2012-01-19

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Zunehmende Risikobereitschaft schwächt USD
Nachdem bekannt wurde, dass der IWF seine Kreditvergaben erhöhen werde, um die negativen Auswirkungen der Schuldenkrise der Eurozone abzuwehren, verzeichnete der US Dollar gestern Kursverluste zu den anderen Haupt-Währungen. Als Folge dieser Nachricht beherrschte erhöhte Risikobereitschaft die Stimmung an den Märkten, was dazu führte, dass der Safe-Hafen-Dollar während des nachmittäglichen Handels einen Abschwung verzeichnete. Die EUR/USD-Paarung stieg weit über den Wert von 1,2800, bevor sie sich stabilisierte, während die GBP/USD-Paarung in Richtung des Wertes von 1,5400 kletterte.
Heute dürften eine ganze Reihe von US Wirtschaftsdaten die USD-Paarungen beeinflussen. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei auf den US Baugenehmigungen, der Kernrate des Verbraucherpreisindexes und Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung liegen, die alle um 13:30 Uhr MGZ veröffentlicht werden. Von allen Indikatoren erwartet man, dass sie auf leichtes Wachstum der US Wirtschaft hindeuten werden, was, sollte es zutreffen, dem USD Auftrieb zu seinen Safe-Hafen-Rivalen verleihen dürfte. Zudem sollten Händler auf die Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone achten, die immer das Potential in sich bergen die Währungspaarungen kräftig zu beeinflussen, was insbesondere für die EUR/USD-Paarung gilt.

EUR – Mögliche Einigung über die griechische Schuldenlage hilft dem EUR
Der Euro verzeichnete beim gestrigen Handel einen positiven Aufschwung, als Berichte über eine möglicherweise bevorstehende Einigung über Griechenlands Schulden zu Risikofreudigkeit unter Händlern führte. Zusätzlich half die Bereitschaft des IWF seine Kreditvergaben zu erhöhen riskanteren Währungen, wie dem Euro, durch den Tag. Davon abgesehen waren die Kursgewinne des Euro nicht so bedeutsam, dass sie auf eine Änderung des langzeitigen rückläufigen Trends hindeuten könnten. Die Probleme der Eurozone überwiegen noch bei weitem die positiven Nachrichten, und Analysten sind nach wie vor der Ansicht, dass eine echte Umkehr für die Gemeinschaftswährung noch lange nicht in Sicht ist.
Heute sollten Händler besondere Aufmerksamkeit auf die Bekanntgaben aus der Eurozone legen, insbesondere was eine Einigung über die griechische Schuldenlage betrifft. Positive Nachrichten dürften dem Euro helfen seine Kursgewinne von gestern auszudehnen. Gleichzeitig ist die Bedrohung, dass Griechenland mit seinen Schulden in Zahlungsverzug gerät, immer noch sehr real. Sollte das tatsächlich eintreten wird der Euro wahrscheinlich kräftig abstürzen. Händler sollten auch die verschiedenen US Wirtschaftsnachrichten beachten die später am Tag veröffentlicht werden. Positive Daten dürften zu erhöhter Risikobereitschaft führen, was dem Euro Auftrieb verleihen könnte.

JPY – Positive Nachrichten aus der Eurozone sorgen für Umkehr der jüngsten JPY Kursgewinne
Die Nachrichten aus der Eurozone führten gestern dazu, dass Händler ihre Mittel auf Kosten des japanischen Safe-Hafen-Yen zu riskanteren Währungen umschichteten. Folglich verzeichnete der JPY Kursverluste zum Euro und zum neuseeländischen Dollar. Indes ließen die gestern veröffentlichten positiven US Wirtschaftsdaten die USD/JPY-Paarung in die Höhe schnellen. Ob diese Nachrichten allerdings eine mögliche zukünftige Währungs-Intervention seitens der Bank of Japan (BOJ) beeinträchtigen wird bleibt abzuwarten. Die BOJ ist bekannt dafür zur Limitierung des Yen-Wachstums an den Märkten zu intervenieren. Da die japanische Währung sich derzeit mitten in einem ausgedehnten Aufwärtstrend zum Euro befindet, machen Gerüchte über eine Intervention seitens der BOJ die Runde.
Heute sollten Händler auf die Nachrichten aus der Eurozone achten, die die Märkte beeinflussen könnten. Insbesondere dürften positive Nachrichten hinsichtlich der griechischen Schuldenlage den gestrigen rückläufigen Lauf des Yen verlängern. Zudem sollten Händler darauf achten, ob es seitens der Bank of Japan Anzeichen gibt, die auf eine zukünftige Intervention an den Devisenmärkten hinweisen könnten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Bei den meisten technischen Indikatoren bewegt sich diese Paarung im neutralen Bereich. Der Relative Strength Index auf dem Tages-Chart bewegt sich um den Wert von 40, während der Williams Percent Range bei -60 liegt. Da die Daten momentan kein eindeutiges Bild vermitteln, sind Händler gut beraten bei dieser Paarung eine abwartende Haltung einzunehmen.

GBP/USD
Die technischen Indikatoren vermitteln momentan gemischte Signale für diese Paarung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bewegt sich im neutralen Bereich, während der Relative Strength Index auf demselben Chart soeben in den überverkauften Bereich abgedriftet ist. Händler sind gut beraten bei dieser Paarung eine abwartende Haltung einzunehmen, dabei allerdings im Auge behalten, dass eine Aufwärtskorrektur einsetzen dürfte.

USD/JPY
Die Bollinger Bands auf dem Tages-Chart scheinen sich zu verengen, was darauf hinweist, dass demnächst wahrscheinlich eine Kursänderung einsetzen wird. Davon abgesehen sind die anderen technischen Indikatoren nicht eindeutig genug um anzuzeigen, in welche Richtung eine Bewegung erfolgen wird. Händler sollten beim Relative Strength Index auf dem Tages-Chart auf mögliche Hinweise achten, ob es zu einer Aufwärts- oder Abwärtskorrektur kommen wird.

USD/CHF
Beim Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart bildet sich derzeit ein zinsbullischer Cross, was darauf hindeutet, dass demnächst eine Aufwärtsbewegung erfolgen wird. Diese Annahme wird vom Williams Percent Range auf demselben Chart bestätigt, der in den überverkauften Bereich abgedriftet ist. Händler dürften in Erwägung ziehen eine Long-Position einzunehmen.

 

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