2009-07-27
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD fällt und das Verbrauchervertrauen wächst
Die kontinuierlich steigende Risikobereitschaft der Marktteilnehmer in den vergangenen Wochen bringt das Währungspaar EUR/USD zum Wochenstart auf ein Level bei 1,4200. Während sich für den Dollar im Verhältnis zu anderen Hauptwährungen bislang nur wenige Kursschwankungen ergeben, zeichnet sich zu Beginn der Handelswoche eine erhöhte Volatilität ab. Eine Erholung an den globalen Aktienmärkten überzeugt die Investoren mittlerweile, sich vom „sicheren“ Dollar abzuwenden, um sich an risikoreichen Währungen zu orientieren. Im Rahmen der Devisenmärkte bedeutet dies eine Diversifizierung in Richtung EUR, CAD und sogar AUD.
Darüber hinaus hat der plötzliche Anstieg an den asiatischen Aktienmärkten zum Ende der letzten Woche die Nachfrage nach Save-Haven-Währungen wie USD und JPY gedämpft. Dennoch ergeben sich hier keine gewaltigen Kurseinstürze. Auch wenn das Anlegervertrauen wächst, sind die Marktteilnehmer noch nicht bereit, sich gänzlich auf Risikoanlagen einzulassen. Trotz Optimismustrend bleibt der Bedarf an Safe-Haven-Währungen bestehen.
In der anstehenden Woche geht es wieder um den US-Immobilienmarkt mit einem neuen Bericht zu den US-Neubauverkäufen des Monats Juni, heute um 16:00 Uhr. Am Dienstag erwarten wir mit dem Bericht zum Verbrauchervertrauen weitere Hintergrundinformationen zum neu entstandenen US-amerikanischen Marktoptimismus. Zum Ende der Woche wiederum werden die ersten Ergebnisse für das Bruttoinlandsprodukt des zweiten Quartals veröffentlicht, die den größten Einfluss auf die US-Märkte nehmen. Die bevorstehenden Marktdaten werden den USD in dieser Woche mit Sicherheit in den Mittelpunkt des Marktgeschehens rücken. Investoren sollten die Entwicklungen um die US-Wirtschaft keinesfalls aus den Augen verlieren.
EUR – EUR gestärkt, während GBP verliert – Risikobereitschaft steigt
Die eindrucksvollen Ergebnisse des Einkaufsmanagerindex sowie des Ifo-Geschäftsklimaindex Deutschland der vergangenen Woche, ließen den EUR gegenüber einem Großteil der übrigen Hauptwährungen deutlich an Boden gewinnen. Das Britische Pfund verbuchte zum Wochenende heftige Verluste, nachdem die BIP-Zahlen Großbritanniens schwer enttäuschten. Unvergleichlich indes der Kursanstieg des EUR bei einem Level von 1,42 zum USD sowie 0,8650 zum Pfund Sterling.
Dem Kurswert des EUR entgegengesetzt, jedoch entsprechend einer erhöhten Risikobereitschaft, stieg die Währung der Eurozone in ihrem Wert tatsächlich, aufgrund der Annahme, dass sich die Wirtschaft in der Region stabilisiere. Investoren gehen dabei von einer Erholung der Wirtschaftslage bis zum Ende des Jahres aus. Die kontinuierliche Konzentration der Händler auf risikoreiche Anlagen wertet Save-Haven-Währungen wie den Dollar mittlerweile ab, während diverse Währungen, insbesondere der EUR, einen deutlichen Kurssprung erfahren.
Darüber hinaus hat der Wertverlust des Britischen Pfund, dem EUR zu einem bedeutenden Aufschwung verholfen – allein aufgrund des regionalen Wettbewerbs. Obwohl in der vergangenen Woche eine regelrechte Welle von Risikobereitschaft einsetzte, bot der GBP Investoren dennoch kein ausreichendes Level an Sicherheit, was den Wert des EUR verstärkt in die Höhe trieb.
Da Wirtschaftsdaten aus der Eurozone die Märkte in der letzten Woche bestimmten, wurde der EUR entsprechend wiederbelebt. In der bevorstehenden Woche bleibt der EUR jedoch überraschend abwesend vom Wirtschaftskalender, so dass die US-Wirtschaft voraussichtlich das Steuer erneut übernehmen wird. Sollten US-Wirtschaftsdaten die Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmer weiterhin vorantreiben, könnte sich die EUR-Rallye auch in dieser Woche fortsetzen.
JPY – JPY wartet Entwicklungen am Europäischen Markt ab
Der jüngste Anstieg der Risikobereitschaft unter den Händlern, unterstützt eine gemäßigte Rückkehr der Yen dominierten Carry Trades. Obwohl der JPY gegenüber einem Großteil der Währungspaare leichten Gewinnzuwachs verzeichnet, übersteigt dieser ein gemäßigtes Level nicht, da der JPY für Investoren nach wie vor als Safe-Haven- bzw. Carry-Trade-Währung gilt. Dies führt wiederum zu einer Festigung der JPY-Crosse.
Dabei scheint sich der Yen im Vorfeld bevorstehender neuer Marktbewegungen gegenüber den übrigen Hauptwährungen stabilisiert zu haben. Sollte sich ein Anstieg an den asiatischen Aktienmärkten auch in dieser Woche fortsetzen, könnten Anleger JPY-Kursverluste beobachten, sobald Carry Trades in vollem Umfang wieder einsetzen. Allem Anschein nach warten JPY-Anleger erste Entwicklungen an den europäischen Märkten in dieser Woche ab, um die zum Ende der letzten Woche eröffneten Positionen neu zu bestimmen. Sollten sich die Erwartungen der Experten bestätigen, könnten Forex-Teilnehmer bereits in den kommenden Handelsstunden deutliche Kursverluste für den Yen beobachten.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der Kurs dieses Paars scheint im „überkauften“ Bereich der Tages-Chart zu schwanken. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung hin. Die rückläufige Preiskorrektur des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald die untere Handelsspanne überwunden ist.
GBP/USD
Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch hat sich für den Slow Stochastic der Stunden-Chart ein neues Cross, Tendenz fallend, herausgebildet, das eine rückläufige Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft vermuten lässt. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf Stunden-Chart setzen sich fort. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich jedoch bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich eine Abwärtskorrektur ankündigt. Auch hier könnte die Strategie richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald ein abwärts gerichteter Durchbruch erfolgt.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Warten Sie auf deutlichere Signale auf den Stunden-Charts.


