2009-07-31
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD rutscht angesichts weiterer Erholungsanzeichen der Wirtschaftslage ab
Nachdem gestern erneute Anzeichen für eine Erholung der US- sowie der globalen Wirtschaftslage deutlich wurden, rutschte der USD in seinem Wert leicht ab. Die positiv ausgefallenen Prognosen in Bezug auf die für heute angekündigten BIP-Zahlen der US-Wirtschaft, nach denen der Konjunkturabschwung in den USA im 2. Quartal des Jahres deutlich langsamer verläuft, schafft unter den Marktteilnehmern neuen Optimismus. Auch der positive Bericht über die Unternehmensgewinne weltweit lässt Investoren aufatmen. Somit ergab sich ein erneuter Anstieg an den globalen Aktienmärkten, da Anleger ihren Vorteil aus dem frisch entstandenen Optimismus wahrzunehmen wussten. Gewinnträchtige Währungen wie EUR und Australischer Dollar wurden aufgekauft.
Zum EUR fiel der USD um 75 Punkte auf 1,4128 ab. Dies war zu beobachten, nachdem sowohl Arbeitsmarktdaten als auch das Ergebnis der Verbraucherstimmung Deutschlands und der Eurozone die Erwartungen übertrafen. Der USD verbuchte darüber hinaus Kursverluste gegenüber dem GBP, nachdem Großbritannien positive Zahlen zum Verbrauchervertrauen veröffentlichte. Dementsprechend schloss GBP/USD zum Ende des Handelstages um 150 Punkte höher bei 1,6519. Gegenüber dem japanischen Yen kletterte der Dollar um 0,5% auf 95,35 Yen und erweiterte somit seine Gewinne. Zuvor wurde ein Rückgang der Personenzahl gemeldet, die dauerhaft Arbeitslosenunterstützung bezieht. Neue Hoffnung auf eine Erholung des US-Arbeitsmarkts breitet sich nun unter den Marktteilnehmern aus.
Für heute gehen Analysten davon aus, dass sich die vorgenannten Entwicklungen an den Devisenmärkten auf ähnliche Weise fortsetzen. Die Anlegestrategien der Händler werden aktuell weiterhin vom gestrigen Optimismus bestimmt. Demnach könnte der USD gegenüber seinen Gegenwährungen an Kurswert verlieren. Anleger sollten heute folgende Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft unbedingt aufmerksam verfolgen: Um 14:30 Uhr – BIP-Bericht „Advanced Report“ sowie Arbeitskostenindex. Um 15:45 Uhr – Chicago Einkaufsmanagerindex. Wenn Sie sich die aktuellen Marktbewegungen noch vor dem Wochenende zu Nutze machen wollen, eröffnen Sie jetzt Ihre USD-Positionen.
EUR – EUR legt angesichts verbesserter Konjunkturstimmung zu
Der EUR verbuchte gestern Kursgewinne gegenüber dem USD, nachdem sich die Verbraucherstimmung innerhalb der Eurozone im Monat Juli Berichten zufolge verbessert hat. Darüber hinaus überraschte der unerwartete Rückgang der deutschen Arbeitslosenzahlen die Marktteilnehmer, die die Daten als weiteres Anzeichen für Aussichten auf einen Aufschwung in der Region deuteten. Auch zum Yen konnte die europäische Währung wiederholt Boden gutmachen, was am Donnerstag von einem deutlichen Anstieg der Aktienmärkte gestützt wurde, die die Risikobereitschaft der Anleger antrieb. Der EUR kletterte im Laufe des Handels bis auf 134,86 Yen und notierte schlussendlich bei 134,67 Yen.
Gegenüber dem USD konnte der EUR seinen Wert in großem Stil bis auf $1,4128 steigern, nachdem Europas Währung in den vergangenen zwei Wochen ein Tief bei $1,40 erreichte. Kurzfristig ergaben sich für die Währung der Eurozone jedoch Kursverluste, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Jahres-Konjunkturausblick mitteilte, dass die Eurozone lediglich im ersten Halbjahr des kommenden Jahres auf eine „bescheidende Konjunkturbelebung“ hoffen könnte. Analysten zufolge kann der EUR seine Kursgewinne des Monats gegenüber dem US-Dollar heute einbußen, angesichts der zu veröffentlichender Berichte zu Deflation sowie einer gesteigerten Arbeitslosenrate in der 16-Nationen-Region.
Der GBP schnellte gestern gegenüber dem USD in die Höhe. Ein Bericht über einen kräftigen Anstieg der Immobilienpreise in Großbritannien lag dieser Entwicklung zugrunde, in dem deutlich wurde, dass die Preise sich im Monat Juli zum dritten Monat in Folge erholt haben. Auch zum EUR konnte das Britische Pfund seinen Kursanstieg dementsprechend ausbauen und erreichte somit ein neues 4-Wochen-Hoch. Großbritanniens Pfund verzeichnete gestern außerdem Kursgewinne gegenüber EUR und USD, nachdem ein gestern veröffentlichter Bericht erkennen ließ, dass das britische Verbrauchervertrauen aktuell seinen höchsten Stand seit April 2008 erreicht hat. Ein weiteres Anzeichen dafür, dass Großbritannien aus der Rezession zu kommen scheint. Analysten gehen davon aus, dass sich Kursgewinne für EUR und GBP auch heute weiter fortsetzen.
JPY – JPY rutscht gegenüber Hauptwährungen ab
Der japanische Yen fiel ins seinem Kurs gegenüber seinen Gegenwährungen am Donnerstag ab, nachdem die führenden Industrienationen eine Reihe positiver Konjunkturdaten veröffentlichten. An den globalen Aktienmärkten war zur dritten Woche in Folge ein Anstieg zu beobachten, aufgrund dessen die Nachfrage nach der verhältnismäßig „sicheren“ japanischen Währung nachließ. Experten zufolge steigern derzeit insgesamt positive Wirtschaftsdaten, steigende Aktienmärkte und über den Erwartungen liegende Unternehmensgewinne die Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern. Der erhöhte Risikoappetit der Anleger bedeutet gleichzeitig weitere Kursverluste für „Save-Hafen-Währungen“.
Eine Reihe von Fundamentaldaten aus Japan werden heute zeitgleich veröffentlicht werden, die den Yen-Kurs gegenüber dem USD sowie gewinnträchtigen Währungen, wie beispielsweise Australischer Dollar, bestimmen werden. Die Ergebnisse der sich ankündigenden Indikatoren werden nur begrenzt Einfluss auf den JPY nehmen können. Mit dem Anstieg der globalen Aktienmärkte sowie dem Rohstoffhandel der vergangenen Wochen hat sich deutlich herausgestellt, dass Händler sich derzeit eher vorsichtig zeigen, mit ihrem Geld direkt und unmittelbar zu handeln.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Im gestrigen Handelsverlauf kletterte dieses Paar bis auf 1,4128, nachdem in den letzten zwei Tagen ein Abwärtstrend beobachtet werden konnte. Die Oszillatoren der Charts geben gemischte Signale aus. Einerseits verdeutlicht der Slow Stochastic der Wochen-Chart, dass diese zinsbullische Bewegung sich heute fortsetzen wird. Auf der anderen Seite lassen RSI und Stochastic Slow der Stunden-Chart erkennen, dass das Potenzial dieses Paares ausgeschöpft ist und eine bärische Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht. Diesem Markt beizutreten, sobald ein Durchbruch der unteren Handelsspanne erfolgt, könnte sich heute auszahlen.
GBP/USD
GBP/USD zog gestern an und notiert aktuell mit 1,6535. Die Oszillatoren der Tages-Chart sind neutral. Dennoch signalisieren RSI und MACD auf der Tages-Chart, dass das Paar „überkauft“ ist. Demnach könnte sich noch heute eine bärische Preisausrichtung ergeben. Dieser Trend wird vom RSI der Wochen-Chart bestätigt. Bei diesem Paar auf fallende Kurse zu setzen, könnte heute eine gute Entscheidung sein, um zum Ende der Woche Profite zu erzielen.
USD/JPY
USD/JPY verzeichnete zum zweiten Tag in Folge Gewinne und wird aktuell bei 95,35 gehandelt. Technische Daten bestätigen, dass dieses Paar noch heute die Marke bei 96,00 erreichen könnte. Dennoch geben die Oszillatoren der Charts gemischte Signale aus. Der MACD der Tages-Chart sowie der Stochastic Slow der Wochen-Chart stützen einen Aufwärtstrend für heute. Im Gegensatz dazu geben der MACD der Stunden-Chart und der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart bärische Signale für den heutigen Handelstag aus. Klare Signale abzuwarten, könnte die richtige Wahl sein.
USD/CHF
USD/CHF beendete den gestrigen Börsengang mit leichten Abwärtstendenzen, trotz Kursgewinne der vergangenen zwei Handelstage. Das Paar wird derzeit bei 1,0860 gehandelt. Wichtige technische Daten unterstützen eine Aufwärtsbewegung für heute. Der Stochastic Slow deutet auf allen Charts auf zinsbullische Tendenzen für das volatile Paar hin. Dies wird vom RSI der Tages-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für den heutigen Freitagshandel sein.


