2009-07-13

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Der Dollar verliert leicht an Boden gegenüber den Gewinnen vom Freitag
Aufgrund der Befürchtungen hinsichtlich schwacher US-Unternehmensgewinne und nachlassender Hoffnung auf eine weltweite Konjunkturerholung stieg der Dollar am Freitag im Vergleich zu den meisten Haupt-Währungen. Der USD behielt auch deswegen die Oberhand, da Bedenken bezüglich der Weltwirtschaftsaussichten der Risikofreudigkeit von Investoren, was riskantere Anlagewerte betrifft, einen Dämpfer verpassten. Zum japanischen Yen jedoch fiel der Dollar auf 92,37 Yen, gegenüber 92,99 am Donnerstag. Am Mittwoch purzelte der Dollar gar auf 91,81 Yen, den tiefsten Stand seit mehr als 4 Monaten.
Ein Bericht, der nachwies, dass die US-Verbraucherstimmung Anfang Juli zurückgegangen war, verlieh dem Dollar ebenfalls leichten Aufwind. Experten sind der Ansicht, dass der Dollar selbst dann steigen könne, wenn Investoren riskantere Anlagewerte, wie Aktien und Rohstoffe verkaufen und den geringere Erträge erzielenden Dollar zurückkaufen der gerade dafür verwendet wurde, solche Käufe zu tätigen.
Beim frühen heutigen Handel brach der USD verglichen zum EUR jedoch leicht ein, und die europäische Währung stieg um 0,2% auf $1,3971 und machte so etwas an Boden gut, den sie am Freitag zum Dollar verloren hatte. Experten zufolge könnte der US-Dollar zum EUR in den nächsten 3 Monaten bis auf $1,45 zurückgehen, bevor er sich dann wieder bis auf $1,37 erholt.

EUR – UK-Rezessionsängste bringen Pfund Sterling in Abwärtsstrudel
Der leichte heutige Anstieg des EUR zum Dollar geht auf die Annahme zurück, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, heute verlauten lässt, dass man davon Abstand nehmen den Leitzinssatz weiter zu senken. Auch zum japanischen Yen stieg der EUR leicht um 0,3% auf 129,51 Yen, nachdem er sich vom Tiefststand der vergangenen Woche bei 127,00 Yen, dem tiefsten in fast 2 Monaten, erholt hatte.
Derweil verhielt sich das britische Pfund Sterling zum Dollar die zweite Woche in Folge rückläufig, da der UK-Aktienmarkt auf den tiefsten Stand seit 2 Monaten abgesunken ist, was den Schluss nahe legt, dass Europas zweitgrößte Wirtschaftsmacht nach wie vor tief im Sumpf der Rezession festsitzt. Die britische Währung verzeichnete ebenfalls ihren größten wöchentlichen Verlust zum Yen seit 5 Monaten und purzelte vergangene Woche um 4,6% auf 149,62 Yen. Nachdem es in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum US-Dollar um nahezu 13% gestiegen ist, fällt das Pfund Sterling jetzt wieder ab, da Investoren die Erwartungen hinsichtlich einer Erholung der UK-Wirtschaft kräftig zurückschrauben. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gab am 24. Juni bekannt, dass das britische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr voraussichtlich um 4,3% schrumpfen wird, was ebenfalls zum negativen Bild des GBP beitrug.

JPY – Yen rückläufig aufgrund von Spekulationen die Goldman Sachs Gewinne werden in die Höhe schnellen
Die japanische Währung schwächte sich ab, da Spekulationen darüber, dass Goldman Sachs Group Inc. die größten Gewinne seit seinen Rekordjahr 2007 einfahren werde, die Nachfrage nach höhere Erträge abwerfenden Anlagen wieder ankurbelte. Zum Rückgang des Yen zu allen 16 Haupt-Währungen trug auch bei, dass die oppositionelle Demokratische Partei Japans gestern die Tokio-Wahlen gewonnen hat, was die Ängste hinsichtlich der politischen Unsicherheit in der zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt weiter schürte.
Der Yen hatte vergangene Woche zugelegt, da Aktienmärkte und Ölpreis rückläufig waren, als der Optimismus hinsichtlich einer raschen Erholung der Weltwirtschaft abnahm und sich Investoren verärgert darüber zeigten, dass die Zunahme bei riskanteren Anlagewerten die seit Mai zu verzeichnen war, wohl etwas übertrieben gewesen zu sein scheint.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Das typische Range Trading auf dem Tages-Chart setzt sich fort. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich im neutralen Bereich. Beim RSI auf dem Stunden-Chart bewegt sich die Paarung jedoch derzeit nahe dem unteren Grenzwert, was darauf schließen lässt, dass eine Aufwärtskorrektur bevorstehen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute als eine gute Strategie erweisen.

GBP/USD
Beim RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich diese Paarung derzeit nahe dem unteren Grenzwert, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur schließen lässt. Diese Aufwärtsbewegung wird von den Momentum-Oszillatoren auf dem Stunden-Chart bestätigt. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/JPY
Der RSI auf dem Stunden-Chart bewegt sich im neutralen Bereich und vermittelt gemischte Signale. Der RSI auf dem Tages-Chart hingegen bewegt sich im überkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass eine zinsbullische Korrektur in nächster Zeit stattfinden dürfte. Auch hier gilt: Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic des Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren des 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

 

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