2012-01-17
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – An einem schwachen Handelstag nähert sich der USD einem 17-Monats-Hoch zum Euro
Am Montag trennten sich Händler vom Euro zugunsten des US Dollar, da neuerliche Sorgen hinsichtlich der Eurozone Safe-Hafen-Anlagen Auftrieb verliehen. Gestern gab es nur recht schwachen Handel, da die US Märkte wegen eines gesetzlichen Feiertags geschlossen blieben. Dennoch setzte die EUR/USD-Paarung den ganzen Tag hindurch ihren rückläufigen Lauf fort und nähert sich einem neuerlichen 17-Monats-Hoch. Zu seinen anderen Haupt-Währungsrivalen verhielt sich der Dollar den Tag über entschieden rückläufig. Zum japanischen Yen und zum kanadischen Dollar kam es zu Kursverlusten, während der USD zum britischen Pfund Sterling recht flach handelte.
Heute sollten USD Händler besondere Aufmerksamkeit auf Wirtschaftsnachrichten oder Bekanntmachungen aus der Eurozone legen. Die dortige Krise beherrscht nach wie vor die Schlagzeilen, und Analysten sind der Ansicht, dass, ohne wie immer geartete positive Nachrichten, die EUR/USD-Paarung das Potential aufweist noch erheblich weiter abzusinken. Die für 10:00 Uhr MGZ vorgesehene Veröffentlichung der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland wird an den Märkten voraussichtlich nicht unerhebliche Volatilität verursachen. Ein positives Ergebnis dürfte bewirken, dass beim mittäglichen Handel der Euro zum Dollar eine leichte Korrektur verzeichnen könnte.
Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass der kanadische Tagesgeldsatz und der Leitzinssatz der Bank of Canada die USD/CAD-Paarung beeinflussen werden. Ein positives Statement dürfte den USD zu seinem kanadischen Gegenstück nach unten drücken.
EUR – Abbruch der griechischen Schuldengespräche lässt EUR absinken
Die Nachricht vom Freitag, dass die Kreditwürdigkeit einer Anzahl von Staaten der Eurozone durch eine führende Rating-Agentur herabgesetzt wurde, ließ den Euro den ganzen gestrigen Tag über leicht absinken. Zudem verstärkten Berichte über den Abbruch der Verhandlungen über einen griechischen Schulden-Swap den Pessimismus von Investoren hinsichtlich der langfristigen Aussichten für eine konjunkturelle Erholung der Eurozone. Gestern kehrte der Euro praktisch all seine geringfügigen Kursgewinne der vergangenen Woche um und verzeichnete ein neuerliches 11-Jahres-Tief zum japanischen Yen. Zum Dollar näherte sich die Gemeinschaftswährung einem 17-Monats-Tief bevor eine leichte Korrektur einsetzte.
Heute sollten Händler auf die Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone achten und dabei insbesondere auf die für 10:00 Uhr MGZ vorgesehene Veröffentlichung der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland. Als größte Wirtschaftsmacht der Eurozone haben die Nachrichten aus Deutschland gemeinhin erheblichen Einfluss auf den Euro. Gleichwohl positive Daten dem Euro beim heutigen Handel einen leichten Anschub verleihen dürften, geben Analysten zu bedenken, dass eine Aufwärtstendenz wahrscheinlich nur sehr kurzlebig sein dürfte. Da nur wenig Aussicht auf eine Lösung der Krise der Eurozone besteht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Euro in nächster Zeit eine bedeutsame Erholung verzeichnen wird.
CAD – Kanadisches Leitzins-Statement dürfte CAD ankurbeln
Der kanadische Dollar verzeichnete gestern kräftige Aufwärtstendenz mit Kursgewinnen zum Euro und zum US Dollar. Die Tatsache, dass die US Märkte gestern geschlossen waren in Verbindung mit den negativen Nachrichten aus der Eurozone verstärkte den Aufwärtstrend des kanadischen Dollar. Da in Kanada heute wichtige Wirtschaftsdaten bekannt gegeben werden wird der CAD wahrscheinlich wieder einen recht volatilen Tag erfahren.
Da Analysten vorhersagen, dass die Bank of Canada ihren Leitzinssatz nicht ändern wird, sollten Händler besondere Aufmerksamkeit auf das begleitende Statement der Bank of Canada legen. Das Statement dürfte ein guter Indikator für den derzeitigen Stand der kanadischen Wirtschaft sein. Positive Nachrichten dürften dem CAD dazu verhelfen seine Kursgewinne im weiteren Verlauf der Woche weiter auszuweiten.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Bei den meisten technischen Indikatoren bewegt sich diese Paarung im überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur möglich ist. Der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart bewegt sich um den Wert von -95, während es den Relative Strength Index auf dem Wochen-Chart unter den Wert von 30 trieb. Zu kaufen dürfte sich diese Woche als kluge Entscheidung herausstellen.
GBP/USD
Nach dem rückläufigen Trend der vergangenen Woche zeigen die technischen Indikatoren nun, dass sich diese Paarung im neutralen Bereich bewegt. Der Relative Strength Index auf dem Tages-Chart liegt derzeit bei 40, was normalerweise darauf hinweist, dass in nächster Zeit nicht mit einer bedeutsamen Bewegung zu rechnen ist. Händler sind gut beraten bei dieser Paarung eine abwartende Haltung einzunehmen.
USD/JPY
Bei den meisten technischen Indikatoren bewegt sich diese Paarung im neutralen Bereich, was bedeutet, dass der derzeitige Trend noch weiter fortbestehen wird. Davon abgesehen scheinen sich die Bollinger Bands auf dem Tages-Chart zu verengen. Falls sich das fortsetzt könnte eine Kursänderung einsetzen. Händler sollten bei dieser Paarung erst einmal eine abwartende Haltung einnehmen.
USD/CHF
Die technischen Indikatoren auf dem Tages- und auf dem Wochen-Chart zeigen diese Paarung im überkauften Bereich, was bedeutet, dass eine Abwärtskorrektur stattfinden dürfte. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart scheint sich ein rückläufiger Cross zu bilden, während der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart den Wert von -20 überschritten hat. Händler dürften in Erwägung ziehen eine Short-Position einzunehmen.


