2009-07-09
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar macht gegenüber japanischem Yen an Boden gut
Der US-Dollar kletterte am Mittwoch auf breiter Front angesichts steigender Risikovermeidung, Unsicherheit hinsichtlich der weltweiten Konjunkturlage und US-Unternehmensgewinne. Der Dollar steig um 0,6% zum EUR auf $1,3840 und zum britischen Pfund Sterling auf $1,6046 gegenüber Vortagswert von $1,6072, nachdem er bereits mit $1,5985 auf den tiefsten Stand seit dem 8. Juni gefallen war.
Der Dollar erholte sich gestern nachdem der US-Notenbankchef Ben Bernanke in einer Rede klarstellte, dass die Notenbank ihr Not-Darlehensprogramm für Sicherheitsunternehmen ins kommende Jahr ausdehnen werde, was der Zuversicht unter Investoren Auftrieb verlieh. Eine weitere Unterstützung des USD war der unerwartete Fall des Rohölpreises. Rohöl wurde gestern um $6 pro Barrel niedriger gehandelt als am Tag zuvor. Unterstützung wurde dem Dollar auch dadurch zuteil, dass japanische Importeure und Investoren, einschließlich Privatanlegern, nach Schnäppchen bei Fremdwährungen Ausschau hielten.
Der US-Dollar fiel gestern jedoch um mehr als 3% verglichen zum japanischen Yen auf den tiefsten Stand seit Februar, da Investoren Risiken scheuten und sich von Carry Trades trennten. Der USD stand zuletzt mit 91,99 um 3,1% niedriger zum Yen, nachdem er bereits auf 91,82 gefallen war. Beim asiatischen Handel am Donnerstag war es dem Dollar allerdings gelungen etwas von dem Boden wieder gut zu machen, den er zum Yen am vorangegangenen Handelstag verloren hatte.
EUR – EUR zum Yen auf tiefsten Stand seit 6 Wochen
Am Mittwoch verzeichnete der EUR gemischte Ergebnisse verglichen zu den meisten seiner Währungspartner. Der EUR durchlief einen rückläufigen Trend zum USD und fiel um nahezu 100 Pips. Zum japanischen Yen ging der EUR gestern um mehr als 3% auf 127,95 zurück, den tiefsten Stand seit Mitte Mai, da Investoren Risiken scheuten und sich von Carry Trades trennten.
Das Pfund Sterling fiel zum Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat und weitete so seine Kursverluste aus, nachdem am Vortag schwache Industriedaten die Zweifel hinsichtlich einer Erholung der UK-Wirtschaft verstärkt hatten. Das britische Pfund Sterling fiel, verglichen zum US-Dollar, den 5. Tag in Folge und handelte bei $1,6048. Dazu führten Spekulationen, dass die Bank of England auf ihrem morgigen Währungspolitischen Komitee-Treffen ihr Anlagen-Aufkaufprogramm erhöhen wird, was die Versorgung mit der UK-Währung ankurbeln dürfte.
Nach Ansicht von Wirtschaftswissenschaftlern wird die Bank of England morgen an ihrem Plan festhalten, 125 Millionen neu gedruckte Pfund Sterling auszugeben, um der Konjunktur Schwung zu verleihen. Nach Expertenmeinung dürfte das GBP in den kommenden Wochen zum Yen auf den tiefsten Stand seit 2 Monaten fallen, da es bereits unter den Stützwert von 154,08 abgesunken ist.
JPY – Sicherheitsdenken lässt den Yen den größten Anstieg seit 7 Monaten verzeichnen
Der Yen erzielte am Mittwoch zum Dollar den höchsten Stand seit 4 Wochen, da unsichere Aussichten betreffend die Weltwirtschaftslage die Risikobereitschaft von Investoren zügelten. Der JPY legte auch zum EUR zu, da Bedenken, dass die US-Unternehmergewinne rückläufig sein werden, Händler dazu veranlasste von ihrer Annahme Abstand zu nehmen, die japanische Währung würde sich abschwächen falls sich die Weltkonjunkturlage erholt.
Traditionell verzeichnet der Yen in Zeiten finanzieller Unruhen Anstiege, da Japans Handelsüberschuss bedeutet, dass die Nation nicht auf ausländische Geldgeber angewiesen ist. Die japanische Währung stieg um 5,5% auf 70,96 zum Australischen Dollar, was den größten Anstieg innerhalb eines Tages seit dem 10. Februar darstellt. Zum südafrikanischen Rand stieg der Yen um 5,3% auf 11,16. Anlass dazu gaben Spekulationen, die Aussicht auf schwache US-Unternehmensgewinne und ein Rückgang an den Aktienmärkten werde die Nachfrage nach höhere Erträge erzielenden Anlagewerten reduzieren.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der RSI auf dem Tages-Chart vermittelt gemischte Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Der RSI auf dem Stunden-Chart bewegt sich jedoch bereits im überkauften Bereich, was besagt, dass eine Abwärtskorrektur bevorstehen könnte. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Der zinsbullische Trend verliert an Kraft und die Paarung scheint sich um den Wert von 1,61 zu konsolidieren. Das Paar befindet sich beim RSI auf dem Stunden-Chart derzeit am oberen Grenzbereich, was bedeuten kann, dass eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Auch hier könnte es heißen: Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Das rückläufige Momentum, das dieses Paar seit dem Durchbrechen des Channel auf dem Tages-Chart aufweist, setzt sich fort. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zeigt eine Weiterführung dieses Trends und die Studien der Stunden-Charts bestätigen diese rückläufige Annahme. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
USD/CHF
Die Paarung befindet sich derzeit inmitten eines relativ heftigen Abwärtstrends und handelt um den Wert von 1,087. Es sieht jedoch so aus, als würde sich der Wert von 1,085 als ein sehr starker Stützwert herausstellen. Sollte es der Paarung gelingen diesen zu durchbrechen, dürfte eine weitere kräftige rückläufige Bewegung einsetzen.


