2010-01-06

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD erlangt Safe-Haven-Status wieder
Der USD schloss am Dienstag gegen einen Großteil seiner Gegenwährungen fester. Händler führten diese Kursentwicklung auf die negativen Konjunkturdaten zurück, die am gestrigen Handelstag veröffentlicht wurden und der Risikobereitschaft der Anleger Einhalt geboten. Händler konzentrierten sich demnach auf „sichere“ Währungen wie USD und JPY.
Der Bericht der Ausstehenden US-Hausverkäufe ist im November überraschend schlecht ausgefallen. Laut National Association of Realtors (NAR) fiel der entsprechende Index im Vormonatsvergleich um 16,0% auf 96,0 Punkte. Der Dollar-Index kletterte gestern auf 77,684. Am Montag notierte dieser noch bei 77,503, nachdem er zu Handelsbeginn bei 77,34 lag.
Anleger richten ihr Augenmerk am heutigen Mittwoch auf den US-Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank Federal Reserve, der um 20:00 Uhr das Protokoll der Sitzung vom 15./16. Dezember veröffentlicht. Dabei halten sie Ausschau nach Hinweisen auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed in Bezug auf Leitzinsraten und Straffung der Geldpolitik. Ein weiterer äußerst wichtiger Indikator auf der heutigen Agenda ist der ADP-Arbeitsmarktbericht zur US-Beschäftigung im Privaten Sektor für den Monat Dezember um 14:15 Uhr. Die Daten bilden den Auftakt zu Freitags US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Dezember. Um 16:00 Uhr erwartet die Marktteilnehmer außerdem der US-ISM-Index des nicht-verarbeitenden Gewerbes, ebenfalls für Dezember. Der ereignisreiche Handelstag könnte sich als äußerst volatil für den US-Dollar und dessen Gegenwährungen erweisen.

EUR – Bonitätssorgen bringen EUR erneut unter Druck
Wieder einmal kehrte das Thema Bonitätssorgen am Dienstag in die Eurozone zurück, das den EUR unter Druck brachte. Diesmal hat die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnoten von Island gesenkt. Wenig beeinflusst zeigte sich die Gemeinschaftswährung von Deutschlands Arbeitslosenzahlen. Diese sind im Dezember erwartungsgemäß gestiegen. Im vergangenen Monat waren 3,276 Mio. Menschen offiziell arbeitslos gemeldet, 60.000 mehr als im Vormonat. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mitteilte lag die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2009 jedoch 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahrswert. Im späten New Yorker Handel notierte der EUR bei $1,4368 von zuvor $1,4411 am Montag sowie bei 131,73 Yen von zuvor 133,42 Yen. Das Pfund Sterling schloss bei $1,5996 von zuvor $1,6101. Fallende Aktienkurse im Anschluss an die einbrechenden Verkaufszahlen zu den ausstehenden US-Hausverkäufen brachten den EUR unter weiteren Druck, als Investoren risikoreichen Anlagen den Rücken kehrten und sich dem „sicheren“ USD und JPY zuwandten.
Da heute überwiegend US-Konjunkturdaten veröffentlicht werden, stehen EUR und Pfund Sterling voraussichtlich verstärkt unter dem Einfluss der US-Währungstendenzen. Wichtige Indizes aus der Eurozone heute: 10:30 Uhr Großbritannien, Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe für Dezember und 11:00 Uhr Eurozone, Auftragseingang in der Industrie im Oktober. Letzterer könnte rückläufig ausfallen – die Prognosen belaufen sich auf -1,0% im Vormonatsvergleich. Möglicherweise gerät EUR/USD heute unter weiteren Abwärtsdruck.

JPY – JPY profitiert von negativen Konjunkturdaten
Gestern handelte der japanische Yen bei einem 2-Wochen-Hoch gegen den USD, nachdem die enttäuschenden US-Häuserdaten Investoren Anlass zur Sorge um das Erholungstempo der US-Wirtschaft gaben. Dies bestätigte ein weiteres Mal die Erwartungen der Experten, nach denen die US-Notenbank ihren Leitzins über einen längeren Zeitraum niedrig halten werde.
Heute Morgen handelte Japans Yen bei 91,64 pro USD von 91,71 am gestrigen Handelstag. Das Tagestief lag am Dienstag bei 91,26, niedrigstes Niveau seit dem 25. Dezember. Bei 131,79 pro EUR notierte der Yen heute früh, nachdem die Inselstaatwährung gestern bei 131,75 pro EUR schloss. Weiteren Druck auf den USD gegen den JPY verliehen die Kurse von US-Staatsanleihen, die gestern etwas schwächer in den Handel gingen. Möglicherweise lassen die heutigen Indikatoren aus den USA und der Eurozone eine deutlichere Yen-Ausrichtung für die nächsten Handelstage erkennen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Nach der technischen Kurskorrektur scheint EUR/USD seinen allgemeinen Abwärtstrend wieder eingeschlagen zu haben und wird aktuell bei 1,4350 gehandelt. Momentan sind alle Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet. Verkaufen könnte eine gute Strategie für heute sein.

GBP/USD
Dieses Paar handelt nach wie vor in einer rückläufigen Spanne. Die Ausrichtung bleibt weiterhin bärisch. Dennoch werden zinsbullische Anzeichen in Form eines Crosses des Slow Stochastic auf der 2-Stunden-Chart deutlich. Auf der Stunden-Chart verdichten sich die Bollinger Bands bereits, was bedeuten könnte, dass ein Durchbruch bevorsteht. Hier könnte eine gute Entscheidung lauten: bei eng gesetzten Stopps kaufen.

USD/JPY
Dieses Paar befindet sich nach wie vor inmitten eines kontinuierlichen Aufwärtstrends, der bislang nicht nachlässt. Auf der Stunden-Chart hat sich eine deutlich rückläufige Handelsspanne gebildet. Möglicherweise besteht weiteres Potenzial für die Aufwärtsbewegung. Sobald das Paar die 92,20-Marke überwindet, wird sich voraussichtlich ein weiterer deutlicher Durchbruch aufwärts ergeben.

USD/CHF
Dieses Paar befindet sich inmitten einer Preiskorrektur nach oben und handelt derzeit um die 1,0340-Marke. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind aufwärts gerichtet. Somit könnten sich weitere Aufwärtstendenzen einstellen. Kaufen könnte hier eine gute Entscheidung sein.

 

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