2010-01-13
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar verliert gegen JPY
Der USD gab gestern gegen den EUR leicht nach, während Händler Risikoanlagen wie Aktien und Rohöl mieden und sich auf den „sicheren“ Yen konzentrierten. Mehr Mindestreserven für Geschäftsbanken und eine erschwerte Kreditvergabe in China waren jedoch nicht der einzige Grund, der die Risikobereitschaft der Anleger im Zaum hielt. Laut einem Bericht der Europäischen Kommission könnte das Haushaltsdefizit Griechenlands noch größer ausfallen als bislang erwartet.
Zu Handelsschluss notierte EUR/USD bei 1,4472. Der Eröffnungspreis wurde mit 1,4482 ausgegeben.
Da es gestern keine neuen Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft gab, stand der USD weiterhin unter dem Einfluss des enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichts „Non-Farm Payrolls“ vom vergangenen Freitag. Die fehlenden Arbeitsplätze in den USA könnten zum Stolperstein für den Dollar werden. Wie dem auch sei, gegenwärtig scheint die Konjunktur in der Eurozone, Großbritannien und Japan unter keinem besseren Stern zu stehen.
Der heutige Handel könnte vom Ergebnis zum US-Haushaltssaldo für den Monat Dezember beeinflusst werden. Experten prognostizieren ein Defizit von -84,9 Mrd. US-Dollar. Unter Händlern gilt das US-Haushaltssaldo als wichtiger Anhaltspunkt für die USD-Kursentwicklung. Die US-Regierung konnte das gigantische Haushaltsdefizit bislang kaum schmälern. Ein Großteil des US-Wirtschaftsaufschwungs lässt sich auf die Rettungsmaßnahmen der US-amerikanischen Regierung zurückführen. Sobald die USA so jedoch genannte „Exit-Strategien“ anstreben, könnte womöglich ein deutlicher Kursabfall des USD zu beobachten sein.
EUR – EUR wertet aufgrund Griechenland-Staatsschulden ab
Am gestrigen Handelstag wurden für den EUR unterschiedliche Entwicklungen gegenüber den Hauptwährungen deutlich. Weiterhin anhaltende Sorgen um die enorme Staatsverschuldung Griechenlands brachten den EUR erneut unter Druck. Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou bestätigte bereits am Freitag, dass eine überarbeitete Fassung des Stabilitätsplans für Griechenland in der kommenden Woche in Brüssel vorgelegt werde. Das Haushaltsdefizit des Landes wird von der neuen Regierung 2009 mit 12,7% angegeben. Dennoch ist Papakonstantinou davon überzeugt, dass die griechische Wirtschaft im kommenden Jahr laut Plan wieder einen Wachstumskurs einschlagen wird.
Experten befürchten, dass die Europäische Zentralbank über den Ankauf von Staatsanleihen das Staatsdefizit Griechenlands finanzieren werde.
Der EUR rutschte im gestrigen Handel gegen GBP und JPY ab. EUR/GBP schloss sogar bei 0,8960, nach einem Eröffnungskurs um 0,9012.
Händler europäischer Währungen sollten ihr Augenmerk heute auf die Veröffentlichung der Industrieproduktionszahlen in Großbritannien für den Monat November richten. Dieser Indikator gilt als wichtiger Maßstab für konjunkturelle Aktivität und Expansion. In den letzten Monaten enttäuschten die Daten aus England überwiegend. Dennoch ist dieser Indikator von Bedeutung für die kurzfristige GBP-Entwicklung.
JPY – Yen behauptet sich auf breiter Front
Am Dienstag zählte Japans Yen zu den Gewinnern des Handelstages, nachdem bekannt wurde, dass die Volksrepublik China für ihre Banken eine Mindestreserveerhöhung vorsieht. Diese Nachricht überraschte die Märkte und veranlasste Händler dazu, ihre Yen-Short-Positionen abzugeben. Die japanische Währung verzeichnete gestern zum vierten Handelstag in Folge Kursgewinne. Experten gehen davon aus, dass künftig weitere Straffungen der Währungspolitik in China folgen werden.
USD/JPY gab am Dienstag entsprechend um 1,01% nach und handelt aktuell um 91,05. Der heutige Eröffnungspreis wurde mit 92,18 ausgegeben. Das Währungspaar verbuchte Gewinne, insbesondere nachdem die Unterstützung bei 92,25 überwunden wurde. Auch zu EUR und Pfund Sterling schloss der Yen fester. GBP/JPY handelt um 147,09, nach einem Eröffnungspreis von 148,34. EUR/JPY wiederum schwankt aktuell um 131,80, nach einem Eröffnungspreis um 133,53.
USD/JPY erreichte im heutigen Handel bereits ein Tagestief um 91,00. Sollte diese Unterstützungsmarke durchbrochen werden, könnte das Währungspaar seinen bisherigen Trend wieder aufnehmen. Die nächste Unterstützung liegt dann womöglich bei 89,60.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar bleibt weiterhin in seiner bisherigen Handelsspanne zwischen 1,4550 und 1,4450. Der RSI auf der Stunden-Chart nähert sich dem „überkauften“ Bereich. Dies könnte ein Zeichen für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung innerhalb der Handelsspanne sein. Somit könnte es sich heute als eine gute Wahl herausstellen, innerhalb der Spanne bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen. Bleiben Sie jedoch achtsam, sollte sich eine Überwindung der Handelsspanne vollziehen, könnten sich stärkere Bewegungen ergeben.
GBP/USD
Ein Großteil der Indikatoren dieses Paares nimmt gegenwärtig eine neutrale, jedoch aufwärts gerichtete Stellung ein. Da sich GBP/USD der Widerstandsmarke um 1,6200 nähert, ist es möglich, dass sich deutlicher Abwärtsdruck einstellt. Sollte das Paar dieses Level jedoch durchbrechen, könnte es in den darauf folgenden Handelsstunden sogar bis auf die 1,6250-Marke klettern. Hier kann es von Vorteil sein, die nächsten Entwicklungen um die aktuelle Widerstandsmarke zunächst zu beobachten.
USD/JPY
Nach dem gestrigen anhaltenden Abwärtstrend, gibt das Paar aktuell Anzeichen einer Kurskorrektur aus. Darüber hinaus hat der RSI der Stunden-Chart mittlerweile in den „überkauften“ Bereich gedreht und diesen auch bereits wieder verlassen. Hier kündigt sich eine zinsbullische Trendwende an. Darüber hinaus gibt der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart ein zinsbullisches Cross aus. Auf steigende Kurse zu setzen könnte bei USD/JPY heute eine gute Entscheidung sein.
USD/CHF
Dieses Paar schwankt nach wie vor innerhalb einer engen Handelsspanne zwischen 1,0150 und 1,0200. Während eine leicht zinsbullische Anordnung deutlich wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Widerstandsmarke 1,0200 noch heute überwunden werden kann. Im Anschluss ist von einem starken Aufwärtstrend auszugehen. Bislang gibt es keinen Indikator, der diese Entwicklung bestätigt. Entsprechend ist es ratsam, nächste USD/CHF-Bewegungen vorerst abzuwarten.


