2010-01-26

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Verkauf bestehender Häuser sinkt drastisch
In den USA ist der Verkauf bestehender Häuser im Monat Dezember so stark wie nie zuvor eingebrochen Die Märkte reagierten nervös. Händler entschlossen sich vorübergehend dazu, ihre USD-Anlagen zugunsten des EUR abzustoßen. Jedoch, zu Handelsschluss notierte EUR/USD im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Leitzinsentscheids der US-Notenbank am Mittwoch nahezu unverändert zum Eröffnungspreis.
Das Währungspaar EUR/USD handelte bei 1,4155. Der Eröffnungspreis lag bei 1,4166.
Die Vielzahl der Wirtschaftsindikatoren, die in dieser Woche veröffentlicht werden, lösen bei den Händlern Unentschlossenheit aus. Am Mittwoch erwartet die Märkte der Leitzinsentscheid des zuständigen Offenmarktausschusses der US-Notenbank Federal Reserve. Volkswirte gehen davon aus, dass die Fed ihre Zinssätze unverändert belassen und ihren Kurs der Niedrigzinspolitik für geraume Zeit fortsetzen wird.
Auf der heutigen US-Agenda steht um 16:00 Uhr der Index des Verbrauchervertrauens für den Monat Januar. Der Bericht des Forschungsinstituts Conference Board spiegelt das Konsumklima in den USA wieder und nimmt in der Regel Einfluss auf den Tagestrend des Währungspaares EUR/USD. Positive Ergebnisse könnten dem USD weiteren Auftrieb verleihen und das Paar bis zur Unterstützungsmarke von 1,4040 drücken.

EUR – Risikoaversion kehrt zurück
Der EUR-Handel 2010 sollte nach Meinung der Marktakteure eigentlich von der Unterschiedlichkeit der Leitzinspolitik in der Eurozone und den USA in Bewegung gebracht werden. Bislang zeichneten sich jedoch eher gegenteilige Entwicklungen an den Märkten ab. Hingegen ist das Thema erhöhte Risikoaversion wieder auf dem Tisch und enttäuschende globale Konjunkturdaten, Obamas Bankenregulationspläne, die Sorge um Griechenlands hohe Staatsverschuldung sowie die drohende Ablehnung der zweiten Amtszeit von Ben Bernanke als Notenbank-Chef der Federal Reserve durch den US-Senat verunsichern und belasten die Märkte in dieser Woche.
Für die Währungshändler bedeutet dies ein Anhalten der verzögerten Rückkehr zu den regulären Handelstendenzen, die wir noch aus der Zeit vor der Finanzkrise kennen. Wie in der vergangenen Handelswoche zu beobachten war, hat der USD mittlerweile einen Aufwärtstrend eingeschlagen, der gegenwärtig nicht nachlässt und das, trotz jüngster Regulationspläne der Obama-Regierung, die Größe der Banken zu begrenzen, das Ausmaß risikoreicher Geschäfte einzuschränken und das Investmentbanking stärker von den restlichen Geschäften zu trennen.
In der Eurozone leidet das Vertrauen in die wirtschaftliche Lage aktuell unter der finanziellen Instabilität nicht nur Griechenlands, sondern auch anderer Mitgliedsstaaten wie Portugal und Italien. Für die finanzielle Lage in Griechenland zeichnet sich jedoch langsam Besserung ab. Der hoch verschuldete Mitgliedsstaat platzierte nun eine erste Staatsanleihe im Volumen von 8 Mrd. Euro. Die Nachfrage nach den Anleihen mit fünfjähriger Laufzeit war dreifach so hoch wie das Angebot.
Die heutige Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindexes aus Deutschland könnte neue Hinweise auf die Stimmung in der Eurozone geben. Ein weiterer wichtiger Indikator kommt heute aus Großbritannien: BIP, 4. Quartal, 1. Veröffentlichung. Die Daten könnten sich als richtungsweisend für die kommende Wochen herausstellen und sollten aufmerksam verfolgt werden. Fällt das vorläufige Ergebnis positiv aus, könnte der EUR weiter nachgeben und EUR/GBP bis auf 0,8650 abrutschen.

JPY – Märkte erwarten Japans Leitzinsentscheid
Das Währungspaar USD/JPY handelte am gestrigen Montag innerhalb einer engen Spanne, nachdem die neuesten Zahlen zu den US-Eigenheimverkäufen aus dem Bestand die Marktteilnehmer enttäuschten. Das Paar glich einige Verluste wieder aus, als der japanische Yen im Vorfeld der für heute erwarteten Ankündigung einer Ausweitung des Notkreditprogramms für Japans Banken durch die japanische Zentralbank Bank of Japan (BoJ) leicht unter Druck geriet. Diese sowie eine Ausweitung der Käufe von Staatsanleihen will Tokio durchsetzen, sollte sich die Erholung der Konjunktur nicht behaupten. Eine drohende Deflation lastet bereits seit geraumer Zeit auf der japanischen Wirtschaft. Die Konjunkturerholung erweist sich jüngst, angesichts des vorherrschenden Preisverfalls sowie einer zurückhaltenden Kaufbereitschaft der Konsumenten, wiederholt als schwierig.
Für USD/JPY wurde gestern ein Tageshoch bei 90,32 ausgegeben, während der Kurs zu Handelsbeginn bei 90,07 lag.
Viele Händler eröffneten gestern im Vorfeld der den Zinsentscheid begleitenden Pressekonferenz der BoJ ihre Yen-Positionen. Für Japans Yen könnten sich heute Kursverluste abzeichnen. Am morgigen Mittwoch wird die japanische Notenbank entsprechend den Erwartungen der Experten ihre Leitzinssätze voraussichtlich unverändert belassen. Möglicherweise wertet der Yen somit morgen weiter ab. Das Paar USD/JPY kann in Folge dessen die Widerstandsmarke von 91,75 erreichen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart ist zu erkennen, dass eine Überwindung der unteren Bollinger Bands bevorsteht. Darüber hinaus schwankt der RSI bereits im „überkauften“ Bereich auf der Stunden- und Tages-Chart. Der Slow Stochastic zeigt auf der Stunden-Chart ein sich bildendes zinsbullisches Cross an. Kaufen könnte bei EUR/USD eine gute Wahl für heute sein.

GBP/USD
Für dieses Paar sind unterschiedliche Signale zu erkennen. Während der Slow Stochastic der Stunden- und Tages-Chart zinsbullische Crosse ausgibt, ist das rückläufige Cross des Stunden-Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart nicht zu übersehen. Der RSI der 2-Stunden-Chart nähert sich wiederum dem „überkauften“ Bereich. Bei diesem Paar deutlichere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Strategie sein.

USD/JPY
Für dieses Paar könnte sich heute eine Kurskorrektur ergeben. Eine Überwindung der unteren Bollinger Bands auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart wird immer wahrscheinlicher, während der Tages-Slow Stochastic ein zinsbullisches Cross ausgibt. Außerdem bewegt sich der RSI auf der Tages- und Stunden-Chart bereits deutlich auf den „überkauften“ Bereich zu. Bei USD/JPY könnte es heute von Vorteil sein, zu kaufen.

USD/CHF
Auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart wird eine Überwindung der oberen Bollinger Bands offensichtlich. Der RSI der Tages- und Stunden-Chart hat bereits in den „überkauften“ Bereich gedreht. Auch für den Stunden-Slow Stochastic ist mittlerweile ein rückläufiges Cross zu erkennen. Verkaufen könnte bei USD/CHF heute von Vorteil sein.

 

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