die US-Wirtschaft weit davon entfernt ist aus der Rezession herauszukommen. Es kann sogar soweit kommen, dass die schlechten Vorhersagen sich tagtäglich wiederholen.
Heute werden als führende Daten die US Arbeitslosigkeitsansprüche veröffentlicht. Es wird erwartet, dass vergangene Woche 545.000 Personen zum ersten Mal Arbeitslosengeldanspruch angemeldet haben. Ein solches Ergebnis wäre eine direkte Fortsetzung der verdrießlichen Daten die in letzter Zeit für die US-Wirtschaft veröffentlicht wurden und droht sich negativ auf den Kurs des USD auszuwirken. Händler sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen, da jede ausschlaggebende Information einen neuen Trend auf dem Markt auslösen könnte.

EUR – Schwacher USD und Begeisterung über EU-Beitritt der Slowakei treiben EUR in die Höhe
Im Vergleich zu den Hauptwährungen schloss der EUR den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen. Fast den ganzen Tag über verzeichnete die 15-Nationen-Währung Gewinne im Vergleich zum Dollar und notierte zum Handelsschluss bei 1,3600. Im Vergleich zum JPY erlebte die Eurozone einen rein technisch getriebenen Markt (range-trading), da die Haupt-Marktbewegungen gestern auf den Dollar ausgerichtet waren. Zudem wurde gestern in Europa nur ein Haupt-Wirtschaftsindikator veröffentlicht.
Die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit verzeichneten im Dezember einen nicht unerheblichen Anstieg um 18.000 Arbeitslose gegenüber 4.000 im Vormonat. Dieser niedrigste Wert seit Februar 2006 signalisiert ein Ende des Arbeitsmarktbooms, da sich die weltweite Finanzkrise auch auf die Firmen von Europas größtem Wirtschaftsland auswirkt. Folglich warnte der Chef der Bundesagentur für Arbeit dass der Arbeitsmarkt sehr bald schon die Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs zu spüren bekommen werde.
Für heute ist der wichtigste Finanzindikator der in Europa veröffentlicht wird der German Factory Orders Indicator (Deutschlands Auftragseingänge der Industrie). Analysten gehen davon aus, dass dieser Wert höher ausfallen wird als der vorangegangene. Händler sollten der heutigen Bekanntgabe große Aufmerksamkeit zollen, da ein stärker als erwartetes Ergebnis den EUR noch weiter stärken könnte. Wichtig könnte auch sein was der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei der Beitrittszeremonie der Slowakei in die EU zu sagen hat. Die Eurozone wird durch den Beitritt zu einer 16-Nationen-Währung.

JPY – Der Yen erwartet leichte Gewinne trotz globaler wirtschaftlicher Schwäche
Im Vergleich zu den anderen Hauptwährungen schloss der Yen den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen. Im Vergleich zum EUR blieb der JPY fast unverändert und lag bei Handelsschluss bei 126,00. Im Vergleich zum USD zeigte der JPY Stärke, stieg um etwa 100 Punkte und schloss bei 92,70.
Der niedrige japanische Leitzins trug dazu bei den Wert des JPY tiefer als andere Währungen zu halten, und Händler nutzten den JPY für den Erwerb höhere Beträge abwerfender Anlagengegenstände. Da jedoch weltweit die Zinssätze drastisch gesenkt wurden sind die Werte dieser Carry Trades zurückgegangen und Händler sind dazu übergegangen sich nach sichereren Anlagemöglichkeiten umzusehen.
Heute wird der JPY auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten sein und Händler sollten andere Entwicklungen im Auge behalten um die Richtung des JPY zu bestimmen. Besondere Aufmerksamkeit sollte den US-Arbeitsmarktprognosen geschenkt werden, die um 13:30 MGZ bekannt gegeben werden. Dieses wird die wichtigste Veröffentlichung sein, die die Crosse des Yen beeinflussen könnte.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der Tages-Chart zeigt, dass dieses Paar innerhalb einer Handelsspanne ohne klare Ausrichtung schwankt. Der Slow Stochastic des 4-Stunden-Chart zeigt eine starke Abwärtsbewegung, und der RSI bestätigt, dass die Tendenz tatsächlich rückläufig ist. Auf dem Stunden-Chart jedoch deutet ein zinsbullischer Cross auf den Slow Stochastic Oszillatoren darauf hin, dass der Wert von 1,3800 erreicht werden könnte.

GBP/USD
Das Cable liegt in der Mitte eines sehr intensiven Aufwärtstrends, der vor 3 Tagen begann und der, mit entsprechendem Momentum, sich noch verstärkt fortsetzen kann. Der zinsbullische Cross Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart zeigt, dass in dieser Aufwärtsbewegung noch jede Menge Dampf steckt. Sobald diese Paarung den Wert von 1,5150 überschreitet besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiterer scharfer Aufwärtsschritt gemacht wird.

USD/JPY
Dieses Paar schwankt innerhalb einer Handelsspanne ohne klare Ausrichtung schon seit geraumer Zeit. Der Stunden-Chart Slow Stochastic zeigt uns nur gemischte Signale. Alle Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart geben auch keine klare Richtung vor. Das Abwarten auf klarere Zeichen auf den Stunden-Charts scheint für heute eine gute Strategie zu sein.

USD/CHF
Nachdem das Paar bei 1,1286 seinen Höchstwert erreicht hatte fällt es nun beständig und handelt derzeit um die 1,0992. Gegenwärtig zeigen Slow Stochastic und RSI Oszillatoren auf den Stunden-Charts abwärts, und es scheint als würde sich diese Abwärtsbewegung fortsetzen. Zu verkaufen scheint für heute die bevorzugte Wahl zu sein.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

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