2010-01-04
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – EUR/USD nahe 4-Monatstief
In der vergangenen Woche setzte der USD seinen Aufwärtstrend fort. Um nahezu 100 Punkte zog die US-Währung gegen den EUR an. Über 100 Punkte machte der USD gegen den Yen gut. Das Währungspaar EUR/USD handelt mittlerweile nahe eines neuen 4-Monatstief.
Der jüngste zinsbullische USD-Trend ergibt sich unmittelbar aus positiven US-Konjunkturdaten. Beispielsweise erreichte das US-Verbrauchervertrauen laut Forschungsinstitut Conference Board mit 52,9 Punkten den höchsten Stand der letzten 4 Monate. Es scheint, als fühlten sich die US-Bürger finanziell „sicherer“ und konsumieren demnach mehr als in den vergangenen Monaten. Darüber hinaus wurden in den USA in der vergangenen Woche 432.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Zahl markiert den niedrigsten Stand seit Juli 2008. Die vorgenannten Indizes verstärken den Konjunkturoptimismus in den Staaten und geben dem Dollar deutlichen Auftrieb.
Auch in dieser Woche werden einige wichtige Konjunkturindikatoren aus den USA veröffentlicht. Von größter Bedeutung dabei sind voraussichtlich die Arbeitsmarktdaten NFP am Freitag. Der Bericht des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP, Automatic Data Processing, zum Wechsel der US-Beschäftigung zählt zu den maßgebenden Veröffentlichungen der US-Wirtschaft, die hohe Kursschwankungen auslösen kann. Analysten zufolge hat sich die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt im Monat Dezember verbessert. Sollte das Ergebnis dieser Prognose entsprechen, könnte der Dollar weitere Unterstützung finden. Händler sollten die für Mittwoch avisierte Prognose zum ADP-Bericht gut im Auge behalten, die bereits in der Vergangenheit Einfluss auf den USD-Kurs genommen hat.
EUR – EUR gibt gegen Hauptwährungen nach
Der EUR konnte seinen zinsbullischen Trend von vor zwei Wochen in der vergangenen Handelswoche nicht aufrechterhalten und gab gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Zum USD verlor der EUR nahezu 100 Punkte. Gegen das Pfund Sterling rutschte die Gemeinschaftswährung um über 250 Punkte ab.
Gegenwärtig setzt der EUR seinen Abwärtstrend angesichts einer Erholung des US-Dollars fort. Die bisherige EUR-Stärke führten viele Experten nicht nur auf positive Konjunkturdaten der Eurozonen-Mitgliedsländer, sondern darüber hinaus auf die schwächelnde US-Wirtschaft zurück. Verstärkt lassen positive Wirtschaftsdaten auf eine Erholung der US-Wirtschaft zur ersten Jahreshälfte 2010 hoffen, während der USD in seinem Kurswert auf EUR-Kosten steigt. Möglicherweise setzt sich dieser Kurstrend weiter fort, da ein schwächerer EUR den europäischen Export fördert.
In dieser Handelswoche ist der Terminkalender voll mit Veröffentlichungen aus der Eurozone. Anleger sollten insbesondere auf Indikatoren aus Deutschland und Frankreich Acht geben, die in der Regel die größte Wirkung auf den EUR-Kurs haben. In erster Linie ist dabei den deutschen Arbeitsmarktdaten am Dienstag sowie Deutschlands Einzelhandelsumsätzen am Freitag zu schenken. Positive Ergebnisse könnten den EUR stützen.
JPY – Yen fällt auf ganzer Linie
Für den Yen ergab sich in der vergangenen Woche ein extrem bärischer Handel. Zum USD und EUR rutschte die japanische Währung um je 200 Punkte ab. Gegen das Pfund Sterling wurde ein Kursverlust von über 400 Punkten deutlich.
Der JPY verliert weiterhin gegen die Hauptwährungen an Boden. Japanische Konjunkturindikatoren bleiben in ihrem Ergebnis anhaltend enttäuschend. Japans Einzelhandelsumsätze gingen auf Jahressicht im Monat November um 1,0% zurück. Dies ist der 15. Monat in Folge, an dem die Einzelhandelsumsätze in Japan gesunken sind. Darüber hinaus fiel der Index „Average Cash Earning“, der die Veränderung des Gesamtwertes der Erwerbseinkommen japanischer Arbeitnehmern misst, im November um 2,8%. Solange ausschlaggebende Wirtschaftsindikatoren in Japan negativ bleiben, werden die rückläufigen Tendenzen des Yen voraussichtlich anhalten.
In dieser Handelswoche veröffentlicht der Inselstaat nur einige wenige Indizes. Am Freitag sollten Händler Japans Sammelindex der Frühindikatoren keinesfalls verpassen. Dieser setzt sich aus 12 Unterindizes zusammen. Analysten zufolge soll sich der Index im November stark verbessert haben. Ist dies der Fall, könnten vorausgegangene Kursverluste möglicherweise ausgeglichen werden.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar hat seinen zinsbullischen Trend in den letzten Tagen wieder aufgenommen und handelt derzeit bei 1,4289. Das Währungspaar konnte die 1,4360-Marke jedoch zuvor nicht durchbrechen. Seither ergeben sich Kursschwankungen. Sollte das Paar die Marke bei 1,436 tatsächlich noch überwinden, wird sich voraussichtlich eine deutliche Aufwärtsbewegung einstellen.
GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich aktuell eine eindeutig rückläufige Handelsspanne heraus, in deren oberen Bereich sich GBP/USD mittlerweile bewegt. Alle Oszillatoren der Stunden-Charts sind abwärts gerichtet und deuten auf einen weiteren rückläufigen Trend für heute hin.
USD/JPY
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Aufwärtstrends, der bereits vor einer Woche eingesetzt hat. Das Momentum ist deutlich zu erkennen und scheint auf lange Sicht weitere Impulse zu erhalten. Auf der 30-Minuten-Chart gibt der Slow Stochastic ein zinsbullisches Cross aus, was ebenfalls bedeuten könnte, dass weiteres Potenzial für diesen Aufwärtstrend besteht. Sobald das Paar die 93,20-Marke durchbricht, wird sich voraussichtlich eine weitere deutliche Aufwärtsbewegung einstellen.
USD/CHF
Nachdem der mäßig rückläufigen Kurskorrektur ist auf der 4-Stunden-Chart ein zinsbullisches Momentum zu erkennen, dass keine Anzeichen einer Unterbrechung vorsieht. Der Slow Stochastic derselben Chart zeigt eine Double-Top-Formation mit positiver Neigung an und bestätigt ein mögliches Fortbestehen des Aufwärtstrends. Kaufen könnte hier eine gute Entscheidung für heute sein.


