2009-01-21

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD verzeichnet moderate Gewinne; Obama übernimmt Amtsgeschäfte
Der Kurs des USD legte im Vergleich mit den meisten seiner Währungspartner zu, was zum gegenwärtigen Zeitpunkt fortgesetzter Beweis dafür ist, dass dieses eine solide Währung ist, auf die Händler sich verlassen können um stetig Gewinne zu verzeichnen. Der EUR/USD Kurs stoppte die Aufwärtsbewegung bei einer guten Widerstandsgrenze von 1,2930 um dann wieder um mehr als 100 Punkte bis auf den Wert von 1,28 abzusinken. Risikovermeidung verleiht den Dollar kontinuierlich Stärke, und das wird sich wahrscheinlich so fortsetzen bis wir Anzeichen von Stabilisierung sehen. Der USD verzeichnete auch Gewinne im Vergleich zum GBP.
Der Dollar nahm an Stärke zu, während die US- und weltweiten Wirtschaftaussichten sich verschlechterten, Investoren ihre Gelder von Wirtschaftgütern, Aktien und höhere Erträge abwerfenden Währungen abzogen, um sie in Safe-Hafen-Anlagen, wie US-Bundesanleihen zu parken. Folglich brachen gestern weltweit die Aktienmärkte ein und Anleihekurse fielen. Die Furcht vor einer sich verschlimmernden Rezession und ein stark angeschlagener Finanzsektor bereiten Präsident Obama einen recht ernüchternden Empfang an seinem ersten Tag im Amt.
Während Barack Obama gestern also sein Amt antrat befanden sich die Banken weltweit im freien Fall, die Automobilindustrie jappst nach Luft, und die Wall Street begrüßte den neuen Präsidenten mit dem schlimmsten Amtseinführungstag aller Zeiten.
Heute wird für den Dollar ebenfalls ein recht ruhiger Tag der Nachrichten sein. Händler sollten Auslandsereignisse im Auge halten, um die heutige Kursentwicklung des USD bestimmen zu können. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei der Rede des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet gelten, die dieser um 9:30 MGZ halten wird und die einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Kreuzkurse des USD haben dürfte.

EUR – EUR verharrt auf Tiefwert im Vergleich zum USD
Die wirtschaftlichen Wehklagen der Eurozone scheinen nicht abzunehmen, da der EUR im gestrigen Handel seinen Kursabschwung im Vergleich zum USD fortsetzte. Generell scheinen diese Woche weniger relevante Wirtschaftdaten für die Eurozone veröffentlicht zu werden als letzte Woche. Trotz der Tatsache, dass die meisten Wirtschaftsindikatoren etwas besser ausfielen als vorhergesagt setzte der EUR, aufgrund der Ängste vor wirtschaftlicher Schwäche und Rezession, seine Talfahrt fort.
Auch der jüngste Erfolg des USD schadete dem EUR, weshalb diese Paarung während der letzten Stunden des gestrigen Handels im mittleren 1,2800 Bereich gehandelt wurde. Das Paar befindet sich derzeit bei 1,2912 und sendet immer noch rückläufige Signale aus. Der gestern bekannt gegebene Indikator Deutsche ZEW-Konjukturerwartungen stieg auf -31,0 im Januar gegenüber -45,2 im Dezember und übertraf damit die Markterwartungen. Nach der Veröffentlichung dieses Indikators, der den Unterschied der optimistischen Analysten und Investoren und den nicht-optimistischen widerspiegelt, stieg der EUR kurzfristig im Vergleich zum Dollar, doch hielt dieser Anstieg leider nicht lange an.
Investoren sollten nach der ungewöhnlichen Preis-Volatilität Ausschau halten, die sich beim EUR/USD Kurs fortsetzt, während das Paar versucht sich zu stabilisieren und neue Unterstützung und Widerstandslinien zu finden. Große Kurssprünge wie diese kommen gewöhnlich nicht so häufig vor und bieten eine großartige Gelegenheit für kräftige profitable Gewinne.

JPY – JPY verzeichnet frühe Gewinne und späte Verluste, verbleibt generell flach
Der Yen schloss den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen. Gegenüber dem EUR blieb der JPY gestern fast unverändert und schloss um den Wert von 115,00. Im Vergleich zum GBP zeigte der JPY Stärke, stieg um etwa 100 Pips und schloss bei 124,80.
Die japanische Regierung warnte gestern davor, dass sich die Wirtschaftlage rapide verschlechtere und dass eine immer stärker werdende Rezession sich auf Arbeitsplätze und Einkommen niederschlagen könne, was das Verbrauchervertrauen auf ein Rekordtief abstürzen ließ. Diese trostlose Einschätzung der Lage seitens der Regierung, die vierte in genauso vielen Monaten, kommt zu einem Zeitpunkt da Exporte und Industrieproduktion, Schlüsselfaktoren der zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt, sich mit rasanter Geschwindigkeit auf Talfahrt befinden und Hersteller, wie beispielsweise Toyota Motor Co., dazu zwingen die Produktion zu drosseln und Arbeitsplätze abzubauen.
Der einzige Wirtschaftsindikator, der heute aus Japan zu erwarten ist, ist die japanische Handelsbilanz. Analysten sehen hier einen Anstieg gegenüber dem Vorwert vorher. Dieser Indikator generiert üblicherweise leichte Volatilität, doch dürften der EUR und das GBP heute auf den Märkten die Zügel in den Händen halten. Händler täten gut daran den Indikator genau im Auge zu behalten, da er für gewöhnlich großen Einfluss auf den Kurs der anderen Währungen hat.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Auf dem 4-Stunden- und Tages-Chart RSI bewegt sich dieses Paar weiterhin im überkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass die jüngste Aufwärtsbewegung sich bald wieder einstellen könnte. Ein neuerlicher zinsbullischer Cross auf dem 4-Stunden-Chart Slow Stochastic unterstützt diese Annahme. Zu kaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.

GBP/USD
Es scheint, als wäre ein Durchbrechen der unteren Handelsspanne auf dem Tages-Chart Bollinger Bands eingetreten, was darauf deutet, dass diese Paarung unter Aufwärtsdruck gerät. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart deutet ebenfalls darauf hin, dass sich dieses Paar derzeit im überkauften Bereich befindet, was eine Aufwärtskorrektur in naher Zukunft vermuten lässt. Mit eng gesetzten Stopps zu kaufen mag für heute die richtige Wahl sein.

USD/JPY
Dieses Paar setzt sein Range-Trading fort während technische Indikatoren widersprüchliche Hinweise liefern. Das Stunden-Chart Slow Stochastic zeigt ein rückläufiges Cross und damit eine bevorstehende Abwärtsbewegung an. Das 4-Stunden-Chart Slow Stochastic hingegen lässt durch ein zinsbullisches Cross vermuten, dass später am Tag mit einer Aufwärtskorrektur zu rechnen sein könnte. Auf ein klareres Signal zu warten wäre wohl für heute die richtige Vorgehensweise.

USD/CHF
Auf dem 4-Stunden-Chart RSI bewegt sich der Kurs dieser Paarung derzeit im überkauften Bereich, was darauf schließen lässt, dass die jüngste Abwärtsbewegung sich noch fortsetzen könnte. Der rückläufige Cross auf dem 4-Stunden-Chart Slow Stochastic unterstützt diese Annahme. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Strategie sein.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

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