2009-07-28
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar volatil aufgrund positiver Immobilienmarktzahlen
Der USD verzeichnete am Montag einen extrem volatilen Handelstag, nachdem die Ergebnisse zum Verkauf neuer Häuser in den USA veröffentlicht wurden. Die Daten überraschten positiv: Die Zahl der verkauften Objekte lag bei 384.000, im Gegensatz zu 346.000 verkauften Häusern der letzten Messung. Damit ergibt sich eine Steigerung von 11%, das stärkste Plus seit Dezember 2000. Analysten gehen davon aus, dass der amerikanische Immobilienmarkt sich nun langsam erhole. Im Anschluss ergaben sich hohe Kursschwankungen für den USD. Dennoch schloss der Dollar schwächer als einige seiner Gegenwährungen, die unter dem Einfluss positiver Wirtschaftsdaten aus der Eurozone standen.
Im Handelsverlauf erreichte der USD zwischenzeitlich ein 7-Wochen-Tief bei 1,4299 zum EUR. Dieses Rekordtief ergab sich, nachdem ein äußerst optimistisches Ergebnis des deutschen Verbrauchervertrauens veröffentlicht wurde. Schlussendlich notierte das Währungspaar 33 Punkte höher bei 1,4246. Auch zum Britischen Pfund verzeichnete der USD zum zweiten Tag in Folge Kursverluste von 30 Punkten. GBP/USD schloss den gestrigen Handel somit bei 1,6484. Wie beim EUR treiben derzeit positive Wirtschaftsdaten die britische Währung in die Höhe. USD/JPY legte ein Paar Punkte zu und notierte bei einer Rate von 95,17. Japans Yen verliert wieder einmal an Boden, aufgrund der gesteigerten Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Für heute stehen einige wichtige Termine auf dem US-Wirtschaftskalender. Unter anderem um 16:00 Uhr der Index des Verbrauchervertrauens für den Monat Juli, die für 24:00 Uhr angesetzte Ansprache von US-Notenbankchef Ben Bernanke sowie eine Rede von US-Finanzminister Timothy Geithner um 24:20 Uhr. Diese drei Termine werden den US-Dollar-Handel am Dienstag vorrangig bestimmen. Als wichtigste Währungspaare, die Händler heute nicht aus den Augen verlieren sollten, gelten: EUR/USD, GBP/USD sowie USD/JPY. Analysten gehen von einer schwachen US-Währung aus, während sich die US-Wirtschaft weiter erholt.
EUR – EUR gestärkt durch Deutschlands Verbrauchervertrauen
Der EUR erreichte am Montag ein neues 7-Wochen-Hoch gegenüber dem USD, nachdem die Ergebnisse zum deutschen Verbrauchervertrauen veröffentlicht wurden. Der Konsumklimaindex für den kommenden Monat stieg laut Marktforschungsinstitut GfK auf 3,5. Deutlich höher als die Prognosen von 2,9. Die gestiegene Verbraucherstimmung stärkte den EUR bis Handelsschluss am Montag. Deutschland gilt nach wie vor als größte Wirtschaftsnation innerhalb der Eurozone. Gestützt wurde der EUR ebenfalls von dem bedeutenden 11%-igen Anstieg der US-Hausverkäufe. Experten gehen davon aus, dass der EUR zunächst weiterhin von positiven Wirtschaftsdaten weltweit profitieren wird.
Das Währungspaar EUR/USD erreichte im gestrigen Handelsverlauf die Marke von 1,4299, bevor es um 33 Punkte höher, bei 1,4246 schloss. Zum Britischen Pfund rutschte Europas Währung jedoch um 15 Punkte ab und notierte hier bei 0,8635. Diese Entwicklung ist unter Umständen auf das jüngste Verhalten der Marktteilnehmer zurückzuführen, die derzeit, aufgrund ihrer gesteigerten Risikobereitschaft, vermehrt in Pfund investieren und auf ein baldiges Ende der Weltwirtschaftskrise hoffen. EUR/JPY kletterte über 35 Punkte in die Höhe und erreichte die Marke von 1,3532. Anleger bevorzugen nach wie vor risikoreiche Anlagen wie EUR und GBP und wenden sich somit vom JPY ab. Insgesamt erzielte der EUR im Handel am Montag ordentliche Kursgewinne.
Heute werden nur wenige Wirtschaftsdaten aus der Eurozone erwartet. Dabei bestimmen Großbritannien und die Schweiz die europäische Währung im Laufe des Handelstages. Um 12:00 Uhr wird die CBI, die Spitzenorganisation der britischen Arbeitgeberverbände, ihre erzielten Umsatzzahlen veröffentlichen. Um 08:00 Uhr gibt die Schweizer Großbank UBS ihre Verbrauchsanzeige aus. Die Ergebnisse dieser beiden Indikatoren werden ihren Einfluss auf den Handel für GBP und CHF nehmen. Der EUR wird sich im Anschluss an diese Veröffentlichungen sowie aufgrund von Wirtschaftsdaten aus den USA voraussichtlich volatil verhalten.
JPY – Yen fällt auf 3-Wochentief gegenüber Dollar
Der Yen erreichte gestern ein 3-Wochentief gegenüber dem Dollar, nachdem ein bedeutender Anstieg der US-Hausverkäufe deutlich wurde. Experten mutmaßen darüber hinaus, dass das Nachlassen der Kursschwankungen die Carry Trades wiederbeleben und somit den Yen weiter schwächen könnte. Beim Carry Trade nehmen Investoren einen Kredit in einer Währung mit vergleichsweise niedrigen Zinsen auf, um diesen anschließend in einer Währung mit vergleichsweise hohen Zinsen zu investieren. Dieses Anlegerverhalten wird sich voraussichtlich fortsetzen, da die Wirtschaftsaktivität der Industrienationen aktuell zunimmt. Händler kehren der Safe-Haven-Währung JPY den Rücken zu. Dementsprechend rutschte Japans Währung um jeweils ca. 30 Punkte gegenüber USD, EUR sowie GBP ab.
Analysten vermuten, dass der Yen seinen Abwärtstrend auch heute fortsetzen wird. Forex-Händler richten ihre Positionen derzeit nach den positiven Wirtschaftsdaten, die aktuell aus den USA und der Eurozone ausgegeben werden. Zu späterer Handelsstunde heute Nacht, ist davon auszugehen, dass der JPY sich äußerst volatil zeigen wird, sobald die Ergebnisse der Einzelhandelsumsätze Japans um 01:50 Uhr veröffentlicht werden. Eine gute Strategie für Anleger könnte heute sein: Eröffnen Sie ihre JPY-Positionen rechtzeitig, da sich an den Märkten heute voraussichtlich hohe Volatilität einstellen wird.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der jüngste Aufwärtstrend hat das Paar in den überkauften Bereich auf der Stunden- und Tages-Chart gedrückt. Demnach könnte sich schon bald eine abwärtsgerichtete Preiskorrektur ergeben. Darüber hinaus bewegt sich das Kurspaar an der oberen Grenze der Bollinger Bands auf der Tages-Chart, was den Abwärtsdruck weiter verschärft. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
GBP/USD
Seit Freitag konnte dieses Paar seine Verluste eindämmen und erreicht aktuell die Marke bei 1,65. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart lässt keine Crosse erkennen. Das Aufwärtsmomentum scheint nach wie vor intakt zu sein. Auch die Oszillatoren der Tages-Chart bestätigen diese Neigung. Hier könnte Kaufen eine gute Entscheidung am heutigen Handelstag sein.
USD/JPY
Auf der Tages- und Stunden-Chart ist zu erkennen, dass der Aufwärtstrend dieses Paares noch nicht zu Ende ist. USD/JPY befindet sich nach wie vor inmitten einer deutlich zinsbullischen Bewegung. RSI und Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart sind jedoch abwärts gerichtet. Eine gute Strategie könnte hier lauten: Warten Sie deutlichere Signale ab, bevor Sie diesem Markt beitreten.
USD/CHF
Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend in vollem Umfang fort und wird mittlerweile um die 1,0690-Marke gehandelt. Da der aktuelle Kurs auf der Tages-Chart bereits unter den unteren Bereich der Bollinger Bands gefallen ist, könnten sich weitere Abwärtstendenzen ergeben. Verkaufen könnte daher eine gute Entscheidung für heute sein.


