2009-07-23

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Aussichten für Dollar weiterhin schwach
Am Mittwoch setzte der USD seinen Abschwung zum EUR und anderen Risikosensitiven Währungen fort. Die generelle Entwicklungsrichtung am Devisenmarkt wurde jedoch von dem unbeständigen Börsengeschehen unterdrückt. Während die Stimmung beim Dollar eindeutig rückläufig ist konnte der EUR keine eindeutige Richtung aufweisen. Am Mittwoch fiel der Dollar-Index auf 78,745 gegenüber 78,920 am Dienstag.
Das gute Abschneiden an den Aktienmärkten setzt den Dollar auch weiterhin unter Druck, da sich auch Investoren höhere Erträge erzielenden Anlagewerten zuwenden. Obendrein werden die Aussichten für den Dollar auch von Bedenken hinsichtlich der US-Geldmarktpolitik getrübt. Die wachsende Verunsicherung über die Rahmenbedingungen der Geld- und Finanzpolitik, insbesondere im Licht der vorgesehenen Gesundheitsreform, lassen die Aussichten für den Dollar, trotz aller Versicherungen durch US-Notenbank und Finanzministerium, ziemlich schlecht aussehen.
Heute werden aus den USA einige wichtige Wirtschaftspublikationen erwartet, darunter die Arbeitslosenansprüche um 12:30 MGZ und die Eigenheimverkäufe aus Bestand um 14:00 MGZ. Diese Daten erweisen sich als äußerst wichtig, da sie maßgebliche Indikatoren für den Gesundheitszustand der Wirtschaft sind große Volatilität an den Märkten generieren können.

EUR – Schwacher Dollar lässt EUR steigen
Der EUR verzeichnete gestern moderate Anstiege zu Dollar und Yen. Bei Handelsschluss am Mittwoch lag der EUR bei $1,4211 gegenüber $1,4197 am Dienstag und bei ¥132.96 gegenüber ¥133.01. Das Pfund Sterling ging um 0,3% auf 153,92 Yen zurück und handelte bei 86,41 Pence verglichen zum EUR. Das britische Pfund Sterling stieg ebenfalls leicht zum Dollar und handelte bei $1,6463 gegenüber $1,6436.
Der Rückgang zum EUR erfolgte nachdem das National Institute of Economic and Social Research bekannt gegeben hatte, dass Hauspreise weiterhin rückläufig sein werden. Das Institut sagte außerdem einen 0,4%-igen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im 2. Quartal voraus, was leicht schlechter ist, als die von Wirtschaftswissenschaftlern prognostizierten 0,3%. Das Pfund kam auch unter Abwärtsdruck aufgrund von Verlusten am Aktienmarkt während des Handelstags.
Da aus der Eurozone heute keine maßgeblichen Wirtschaftinformationen erwartet werden sollten Händler der Veröffentlichung der britischen Einzelhandelsumsätze um 08:30 MGZ ihre Aufmerksamkeit schenken. Da es sich hierbei um einen führenden Indikator für wirtschaftliche Aktivitäten handelt könnte er für große Volatilität bei den GBP-Paarungen sorgen.

JPY – Yen profitiert von Verlusten am Aktienmarkt
Größer als erwartete Verluste im 2. Quartal bei Morgan Stanley sowie die Aussage von Wells Fargo & Co., faule Kredite hätten zugenommen, ließen den Yen zum Dollar den vierten Tag in Folge und zum EUR den zweiten Tag in Folge ansteigen. Der Yen handelte bei 132,87 zum EUR gegenüber Vorwert von 133,18 und bei 93,56 zum Dollar gegenüber 93,68 am Vortag.
In Erwartung geringer Gewinnbekanntgaben bei CIT Group Inc. und bei American Express Co. dürfte Risikovermeidung heute sehr wahrscheinlich im Vordergrund stehen. Da der Yen sehr empfindlich auf Bewegungen an den Aktienmärkten reagiert, sorgen negative Gewinnbekanntgaben unter Investoren für größere Risikovermeidung und treibt sie in die Sicherheit der japanischen Währung. Der Bericht über die US-Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung, der wahrscheinlich einen Anstieg verzeichnen wird, dürfte heute ebenfalls für einen Kursanstieg beim Yen sorgen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Beim RSI auf dem Tages-Chart scheint sich der Kurs dieser Paarung im überkauften Bereich zu bewegen, was auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur hindeutet. Die Abwärtsrichtung des Momentum-Oszillators auf dem Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Zu verkaufen könnte für heute eine kluge Entscheidung sein.

GBP/USD
Das typische Range-Trading auf dem Stunden-Chart setzt sich fort. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der Kurs dieser Paarung derzeit beim RSI auf dem Tages-Chart nahe dem oberen Grenzwert, was auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur schließen lässt. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart vermittelt gemischte Signale. Auch die 4-Stunden-Charts lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale bei den Stunden-Charts.

USD/CHF
Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich im neutralen Bereich und vermittelt gemischte Signale. Allerdings bewegt sich der RSI auf dem Tages-Chart im überkauften Bereich, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur schließen lässt. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

 

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