2010-01-27

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Bernankes Senatsbestätigung kann optimistische Aussagen generieren
Nach der gestrigen USD-Aufwertung scheint sich das Währungspaar EUR/USD mittlerweile im Vorfeld volatiler Schwankungen zu konsolidieren. Nach einem Kursanstieg von über 100 Punkten, bewegt sich der USD nun um die Marke von 1,4070 zum EUR. Ähnliche Kursentwicklungen konnten am Dienstag gegenüber GBP beobachtet werden. Hier handelt die US-Währung aktuell um 1,6120.
Auf der US-amerikanischen Wirtschaftsagenda stehen heute eine Reihe wichtiger Berichte. Sollte das für 16:00 Uhr erwartete Ergebnis zu den US-Neubauverkäufen für den Monat Dezember positiv ausfallen, könnte der USD neuen Auftrieb erfahren.
Wichtigste Veröffentlichung des Tages ist jedoch der Leitzinsentscheid des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank Federal Reserve um 20:15 Uhr. Die Augen der Händler sind auf Ben Bernanke gerichtet. Der Fed-Chef könnte sich in Anbetracht der am kommenden Sonntag ausstehenden Bestätigung seiner zweiten Amtszeit durch den US-Senat marktoptimistisch äußern. Dies könnte die jüngste USD-Stärke weiter vorantreiben. Die Marktteilnehmer stellen sich im Vorfeld des Entscheids die Frage, ob sie richtig positioniert sind.

EUR – EUR fällt trotz gestiegenem Ifo-Geschäftsklimaindex
Die Wirtschaft der Eurozone wird heute voraussichtlich, angesichts einer Vielzahl von Konjunkturdaten aus den USA, Großbritannien und Neuseeland, in den Hintergrund des heutigen Marktgeschehens treten. Im gestrigen Handel wertete der EUR gegen einen Großteil der Hauptwährungen überwiegend ab. EUR/USD bewegt sich aktuell um die Marke von 1,4070, während sich das Währungspaar langsam zu konsolidieren beginnt. Die Währung der 16 Nationen könnte von einer gesteigerten Risikobereitschaft am Markt profitieren, die sich möglicherweise aus positiven Konjunkturdaten heute ergibt.
Trotz merklich gestiegenem Ifo-Geschäftsklimaindex, rutschte der EUR-Kurs gestern leicht ab. Möglicherweise entspricht der Zuversichtsgrad der Anleger nicht dem wichtigsten Wirtschaftsbarometer Deutschlands. Die 1. Veröffentlichung der BIP-Zahlen Großbritanniens für das 4. Quartal 2009 am gestrigen Handelstag wirkte mit einem Rückgang Marktoptimismus entgegen. Zu beobachten bleibt der Bericht der Spitzenorganisation der britischen Arbeitgeberverbände CBI zu ihren erzielten Umsatzzahlen im heutigen Tagesverlauf.
Anleger sollten ihr Hauptaugenmerk am Mittwoch auf Veröffentlichungen aus den USA richten, die in Zusammenhang mit dem US-Immobilienmarkt und den Leitzinsentscheid der Währungshüter aus Amerika stehen. Um 20:15 Uhr wird der US-Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC) seinen Zielsatz bekannt geben und damit voraussichtlich höchste Volatilität am Markt auslösen. Sollte sich Fed-Chef Ben Bernanke in der anschließenden Pressekonferenz zum Leitzinsentscheid in Hinsicht auf die US-Konjunkturaussichten optimistisch zeigen, könnte sich der USD-Aufwärtstrend verstärken und der EUR zusätzlich abwerten.

JPY – Monatlicher Bericht zum japanischen Leitzins
Trotz USD-Stärke gewinnt Japans Yen gegenwärtig stärker an Momentum als die US-Währung. Zum Dollar kletterte der JPY im gestrigen Dienstagshandel in Richtung 89,00-Marke, von zuvor 92 und markierte somit einen deutlichen Kursanstieg trotz anhaltendem USD-Aufwärtstrend.
Heute erwarten Anleger den monatlichen Bericht der BoJ, in dem die zahlreichen wirtschaftlichen Faktoren zusammengefasst werden, die zur jüngsten Entscheidung über den japanischen Leitzins geführt haben. Dieser Bericht der BoJ hat das Potential, sich direkt auf den aktuellen Yen-Kurs auszuwirken. Trotz großer Relevanz richten sich die Anlegeraugen heute verstärkt auf Ben Bernanke und den US-Leitzinsentscheid, der heute Abend um 20:15 Uhr bekannt gegeben wird.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Für EUR/USD ergaben sich in den vergangenen 2 Wochen äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Daten bestätigen jedoch eine mögliche Aufwärtsbewegung für heute. Der RSI der Tages- und 4-Wochen-Chart zeigt, dass das Paar inzwischen in den „überkauften“ Bereich gedreht hat, was bedeuten kann, dass eine Kurskorrektur nach oben unmittelbar bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.

GBP/USD
Für dieses Währungspaar ergaben sich in der vergangenen Woche Kursverluste. Aktuell handelt es um 1,6125. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gegenwärtig ein zinsbullisches Cross aus. Eine Preiskorrektur nach oben ist wahrscheinlich. Der RSI der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

USD/JPY
Ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic hat sich auf der Tages-Chart gebildet und weist auf eine Kurskorrektur nach oben bereits in unmittelbarer Zukunft hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Eine gute Strategie könnte lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/CHF
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich USD/CHF um die 1,0470-Marke. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeutet, dass der jüngste Aufwärtstrend tatsächlich ein Ende finden könnte und eine abwärts gerichtete Preiskorrektur bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute die richtige Wahl sein.

 

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