2010-01-07
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD rutscht nach FOMC-Protokoll ab
Der Dollar verzeichnete gestern, nach dem veröffentlichten Protokoll des Offenmarktausschusses gegenüber einem Großteil der Gegenwährungen Kursverluste. Laut Sitzungsprotokollen am Mittwochabend erklärte die US-Notenbank, dass es im Ganzen keine wesentliche Änderung bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage gebe. Zu Handelsschluss gab der USD um 0,4% zum EUR nach und notierte bei 1,4417. Eine ähnliche Entwicklung konnte gegenüber dem Pfund Sterling beobachtet werden. Hier schloss die US-Währung bei 1,6015.
In den vergangenen Monaten ist der USD-Kurs angesichts der verbesserten US-Wirtschaftslage wiederholt gestiegen. Anleger hofften auf eine frühe Anhebung der niedrigen Leitzinssätze durch die Federal Reserve. Diese Erwartungen wurden jedoch durch die gestrigen Sitzungsprotokolle des Offenmarktauschusses gedämpft. Darüber hinaus führen Marktteilnehmer den Kursrückgang des Dollar auf den wachsenden Konjunkturoptimismus zurück. Während der schwersten Finanzkrise in der Geschichte wurde der USD mehrfach als risikoarme Safe-Haven-Investition gehandelt. Das gesteigerte Anlegervertrauen in die US-Wirtschaft führte des Weiteren zu Wochenbeginn zu Investitionen in Währungen und Rohstoffe, die höhere Erträge abwerfen.
Heute stehen wieder wichtige Indikatoren auf der US-Wirtschaftsagenda: 14:30 Uhr – US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) und 16:30 Uhr Erdgas-Lagerbestände, USA. Sollten die Ergebnisse über den Erwartungen liegen, könnte der Dollar seine gestrigen Verluste gegenüber Hauptwährungen wie EUR und GBP möglicherweise ausgleichen. Sollten die Daten die Prognosen jedoch enttäuschen, könnte es heute auf einen ziemlich bärenhaften Börsengang für den Dollar hinauslaufen. Anleger sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnte sich eine optimale Gelegenheit bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung der vorgenannten Wirtschaftsdaten ergeben.
EUR – EUR schließt fester gegen Dollar und Yen
Für den EUR ergab sich gestern ein zinsbullischer Handelstag mit Kursgewinnen gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Auch am Mittwoch setzte die europäische Gemeinschaftswährung ihren Aufwärtstrend gegen den US-Dollar fort und handelte angesichts eines umfassenden Dollar-Verkaufs oberhalb der $1,4417-Marke. Zum JPY konnte eine ähnliche Kursentwicklung beobachtet werden. Das entsprechende Paar kletterte bis zum Ende des Handelstages von 132,30 auf 133,10.
Der EUR stand am Mittwoch wiederholt unter dem Einfluss steigender globaler Aktienmärkte sowie eines schwächelnden US-Dollar. Der deutliche Kursanstieg an den US-Aktienmärkten veranlasste die Investoren im Mittwochshandel, sich an Titeln mit Rohstoffbezug sowie gewinnträchtigen Positionen zu orientieren, und wieder vermehrt in EUR anzulegen.
Mit fortschreitender Stabilisierung der globalen Wirtschaft, richten die Marktteilnehmer ihre Handelsstrategien zunehmend nach den Ergebnissen der Fundamentaldaten und kurzfristigen Zinssätzen aus. Dies könnte dem EUR jedoch in den kommenden Monaten Einhalt gebieten.
Wichtigster Indikator aus der Eurozone heute, ist das für 12:00 Uhr erwartete, saisonbereinigte Ergebnis des Auftragseingangs in Deutschland für den Monat November, ausgegeben vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Experten erwarten eine Ergebnissteigerung im Vergleich zur vorherigen Lesung. Anleger sollten hier aufmerksam bleiben. Übertreffen die Ergebnisse die Erwartungen, könnte dies dem EUR im heutigen Handel Aufschwung verleihen.
JPY – JPY setzt freien Fall fort
Der japanische Yen gab gestern deutlich gegen einen Großteil seiner Gegenwährungen nach. Auslöser waren laut Anleger, unter anderem, eine Reihe positiver Konjunkturdaten weltweit. Im Land selbst überraschte Finanzminister Hirohisa Fujii seine Amtskollegen mit einer Rücktrittserklärung aus gesundheitlichen Gründen.
Nachfolgend ergab sich für Japans Yen Abwärtsdruck, angesichts der ohnehin in Schwierigkeiten geratenen japanischen Regierung, die gegenwärtig gegen Deflation, eine brüchige Wirtschaft und hohe Staatsschulden kämpft.
Experten gehen jedoch davon aus, dass der Rücktritt des Finanzministers wenig Einfluss auf die Währungspolitik Japans nehmen wird. Nachfolger von Fujii wird Vize-Regierungschef Naoto Kan. Welche Maßnahme Japans neuer Finanzminister ergreifen wird, um dem steigenden Yen entgegenzuwirken und die stark Export abhängige Konjunktur zu stützen, bleibt offen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der rückläufige Trend dieses Paares scheint nachzugeben. EUR/USD konsolidiert um 1,4390. Auf der 4-Stunden-Chart bewegt sich der RSI bereits im „überkauften“ Bereich, was bestätigt, dass der jüngste Abwärtstrend zum Ende kommt und sich eine Kurskorrektur nach oben ankündigt. Hier könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Die rückläufige Anordnung auf der Tages-Chart bleibt momentan unverändert, jedoch scheint das Momentum nachzulassen. Auch auf der Stunden-Chart kann eine leicht rückläufige Anordnung beobachtet werden, jedoch ohne jegliche Ausrichtung. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten und erst anschließend einsteigen.
USD/JPY
Die Tages-Chart gibt neue Signale einer zinsbullischen Bewegung aus. Jegliche Anzeichen eines Abwärtstrends haben sich aufgelöst. Auf der Stunden-Chart bestätigt der RSI diese Tendenz und lässt erkennen, dass der Aufwärtstrend Potenzial in sich trägt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der RSI der Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.


