2010-07-21

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - US-Dollar aufgrund gebremstem Wachstum unter Druck
Der Dollar setzt gegenwärtig seinen Abwärtstrend gegen übrige Hauptwährungen fort. Wiederholt spekulieren Marktbeobachter über die wirtschaftliche Erholung in den USA, die nicht den bisherigen Erwartungen entspricht. Die enttäuschten Hoffnungen haben US-Investitionen einen Dämpfer verpasst und den USD unter Druck gebracht.
Insbesondere gegen den EUR legte der Dollar in den vergangenen Wochen eine graduelle Abwertung an den Tag und handelt hier aktuell bei 1,2900. EUR/USD scheiterte jedoch gestern daran, die Marke bei 1,30 nachhaltig zu überschreiten. Zum japanischen Yen markiert der Greenback ein neues 7-Monats-Tief bei 87,00. Kursverluste verzeichnet die US-Währung darüber hinaus gegenüber dem britischen Pfund Sterling sowie dem Schweizer Franken.
Während das Wirtschaftswachstum den Erwartungen hinterher hinkt, bestätigen Negativ-Entwicklungen, insbesondere am US-Häusermarkt den jüngsten Konjunkturpessimismus in den USA. Bei einer eher geringen US-Nachrichtenspanne heute, bleibt abzuwarten, welche Richtung der Dollar am Mittwoch einschlagen wird. Solange sich die aktuellen Markttrends fortsetzen, bleibt der USD voraussichtlich auf Talfahrt gegen einen Großteil der Hauptwährungen.

EUR - Kann EUR-Aufwertung im Vorfeld der Stresstest-Ergebnisse nachhaltig sein?
Für den EUR ergaben sich in den vergangenen Wochen äußerst zinsbullische Tendenzen. Jüngste Kursentwicklungen waren trotz eher enttäuschender Konjunkturdaten aus der Eurozone zu beobachten und die Währung der 16 Nationen wertete gestützt von einer erhöhten Risikobereitschaft deutlich auf. Insbesondere gegen USD und JPY konnte der Euro Boden gutmachen. EUR/USD kletterte in den letzten beiden Handelswochen kontinuierlich bis auf die Marke von 1,2900, während EUR/GBP aktuell bei £0,8581 notiert.
Dennoch scheiterte EUR/USD gestern erneut an der 1,30-Marke, die das Cross nicht nachhaltig überschreiten konnte. Die Sorgen um die europäische Kreditkrise halten zunächst an, das Wirtschaftswachstum hinkt den Erwartungen nach wie vor hinterher, während die Anspannung mit Blick auf die Krisentest-Ergebnisse für europäische Großbanken an Europas ohnehin nervösen Finanzmärkten steigt.
Im Vorfeld der am Freitag zur Veröffentlichung ausstehenden Ergebnisse des europäischen Banken-Stresstests bleibt der EUR dennoch im Aufwärtstrend gegen den USD. Ein neuer Optimismustrend treibt den Risikoappetit der Händler in die Höhe. Da die Eurozone der heutigen Wirtschaftsagenda fern bleibt, ist von einer Fortsetzung der jüngsten Markttrends -vor allem gegen den US-Dollar, den aktuell vorwiegend anhaltende Rezessions-Sorgen belasten- auszugehen.

JPY - JPY markiert 7-Monats-Hoch gegen USD
Seit Beginn dieser Handelswoche wertet der japanische Yen schrittweise gegen den USD auf. Nach einigen verlustreichen Tagen haben die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag wieder Gewinne verbucht. Gegen den USD markierte Japans Yen mittlerweile ein 7-Monats-Hoch bei 87,00.
Auch zu EUR und Pfund Sterling wurde der Yen fester gehandelt. Das Cross EUR/JPY nähert sich einem neuen Rekordtief um 112,50, während sich GBP/JPY bei 133,23, knapp oberhalb eines Alltzeit-Tiefs hält. Einige Analysten gehen davon aus, dass die japanischen Behörden eingreifen werden, sollte der US-Dollar unter die JPY 85-Marke fallen.

Ausgewählte Forex-Paare - aktuelle Trends
EUR/USD
Die gestrige Abwärtskorrektur dieses Währungspaares hat EUR/USD wieder zurück in seine bisher gültige Handelsspanne befördert. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich gegenwärtig im neutralen Bereich. Die Tages-Chart zeigt jedoch, dass sich dieses Paar noch immer in einer rückläufigen Anordnung befindet. Der RSI befindet sich nach wie vor im überkauften Bereich, so dass sich die leichten Abwärtstendenzen fortsetzen könnten. Bei diesem Handelspaar deutlichere Signale abzuwarten, ist heute möglicherweise eine gute Wahl.

GBP/USD
Dieses Währungspaar unterliegt aktuell Kursschwankungen. Viele Indikatoren haben sich in neutralen Bereichen eingefunden. Dennoch kreuzt der Slow Stochastic auf der Wochen-Chart aufwärts und deutet somit auf eine rückläufige Kurskorrektur in unmittelbarer Zukunft. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/JPY
USD/JPY unterliegt ebenfalls bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Deutlichere Signale auf den Stunden-Charts abzuwarten, könnte auch bei diesem Währungspaar heute von Vorteil sein.

USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen für USD/CHF setzen sich auf der Stunden-Chart fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Dennoch scheint der Slow Stochastic auf der Wochen-Stunden-Chart aufwärts zu kreuzen. Das könnte wiederum ein Zeichen dafür sein, dass eine Kurskorrektur nach oben unmittelbar bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte heute solide Profite bringen.




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