2010-01-19

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar fällt auf Monatstief gegen Pfund Sterling
Das britische Pfund Sterling wertete im gestrigen Montagshandel deutlich gegen den US-Dollar auf, nachdem Presseangaben zufolge bekannt wurde, dass der US-Lebensmittelriese Kraft Foods mit dem britischen Süßwarenhersteller Cadbury um die bislang angebotene Übernahmeofferte verhandle. GBP/USD handelt aktuell um die Marke von 1,6405. Der EUR/USD-Handel am Montag war aufgrund des US-amerikanischen Feiertags Martin Luther King Day, an dem die Börsen in den USA geschlossen blieben, verhältnismäßig stabil. Aktuell handelt das Paar bei 1,4385.
Heute sollten USD-Anleger das Ergebnis zu den US-Wertpapierkäufen und -verkäufen ausländischer Investoren im Monat November aufmerksam verfolgen, das um 15:00 Uhr veröffentlicht wird. Die so genannten TIC-Daten geben den Saldo der ausländischen Wertpapierkäufe und -verkäufe wieder. Dieser Bericht ist ein viel beachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in den USA.
Für gewöhnlich setzt nach Veröffentlichung des TIC-Berichts hohe Volatilität für die USD-Paare ein. Hier bleibt es spannend, wie stark China und der asiatische Raum das US-Haushaltsdefizit weiter mitfinanzieren. Sollte deutlich werden, dass die Nachfrage nach US-Anleihen wieder zurückgeht, könnte dies erneut Verkaufsdruck auf den Dollar auslösen.

EUR – Haushaltskrise Griechenlands trübt EUR-Sentiment ein
Am Montag belasteten wiederholte Sorgen um die schwere Haushaltskrise Griechenlands den EUR. Die europäische Gemeinschaftswährung verzeichnete entsprechend Kursverluste gegen einige Hauptwährungen. EUR/GBP rutschte deutlich ab und handelt aktuell um 0,8765. Zum Yen gab der EUR in den vergangenen Stunden um nahezu 40 Punkte nach und notiert nun um die Marke von 130,20. Nach Einschätzung der Finanzminister in Brüssel ist Griechenland ein Einzelfall. Die Zuversicht in die Regierung Athens und die Richtigkeit ihrer bereits eingeleiteten Maßnahmen hielten die EUR-Kursverluste gestern im Zaum.
Heute sollten sich EUR-Händler auf das Ergebnis von Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen für den Monat Januar konzentrieren, das um 11:00 Uhr veröffentlicht wird. Der Bericht misst die Erwartung von deutschen Unternehmern in die künftige wirtschaftliche Entwicklung und löst in der Regel im Anschluss an seine Ausgabe hohe Kursschwankungen aus.
Im vergangenen Monat riefen die ZEW-Konjunkturerwartungen heftige EUR Kursverluste insbesondere gegenüber dem US-Dollar hervor. Experten prognostizieren für heute ein ähnliches Ergebnis zum Vormonat. Entsprechend könnte der Euro seinen Abwärtstrend im Dienstagshandel fortsetzen. Sollte das Ergebnis die Erwartungen jedoch übertreffen, könnte der EUR womöglich einige Kursverluste ausgleichen.

JPY – Yen steigert Gewinne gegen USD und EUR
Ein wiederauflebender Yen machte gestern kräftig an Boden sowohl gegen US-Dollar als auch EUR gut, was die Marktteilnehmer auf eher enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone zurückführten. Für entsprechend begrenzt halten Marktanalysten die jüngsten Aufwärtstendenzen des japanischen Yen. Da sich Japans Wirtschaft überwiegend auf den Ausfuhrsektor stützt, kann ein starker JPY die Exportindustrie des Inselstaats belasten. Noch wird es sich zeigen, welche finanzpolitischen Maßnahmen der neue Finanzminister der Regierung Tokios in Zukunft ergreifen will.
Heute steht der Yen voraussichtlich unter dem Einfluss der Konjunkturindikatoren aus der Eurozone und Großbritanniens. Positive Ergebnisse für EUR und Pfund Sterling könnten die Risikobereitschaft der Händler antreiben und Verkaufsdruck für den JPY bedeuten. Gleichzeitig stehen enttäuschende Daten aus Europa für eine Unterstützung des Safe-Haven-Yen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
USD/JPY bewegt sich im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 8-Stunden-Chart. Auf der 4-Stunden-Chart bildet der MACD aktuell ein zinsbullisches Cross. Auch der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt ein solches aus. Kaufen könnte hier eine gute Wahl für heute sein.

GBP/USD
Für dieses Paar könnte sich heute eine Kurskorrektur zum jüngsten Aufwärtstrend ergeben. Auf der Stunden-, 2-Stunden- und 8-Stunden-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Auf der 2-Stunden- und Tages-Chart gibt der Slow Stochastic ein rückläufiges Cross aus. Auf fallende Kurse zu setzten, könnte bei GBP/USD heute die richtige Entscheidung sein.

USD/JPY
Da der Slow Stochastic auf der 8-Stunden- und Tages-Chart aufwärts gerichtete Crosse zu erkennen gibt, könnten sich für USD/JPY heute zinsbullische Tendenzen ergeben. Dies bestätigt der RSI der 2- und 8-Stunden-Chart, der sich dem „überkauften“ Bereich bereits nähert. Auf steigende Kurse zu setzen, könnte sich bei diesem Währungspaar heute auszahlen.

USD/CHF
Auf der 2-Stunden-Chart schwankt der RSI dieses Paares im „überkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt ein neues zinsbullisches Cross an. Darüber hinaus gibt der MACD auf der Stunden-Chart ein bevorstehendes zinsbullisches Cross aus. Bei USD/CHF könnte es heute von Vorteil sein, zu kaufen.

 

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