2010-01-05
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD startet schwächer ins neue Jahr
Gleich am ersten Handelstag des neuen Jahrzehnts ergaben sich für den USD Kursverluste, nachdem das Institute for Supply Management (ISM) in den USA neue Daten zum Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe veröffentlichte. Laut Bericht stieg der entsprechende Index im Monat Dezember zum fünften Monat in Folge. Das Ergebnis wurde mit 55,9 Punkten ausgegeben und lag damit weit über den Erwartungen der Experten.
Das Währungspaar EUR/USD erreichte im gestrigen Handel ein Tageshoch bei 1,4455. Obwohl das Paar die Kursgewinne nicht über der wichtigen Widerstandsmarke von 1,4450 halten konnte, handelt EUR/USD aktuell noch nahe der vorgenannten Marke. Der Eröffnungspreis lag gestern bei 1,4289.
Interessanterweise rutschte der USD gegen den EUR etwas ab, als die überaus positiven US-Konjunkturdaten ausgegeben wurden. Dieser Handelstrend war bereits überwiegend im vergangenen Jahr zu beobachten, als Händler in Risiko- und gewinnträchtige Anlagen investierten, sobald sich die wirtschaftliche Stimmung in den USA aufhellte. Im Dezember fand diese Entwicklung jedoch ein Ende, das von einem außergewöhnlich positiv ausgefallenen NFP-Bericht im November ausgelöst wurde. Daraufhin stellte sich eine Trendwende ein und fortan geriet das Währungspaar infolge optimistischer US-Daten unter Druck. Stellt sich der bisherige Haupttrend womöglich aufs Neue ein, bei dem positive US-Konjunkturdaten das Paar EUR/USD stützen? Sollte dies der Fall sein, könnte sich für EUR/USD im neuen Jahr eine deutliche Aufwertung ergeben, denn die US-Wirtschaft scheint von ihrem Erholungskurs vorerst nicht abzukommen.
EUR – EUR und Pfund schließen zum neuen Jahr fester
Zu Handelsschluss gestern schloss das Pfund Sterling leicht fester, nachdem das Ergebnis zum UK-CIPS Einkaufsmanagerindex über den Erwartungen der Experten lag. Der Index notierte bei 54,1 Punkten, während sich die Prognosen auf 52,1 Punkte beliefen. Die Währung Großbritanniens machte insbesondere Boden gegen den USD gut. Das Index-Resultat ist von großer Bedeutung, da es sich zum ersten Mal seit geraumer Zeit um einen leitenden UK-Indikator handelt, der eine Erholung der britischen Wirtschaft signalisiert. Möglicherweise eröffnen Händler nun wieder Long-Positionen für das Währungspaar GBP/USD, nachdem sie das Pfund Sterling in letzter Zeit scheuten.
GBP/USD erreichte gestern ein Tageshoch bei 1,6239, notierte zu Handelsschluss dennoch nahe des Eröffnungspreises um 1,6089.
Weitere Unterstützung verliehen sowohl dem Pfund als auch der europäischen Gemeinschaftswährung EUR die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke und dessen Vize Donald Kohn in einer Rede am Sonntag. Die Währungshüter bestätigten mit ihren Aussagen ein vorläufiges Anhalten der Niedrigzinspolitik in den USA und deuteten an, dass eine Straffung der Geldpolitik zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen könnte, als bislang erwartet.
Anleger sollten ihr Augenmerk heute auf folgende Veröffentlichungen richten: Verbraucherpreise Eurozone für Dezember und Ausstehende US-Hausverkäufe im November. Die Verbraucherpreise werden vom Leitzinssatz stark beeinflusst. Steigende Preise könnten zu einer erhöhten Inflationsrate führen. Möglicherweise heben die europäischen Währungshüter ihre Leitzinssätze früher an, als bislang angenommen? Der Index der Verkäufe bestehender Häuser zählt zu den wichtigen US-Veröffentlichungen, die einen tiefen Einblick in die Wirtschaftslage der USA geben.
JPY – USD/JPY unter bisherigem 4-Monatshoch
Das Währungspaar notiert seit gestern unter dem jüngsten Rekordniveau der letzten vier Monate. Japans Yen schloss am Montag sowohl gegenüber USD als auch Pfund Sterling fester. Marktteilnehmern zufolge sind die Kursverluste des Währungspaares technisch bedingten Verkäufen, einem Neuabgleich der Portfolios durch Vermögensverwalter und anziehenden Aktienkursen zuzuschreiben.
Die technisch bedingten Verkäufe erreichten die Widerstandsmarke bei 93,19. Das Paar handelt aktuell um 92,23. Die feiertagsbedingten dünnen Umsätze, die sich vor dem Jahreswechsel fortsetzten, brachten USD/JPY in der letzten Handelswoche des vergangenen Jahres auf neue Höchststände, die das Paar bereits zum neuen Wochenstart nicht halten kann.
Steigende Aktienkurse in Japan passen sich den Entwicklungen an den Aktienmärkten in Übersee an. Im Morgenhandel stieg der Nikkei 225 um 0,7%, während der Dow-Jones-Index (Industrial Average) gestern um 1,5% in die Höhe geklettert war.
Der gegenwärtige Mangel an aktuellen Konjunkturdaten aus Japan, zwingt die Händler ihre JPY-Handelshinweise heute über US-Daten zu beziehen. Anleger erwarten mit Spannung das Ergebnis der US-Verkäufe bestehender Häuser. Ein Resultat, das die Erwartungen der Marktteilnehmer übertrifft, könnte USD/JPY wieder bis über die Marke von 93,25 bringen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar verzeichnete in den letzten zwei Tagen einen steten Aufwärtstrend. Diese Bewegung hat den Preis für EUR/USD in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart gedrückt. Das könnte bedeuten, dass sich mittelfristig eine Abwärtskorrektur einstellt. Langfristig scheint sich der zinsbullische Trend jedoch fortzusetzen. Kaufen könnte bei diesem Paar weiterhin eine zuverlässige Wahl sein.
GBP/USD
Die stark zinsbullischen Tendenzen dieses Währungspaares spiegeln sich mittlerweile in den meisten Oszillatoren wider, die darauf deuten, dass eine Kurskorrektur unmittelbar bevorsteht. Des RSI der Stunden und 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich das Paar im „überkauften“ Bereich bewegt. Auf der Tages-Chart bildet der Slow Stochastic aktuell rückläufige Crosse. Eine gute Entscheidung könnte hier lauten: Den abwärtsgerichteten Durchbruch abzuwarten, um zur Preiskorrektur einzusteigen.
USD/JPY
Allem Anschein nach ist der Abwärtstrend dieses Paares mittlerweile beendet. Der aktuelle Preis liegt hier bereits im „unterkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart. Darüber hinaus bewegt sich USD/JPY an der unteren Grenze der Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart. Eine Preiskorrektur steht für USD/JPY ebenfalls bevor. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich heute als richtig erweisen.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart ist nach wie vor eine rückläufige Anordnung zu erkennen. Das Momentum befindet sich bereits auf niedrigem Niveau. Auf der 4-Stunden-Chart kann eine leicht rückläufige Angabe, ohne jegliche Ausrichtung beobachtet werden. Die Bollinger Bands verdichten sich auf der Tages-Chart und weisen auf einen bevorstehenden Durchbruch hin. Anleger sollten diesen abwarten und erst anschließend einsteigen.


