2009-01-19

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD schwächelt aufgrund des Abstoßens sicherer Anlagen
Im Vergleich zu vielen seiner Währungspartner schloss der US-Dollar letzte Woche, aufgrund diverser Faktoren, in einer Verlustposition. Jedoch zu Beginn des heutigen Handels scheint es, als hätte eine Erholung gegen diese jüngste Abwärtsbewegung eingesetzt. Nachdem er am Freitag in Vergleich zu EUR und GBP verloren hatte konnte der USD im heutigen frühen Handel gegenüber diesen beiden Währungen leichte Gewinne verzeichnen. Entgegengesetzt verhält es sich beim JPY, wo der USD nach leichtem Kursgewinn nunmehr zu schwächeln scheint.
Das Schwächen des USD ist zweifelsohne auch auf den Preisanstieg für Rohöl um fast $8 zurückzuführen. Da die meisten Kapitalmärkte vergangene Woche an Boden verloren wird jetzt erwartet, dass Händler damit anfangen überkaufte, alternative Währungspositionen abzustoßen und den USD mit frischem Elan wieder zu kaufen, was der amerikanischen Währung unerwartet mehr Bedeutung zumisst. Desweiteren nimmt durch die Aussicht auf ein Konjunkturpaket für die USA der Wunsch nach Safe-Hafen-Währungen ab, und Risikobereitschaft scheint kurzfristig zurückzukehren.
Steigende Ölpreise, sich erholende Aktien aufgrund von Hilfsprogrammen für Banken, zunehmende Risikobereitschaft und ein generelles Abstoßen des USD haben gegen Ende vergangener Woche kurzfristig zu seiner Schwäche beigetragen. Diese Woche sieht es jedoch auch nicht viel besser aus. Da die Banken wegen des heutigen ‚Martin Luther King Day’ Feiertags in des USA geschlossen haben und viele Großfirmen zum ersten Mal seit 1991 Verluste ausweisen können Händler für heute nur mit einem schwachen Handel der US-Währungspaare und -kreuze rechnen.
Dieser schwache Handel könnte sogar dazu beitragen, dass sich der Dollar in Vergleich zu seinen Währungspartnern etwas erholt, da diese in der vor uns liegenden Woche eine Anzahl negativer Wirtschaftsnachrichten zu erwarten haben, wohingegen der USD relativ ungeschoren bleibt. Händler können. zumindest in den nächsten paar Tagen, eine mäßige Stärkung des Dollar-Kurses erwarten, sollten jedoch auch auf eventuell auftretende größere Kursbewegungen achten.

EUR – Leitzinssenkung vergangene Woche scheint EUR beruhigt zu haben
Die meisten Währungsberater werden vergangene Woche ihrer Kundschaft geraten haben den EUR zu verkaufen, da die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz auf 2,0% gesenkt hat. Von dieser Maßnahme hatte man erwartet, dass es den Kurs der 16-Nationen-Währung auf ein wöchentliches Tief stürzen würde, doch das trat erstaunlicherweise nicht ein. Der EUR machte während des Freitagnachmittag-Handels und zum Wochen-Handelsschluss generell kleine Gewinne. Der Kurs des EUR in Vergleich zum USD bewegte sich von 1,3200 am vergangenen Donnerstag auf 1,3340 heute Morgen. Dieses ist ein beachtlicher Schritt, bedenkt man die jüngsten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone.
Während historisch gesehen eine Leitzinssenkung ein Faktor ist der zur Abwertung einer Währung beiträgt, war in diesem Fall die Maßnahme hauptsächlich darauf fokussiert die Wirtschaft der Eurozone im weitesten Sinne zu stärken. Während also der EUR hätte geschwächt werden sollen, trug die Entscheidung der EZB dazu bei Verbraucherausgaben zu ermutigen und die regionale Wirtschaft anzukurbeln. So zumindest in der Theorie. Kurz nach Bekanntgabe der Leitzinssenkung schien das Verbrauchervertrauen zuzunehmen und Verkäufe unterschiedlicher europäischer Währungen wurden mit größerem Risiko getätigt. Europäische Verbraucher scheinen in ihre örtlichen Währungen zurück zu kaufen, um ihre gestiegenen Ausgaben zu finanzieren.
Da für diese Woche keine schwerwiegenden Wirtschaftdaten aus der Eurozone erwartet werden könnte auf die 16-Nationen-Währung eine ähnliche Handelswoche zukommen, wie auf den USD. Niedriger Handelsumsatz gemischt mit wenigen wirtschaftlichen Indikatoren lässt darauf schließen, dass diese Hauptwährung in diese Woche nicht den Ton angeben wird. Da die Forex-Märkte immer weniger vorhersehbar sind, sollten Händler umso mehr ihr Wissen und das Bewusstsein für die wichtigen Ereignisse erweitern. Leitzinssenkungen und Herstellungszahlen haben den größten Einfluss auf die europäischen Währungen, während Immobilien- und Arbeitslosendaten sich auf die amerikanischen Märkte niederschlagen. Diese Unterschiede einschätzen zu können unterscheidet die langfristigen, erfolgreichen Händler von den nur zeitweiligen.

JPY – Yen-Kurs sinkt aufgrund gestiegener Risikobereitschaft
Im Vergleich zu den meisten seiner Währungspartner verlor der JPY während der letzten Tage der vergangenen Handelswoche. Viele Analysten sind der Ansicht, der Plan des zukünftigen Präsidenten Barack Obama, Finanzmittel auf dem Rettungsplan zur Abwendung von Hypotheken-Zwangsvollstreckungen zu verwenden hat manche Investoren dazu veranlasst größere Risiken einzugehen. Mit Zunahme dieser Risikobereitschaft leihen Händler mehr Yen um in größere Ertrag-abwerfende und riskantere Anlagen zu investieren.
Die sich erholenden US-Märkte, steigende Ölpreise und schwächelnder Yen können, laut Ansicht einiger Analysten, möglicherweise manchen Investor dazu veranlassen mit exportierenden Firmen ein Schnäppchen zu machen. Dieses könnte, zumindest für kurze Zeit. der japanischen Wirtschaft etwas von ihrer verlorenen Stärke zurückgeben. Diese japanische Wirtschaft wird jedoch von einem relativ schwachen JPY begünstigt. Demzufolge gilt: je stärker die japanische Wirtschaft, umso schwächer der JPY. Händler sollten deshalb die Nachrichten der japanischen Wirtschaft aufmerksam verfolgen. Jeglicher Hinweis auf sich erholende Aktienmärkte und steigende Exporte kann auf eine zukünftige Abwertung des JPY hindeuten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Das typische Rang-Trading auf dem 4-Stunden-Chart setzt sich fort. Beide, sowohl der Stunden-Chart RSI als auch Slow Stochastic, bewegen sich im neutralen Bereich. Im Gegensatz zeigt das Stunden-Chart ein moderates zinsbullisches Momentum mit abnehmender Stärke. Forex-Händlern wird empfohlen auf klarere Signale zu achten bevor sie in den Handel mit dieser Paarung einsteigen.

GBP/USD
Es scheint, als hätte das Cable den Höchststand seiner zinsbullischen Korrektur mit dem Wert von 1,4980 erreicht. Jetzt weist ein rückläufiger Cross auf dem 4-Stunden-Chart Slow Stochastic darauf hin, dass sich der allgemeine Abwärtstrend fortsetzen könnte. Für heute könnte es die bevorzugte Wahl sein zu verkaufen.

USD/JPY
Auf dem Stunden-Chart zeigt sich fortgesetzt die Bildung einer sehr ausgeprägten zinsbullischen Formation, während die Paarung sich jetzt in seinem niedrigen Bereich bewegt. Desweiteren deuten alle Oszillatoren auf dem Tages-Chart aufwärts, was vermuten lässt, dass die Aufwärtsbewegung sich fortsetzt. Zu kaufen könnte für heute die richtige Strategie sein.

USD/CHF
Das Tages-Chart zeigt diese Paarung momentan range-trading innerhalb einer sehr begrenzten Preisspanne. Da jedoch das Tages-Chart auf dem RSI bereits unter den Wert von 80 gefallen ist scheint ein rückläufiges Momentum bevorzustehen. In diesem Fall könnte mit eng gesetzten Stopps zu verkaufen für heute die richtige Wahl sein.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

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