2009-01-13
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Kurs steigt aufgrund geringer Risikobereitschaft
Die geringe Risikobereitschaft von Händlern hat den Kurs sicherer Währungen steigen lassen, während die weltweiten Aktienmärkte weiterhin schwach notieren. Sowohl Nikkei als auch Dow Jones schlossen gestern im Minus, und das hatte auch Einfluss auf die Währungsmärkte. Die Finanzmärkte spiegeln die Besorgnisse über eine weltweite Rezession wider. Händler haben herausgefunden, dass riskantere Investitionen sich leichter mit Anleihen an Währungen mit extrem niedrigen Zinssätzen finanzieren lassen. Hier sind vorrangig der amerikanische Dollar und der japanische Yen zu nennen. Kurzfristig könnten diese beiden Währungen weiterhin bevorzugt werden, da Investoren das Vertrauen in riskantere Anlagegüter verlieren.
Der Dollar setzte seine seit drei Tagen anhaltende Erholung im Vergleich zum EUR fort und schloss den gestrigen Handel bei 1,3328. Auch zum britischen Pfund legte der USD kräftig zu, brachte die Paarung um 2% runter und schloss bei 1,4774.
Der heutige und morgige Handel wird durch wesentliche Wirtschaftsdaten aus den USA beeinflusst. Um 13:30 MGZ wird die US-Handelsbilanz veröffentlicht, und es wird erwartet, dass ein Rückgang in der Differenz zwischen US Im- und Exporten aufgezeigt wird. Für morgen wird dann der monatliche Bericht über die Einzelhandelsumsätze erwartet. Es ist zunehmend schwieriger geworden diesen Bericht akkurat vorherzusagen. Händler sollten sich diese Berichte besonders unter dem Aspekt positiver, richtungweisender Wirtschaftsdaten für die sich abmühende US-Wirtschaft betrachten.
EUR – EUR Kursabgleiten zum GBP gestoppt
Der EUR verlor gegenüber dem Dollar weiterhin an Boden, da zusätzliche Kursrisiken die europäische Währung belasteten. Im Vergleich zum GBP konnte der EUR jedoch eine 4-tägige Verluststrecke beenden und schloss den Handel bei 0,9020.
Die EUR/GBP Paarung, die im vergangenen Jahr eine Kurssteigerung von über 26% erlebte, hat in diesem Jahr bereits etwas von den Gewinnen zurückgeben müssen. Der Rückgang in der Bewertung des britischen Pfund ist auf die sich mehr und mehr verschlechternde wirtschaftliche Situation zurückzuführen. Die Bank of England (BoE) hat die Zinssätze drastisch gesenkt – mitunter sogar schneller und stärker als vorhergesagt. Es wird angenommen, dass in naher Zukunft der britische Leitzins sogar bis nahe an die 0% fallen könnte. Um die britische Wirtschaft anzukurbeln könnte als nächstes vielleicht sogar das Drucken von neuem Geld oder das Aufkaufen von Schuldverschreibungen anstehen.
Der wirtschaftliche Niedergang hat Großbritannien besonders hart getroffen und gegenwärtig steht der Leitzinssatz auf dem tiefsten Stand aller Zeiten. Trotz der britischen Rezession könnte das GBP im Laufe der Woche sich im Vergleich zum EUR, aufgrund von europäischen Leitzinsbewegungen, sich als gestärkt erweisen.
Die meisten Händler erwarten gespannt die Bekanntgabe des neuen Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (EZB). Es wird erwartet, dass die EZB auf ihrem Treffen am Donnerstag den Zinssatz um 0,50% senken wird. So könnte es kommen, dass trotz rückläufigem Trend der Kurs der EUR/GBP Paarung unter die 0,8900 Marke fällt.
JPY – JPY fällt unter Unterstützungsmarke
Je mehr die Neigung Risiken einzugehen abnimmt, umso mehr steigt der Wert des Yen. Gestern zeigte sich der Kurs des JPY auf ganzer Linie gestärkt und fiel unter eine wichtige Unterstützungsmarke. Zu einem Zeitpunkt des gestrigen Handels fiel die Paarung USD/JPY sogar bis auf 88,86 um dann den Handel bei 89,27 zu schließen. Die große Preisschwingung kann dem niedrigen Liquiditätslevel zugeschrieben werden, da die japanischen Märkte gestern wegen eines Feiertags geschlossen blieben.
Dieses ist der vierte Tag in Folge an dem der japanische Yen sich gestärkt zeigt. Die erneuten Gewinne fachen Spekulationen an, dass die japanische Regierung auf den Finanzmärkten intervenieren könne. Ein starker Yen tut den japanischen Exporten nicht gut, und die sind ein Hauptbestandteil der japanischen Wirtschaft. Die japanische Regierung hat sich bereit erklärt auf dem freien Markt zu intervenieren, jedoch liegt bis dato noch keine feste Verpflichtung vor, die dazu beitragen könnte die Währung zu schwächen.
Händler sollten darauf achten, ob der Yen seinen Aufwärtslauf fortsetzt. Dazu sollte die US-Handelsbilanz im Auge behalten werden. So könnte es sein, dass der Kurs des JPY im Vergleich zum Dollar noch weiter steigt, möglicherweise sogar bis unter die 89,00 Marke.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Es scheint, als hätte der Abwärtstrend an Kraft verloren, da der gegenwärtige Preis-Level das Paar in den „überkauften“ Bereich gebracht hat, wie der RSI des 4-Stunden-Chart erkennen lässt. Das Paar bewegt sich nahe der unteren Grenze auf dem Tages-Chart Slow Stochastic, was darauf schließen ließe, dass eine zinsbullische Korrektur unmittelbar bevor steht. In diesem Fall könnte eine gute Strategie lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Das typische Range Trading auf den Stunden-Charts setzt sich fort. Beide, sowohl der Tages.RSI als auch der Slow Stochastic bewegen sich im neutralen Bereich. Jedoch der 4-Stunden-Chart RSI zeigt sich bereit im „überkauften“ Bereich. Es scheint, als wäre die nächste Bewegung eine zinsbullische. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte die bevorzugte Strategie sein bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/JPY
Der Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch der 4-Stunden-Chart RSI zeigt sich bereit im „überkauften“ Bereich, sodass sich bereits in unmittelbarer Zukunft eine Aufwärtskorrigierung einstellen könnte. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte die bevorzugte Strategie sein bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Enges Range Trading zeichnet seit geraumer Zeit diese Paarung aus, die gegenwärtig um den 1,12 Wert gehandelt wird. Der 4-Stunden-Chart RSI bewegt sich bereits im “überkauften” Bereich, was darauf schließen läßt, dass eine Abwärtskorrektur in naher Zukunft stattfinden könnte. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard


