2009-07-21

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Bedenken hinsichtlich der US-Wirtschaft lassen Dollar abrutschen
In der vergangenen Woche verzeichnete der US-Dollar einen rückläufigen Trend im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspaarungen. Der Dollar fiel um über 200 Pips zum EUR und um über 300 Pips zum britischen Pfund Sterling. Die Schwächung des Dollar erfolgte trotz positiver Anzeichen aus der US-Wirtschaft. Wirtschaftswissenschaftler sagen, dass, obwohl die gestiegenen Unternehmensgewinne und die positiven Daten vom Immobilienmarkt Anzeichen einer Wirtschaftserholung vermitteln, Investoren immer noch recht zögerlich sind ihr Kapital dorthin fließen zu lassen.
Es scheint, als hätten die positiven Daten aus der US-Wirtschaft zu der Ansicht geführt, die Welt würde langsam aus der Rezession herausfinden. Die Erwartungen gehen dahin, dass eine Erholung der US-Wirtschaft zur Belebung anderer Wirtschaften, insbesondere der europäischen, führen würde, was einen Anstieg der europäischen Währungen, verglichen zum US-Dollar, nach sich zieht.
Da diese Woche nur wenige US-Daten das Marktgeschehen bestimmen werden, dürfte der Fokus auf der halbjährlichen Rede des Präsidenten der US-Notenbank Ben Bernanke liegen, die dieser zum geldpolitischen Maßnahmen vor dem US-Kongress halten wird. Händler werden in dieser Rede nach Anzeichen dafür suchen, ob die Notenbank wohl bei dem riesigen Konjunkturpaket, welches sie auf der Höhe der Finanzkrise in die Wege geleitet hatte, Abstriche machen wird.

EUR – EUR im Aufschwung verglichen zu den anderen Haupt-Währungen
Der EUR verzeichnete in der vergangenen Woche einen Anstieg im Vergleich zu allen anderen Haupt-Währungen. Am deutlichsten war das beim japanischen Yen, zu dem der EUR um über 400 Pips zulegte. Aber auch zum US-Dollar und zum britischen Pfund Sterling sah der EUR einen Aufwärtstrend.
Der Aufschwung des EUR vergangene Woche ging auf relativ positive Daten aus den führenden Wirtschaften der Eurozone zurück. Die positiven Daten sowohl der deutschen als auch der europäischen ZEW-Konjunkturerwartungen bestätigen Investoren und Analysten in ihrer optimistischen Sichtweise hinsichtlich der europäischen Finanzlage. Obwohl die Berichte nicht ganz den Erwartungen entsprachen, waren die Ergebnisse doch positiv genug um den EUR zu stärken. Dazu trug auch der Rückgang des Dollar bei, und so konnten Händler, die in der vergangenen Woche den EUR kauften, hübsche Gewinne mitnehmen.
Für diese Woche werden viele interessante Wirtschaftspublikationen aus der Eurozone erwartet. Die Daten, die den EUR wohl am meisten beeinflussen werden, dürften aus den führenden Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich kommen. Der Einkaufsmanagerindex für diese Länder wird am Freitag erwartet, und derzeit sehen Experten ziemlich positive Ergebnisse für diese Indices voraus. Sollten die tatsächlichen Ergebnisse den Vorhersagen entsprechen, könnte der EUR seinen Aufwärtstrend fortsetzen.

JPY – Aufwärtstrend des Yen gestoppt
Die letzte Woche könnte das Ende des Aufwärtstrends beim JPY eingeläutet haben. Der Yen verzeichnete Rückgänge zu allen Haupt-Währungen, einschließlich Dollar, EUR und Pfund Sterling.
Letzte Woche entschloss sich die Bank of Japan (BoJ) den japanischen Leitzinssatz bei 0,10%, dem niedrigsten Satz der westlichen Welt, zu belassen. Es scheint, als wäre es japanischen Führungskräften gelungen den JPY zu schwächen. Sie glauben, ein schwacher Yen werde die Exporte des Landes stützen und so die allgemeinen Wirtschaftsbedingungen verbessern. Zudem verzeichnete der Index of Tertiary Industry Activity, der die Entwicklung im Dienstleistungssektor beschreibt, im Juni einen Rückgang um 0,1 %. Das bedeutet, dass japanische Firmen ihre Ausgaben gekürzt haben, was belegt, dass Japan noch lange nicht den Weg aus der Rezession gefunden hat. Falls die BoJ ihre Politik der Abwertung des Yen weiter fortsetzt und die finanziellen Berichte aus Japan weiterhin negative Zahlen aufweisen, könnte der Kurs des Yen auch weiter rückläufig sein.
In der vor uns liegenden Woche stehen die Veröffentlichungen vieler wichtiger Wirtschaftsdaten an. Die wichtigste scheint dabei, die für Mittwoch vorgesehene Bekanntgabe der Handelsbilanz zu sein. Diese zeigt für den Monat Mai die Wertdifferenz zwischen importierten und exportierten Waren und Dienstleistungen an. Derzeitige Erwartungen deuten auf ein sehr positives Ergebnis hin. Sollte das tatsächliche Ergebnis den Erwartungen entsprechen, könnte es bedeuten, dass die BoJ in ihren Bemühungen die japanischen Exporte zu stützen erfolgreich ist, was wiederum den Kurs des JPY stärken dürfte.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Das 4-Stunden-Chart zeigt breites Range-Trading ohne spezifische Ausrichtung, jedoch beginnen sich die Bollinger Bands auf dem Tages-Chart zu verengen, was auf bevorstehende erhöhte Volatilität hinweist. Ein rückläufiges Cross beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart deutet darauf hin, dass sich die Paarung wieder einmal am Wert von 1,4075 versuchen wird. Sollte dieser Wert erreicht werden, könnte sich ein dem Trend anschließen als beste Strategie erweisen.

GBP/USD
Es scheint, als hätte diese Paarung mit dem Erreichen des Werts von 1,64 das Ende seiner zinsbullischen Korrektur erfahren. Jetzt deutet ein rückläufiges Cross beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart an, dass sich der allgemeine Abwärtstrend ausweiten könnte. Zu verkaufen könnte sich heute als eine zu bevorzugende Strategie herausstellen.

USD/JPY
Während sich die Paarung im unteren Grenzbereich bewegt zeigt sich auf den Stunden-Charts eine sehr ausgeprägte zinsbullische Formation. Zudem deuten alle Oszillatoren auf den Tages-Charts darauf hin, dass sich die zinsbullische Bewegung ausweiten könnte. Zu kaufen könnte sich heute als die richtige Strategie erweisen.

USD/CHF
Das Tages-Chart zeigt, dass diese Paarung derzeit dem Range-Trading innerhalb einer sehr begrenzten Handelsspanne unterliegt. Der RSI auf dem Tages-Chart ist bereits unter die 60-Linie gesunken, und es scheint als würde ein rückläufiges Momentum bevorstehen. In diesem Fall könnte sich bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen heute als richtige Wahl erweisen.

 

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