2010-01-28
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Spekulationen um Zinssätze bringen Dollar Auftrieb
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) beließ ihren Leitzins am Mittwoch unverändert. Nach den Sitzungstagen des Offenmarktausschusses trafen die Währungshüter in den USA die Entscheidung, ließen die Möglichkeit einer Anhebung der Zinssätze in naher Zukunft jedoch offen. Die Märkte reagierten mit einem deutlichen USD-Kursanstieg, der nahezu ein neues 6-Monatshoch gegen den EUR markierte. Am Mittwoch handelte das Paar noch bei 1,3994, bevor ein Erholungstrend bis zur Marke von 1,4020 einsetzte.
Die die heutigen Devisenmärkte betreffenden Nachrichten drehen sich überwiegend um den USD. Unter anderem: US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter des Monats Dezember, US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der vergangenen Woche sowie eine Probeabstimmung für die Wiederwahl von Fed-Chef Bernanke im US-Senat in Washington. Entsprechend kann sich hohe Marktvolatilität einstellen.
Analysten zeigen sich optimistisch in Bezug auf die Nachrichten. Die Daten zur Arbeitslosenlage und zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter sollen positiver als zu ihrer Vormessung ausfallen. Händler könnten sich darauf einstellen, dass der USD zunächst weiterhin aufwertet, sollten die vorgenannten US-Indikatoren ihren Prognosen entsprechen. Insbesondere zum EUR können sich erneut Kursgewinne ergeben, da die anhaltenden Sorgen um Griechenlands Schuldenberg weiterhin auf der europäische Gemeinschaftswährung lasten.
EUR – EUR auf neuem Rekordtief gegen Dollar
Der EUR fiel am Mittwoch zum US-Dollar unter die psychologisch wichtige Marke von 1,4000. Ursache hierfür waren überwiegend Spekulationen um eine Anhebung der US-Leitzinssätze in naher Zukunft in Kombination mit anhaltenden Sorgen um den hoch verschuldeten Mitgliedsstaat Griechenland. Investoren kehrten Risikowährungen den Rücken, insbesondere nachdem deutlich wurde, dass die Zinssätze in der Eurozone aller Voraussicht nach zunächst auf dem gegenwärtigen Niedrigzinsniveau verbleiben werden.
Am heutigen Handelstag bestimmt möglicherweise der USD die EUR-Tendenzen am Markt. Einzig bedeutende Veröffentlichung aus dem Euroraum sind die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland für den Monat Januar, die um 9:55 Uhr ausgegeben werden. Prognosen zufolge soll die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl im Januar angestiegen sein. Ist dies der Fall, könnte der ohnehin schwache EUR unter weiteren Druck geraten.
Händler sollten darüber hinaus ihre Augen in Bezug auf den EU-Mitgliedsstaat Portugal offen halten. Möglicherweise kreist auch über Portugal bereits der Pleitegeier. Experten zufolge reicht die momentane Hauhaltslage nicht aus, um das vorhandene Defizit auf ein verantwortbares Level zu drücken. Ungewiss bleibt, ob der EUR mit zusätzlichen Abwärtstendenzen auf die Portugal-Situation reagiert.
JPY – USD/JPY wertet nach Fed-Sitzung auf
Zum USD gab der japanische Yen im frühen Morgenhandel nach und kletterte auf sein aktuelles Niveau bei 90,30. Investoren konzentrieren sich angesichts einer möglichen bevorstehenden Leitzinsanhebung in den USA wieder verstärkt auf USD-Anlagen und kehren dem Yen den Rücken. Der JPY-Kurs rutschte auch zum EUR ab. Das entsprechende Währungspaar handelt aktuell um 126,50.
Yen-Anleger sollten heute auf wichtige japanische Wirtschaftsindikatoren wie den Bericht zu den Haushaltsausgaben und die Ergebnisse des Monetary Policy Meeting achten. Positive Konjunkturdaten aus Japan könnten dem Yen etwas Unterstützung am Markt verleihen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Für dieses Paar ergeben sich heute möglicherweise Kurskorrekturen. Auf der 4-Stunden, 8-Stunden- und Tages-Chart scheint der RSI bereits in den „überkauften“ Bereich gedreht zu haben. Darüber hinaus gibt der MACD auf der Stunden-Chart ein bevorstehendes zinsbullisches Cross aus. Kaufen könnte hier heute eine gute Wahl sein.
GBP/USD
Dieses Paar bewegt sich aktuell in neutralen Bereichen. Händler sollten jedoch aufmerksam bleiben und die Stunden-Chart nicht aus den Augen verlieren. Hier gibt der MACD ein neues rückläufiges Cross aus, was ein Zeichen für ein Anhalten der jüngsten Abwärtstendenzen sein kann. Anleger sollten jedoch weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
USD/JPY
Da der RSI auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich schwankt und der Slow Stochastic der 2- und 4-Stunden-Chart rückläufige Crosse anzeigt, ist eine Kurkorrektur nach unten heute wahrscheinlich. Auf fallende Kurse zu setzten, könnte bei USD/JPY die richtige Entscheidung sein.
USD/CHF
Auf der 4-Stunden, 8-Stunden und Tages-Chart bewegt sich der RSI im „überkauften“ Bereich. Auf der 8-Stunden-Chart wird eine bevorstehende Überwindung der oberen Bollinger Bands offensichtlich, während der MACD der Stunden-Chart ein rückläufiges Cross zu erkennen gibt. Bei USD/CHF heute zu verkaufen, könnte sich auszahlen.


