2010-07-28

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - Nachfrage nach Sicherheit bringt Dollar Auftrieb
Wieder einmal enttäuschten Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten: In den USA ist das Verbrauchervertrauen auf den niedrigsten Stand seit 5 Monaten gesunken. Laut Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag fiel der entsprechende Index im Juli auf 50,4 Zähler von revidierten 54,3 Punkten im Juni, während Analysten mit einem Rückgang auf lediglich 51 Punkte gerechnet hatten.
Nach Veröffentlichung der Daten zog der Dollar gegen die europäische Gemeinschaftswährung an. Händler erwarten mit Spannung das Ergebnis zum heute um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (Juni) für weitere Hinweise zur aktuellen konjunkturellen Entwicklung in den USA.
Den größten Kursanstieg im Intraday-Handel seit dem 2. Juni markierte der Greenback gegen den japanischen Yen. Hier wertete die US-Währung um 1,3% auf 87,97 Yen auf. Im späten Handel in New York am Dienstag tendierten die Notierungen von US-Staatsanleihen trotz erfolgreicher Auktion neuer US-Notes schwächer. Bei der Auktion zweijähriger Schuldtitel im Volumen von $38 Mrd. USD hat sich eine Höchstrendite von 0,665% ergeben. Dies war der niedrigste Wert, der je ermittelt wurde. Händler verwiesen auf zusätzliche anstehende Versteigerungen, unter anderem am heutigen Mittwoch, und ein entsprechend hohes Angebot als Beweggrund für die Verluste. Ferner hält die Anspannung am Markt aufgrund des unsicheren Konjunkturausblicks nach wie vor an.

EUR - EUR kann Kursgewinne nicht halten und fällt unter $1,30
Der Euro gab am gestrigen Handelstag leicht nach und notierte bei $1,2993. Dabei führten Marktbeobachter die Kursverluste auf die am Dienstag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA zurück, die ein weiteres Mal die Anleger enttäuschten. Diese hätten die Risikobereitschaft der Händler gedämpft und gleichzeitig die Nachfrage nach dem US-Dollar als vermeintlich sicheren Hafen erhöht, so Händler. Vor Veröffentlichung der Daten war die Einheitswährung noch auf ein Tageshoch bei $1,3045 geklettert. Dennoch sei der Euro technisch angeschlagen, erklären Experten, der europäischen Währung sei in diesem Monat wiederholt nicht gelungen, die Marke von $1,30 nachhaltig zu überwinden.
Für die Währung der 16 Nationen setzten sich die Kursgewinne gegenüber dem japanischen Yen jedoch fort. Angesichts eines umfassenden JPY-Verkaufs zu Handelsschluss notierte der EUR hier über 114, nachdem die Gemeinschaftswährung im Übergang zum asiatischen Handel am Dienstag bereits kräftig um 1% auf ein neues 2-monatiges Rekordhoch gegen den Yen zulegte.
Auf den Charts geht es für EUR/JPY in Richtung Norden. Ferner verbuchten die Aktienkurse am Mittwoch deutliche Gewinne an der Börse in Tokio. Dabei wurden Exportwerte vom schwachen Yen gestützt.
Insgesamt bleibt der Euro gegenüber dem USD am Markt favorisiert. Dieser Trend wird sich voraussichtlich halten, solange die Einheitswährung den Unterstützungsbereich zwischen 1,250 und 1,255 nicht unterschreitet. Unabhängig davon bleiben die langfristigen Aussichten für die US-Wirtschaft und -Währung besorgniserregend, so Analysten. Sollte der EUR die Marke von $1,30 nachhaltig überwinden, könnte die europäische Währung in den kommenden Wochen innerhalb einer Spanne zwischen $1,30-$1,35 handeln.

JPY - Nachfrage nach sicheren Anlagen stützt Yen
Japans Yen zog am gestrigen Dienstag gegen einen Großteil der Hauptwährungen an, nachdem wieder einmal enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA den Risikoappetit der Händler bremsten. Mittlerweile ist das Währungspaar EUR/JPY an seinem starken Widerstand bei 114,30 angelangt, während die insgesamt zinsbullisch geprägten technischen Indikatoren für weiter anziehende Notierungen sprechen.
In Rezessionszeiten tendiert der Yen in der Regel zum Aufschwung, da der Handelsüberschuss Japans folglich die Attraktivität der Währung steigert. Zum USD handelte der JPY von zuvor 87,90 bei 87,77. Während Händler auf eine Erholung des US-Dollars hoffen, handelt dieser aktuell in einer Konsolidierungszone zwischen 86,35 und 89,15.

Ausgewählte Forex-Paare - aktuelle Trends
EUR/USD
Gestern markierte dieses Währungspaar kurzfristig ein neues Rekordhoch der letzten 3 Monate, bevor EUR/USD nahezu unverändert um sein Ausgangsniveau notierte und dabei eine Spinning Top Candlestick-Formation bildete. Die Unentschlossenheit der Händler ist nicht zu übersehen, da die jüngsten Aufwärtstendenzen eher schwankend sind.

GBP/USD
Das Pfund Sterling zählte zu den großen Gewinnern des gestrigen Handels. Das Währungspaar GBP/USD konnte am Dienstag den Widerstand bei 1,5520 durchbrechen und schloss oberhalb dieser Marke. Bereits an den letzten 5 Handelstagen ergaben sich hier deutliche Kursgewinne. Mittlerweile wird jedoch technischer Widerstand auf der Tages-Chart deutlich. Der RSI (14) scheint unterhalb des überkauften Bereichs zu fallen, während der Slow Stochastic abwärts kreuzt und darauf hindeutet, dass die nächste Bewegung eine abwärts gerichtete sein könnte. Händler sollten ihre Stopps möglicherweise enger und bei diesem Währungspaar heute auf steigende Kurse setzen.

USD/JPY
Der Yen geriet gestern deutlich unter Druck. Zunächst kletterte die asiatische Währung bis auf 87,96, notierte schlussendlich jedoch knapp oberhalb der 20-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA) und der abwärts geneigten Trendlinie, die sich erstmals am 14. Juni bildete. Dennoch scheint der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bereits abwärts zu kreuzen, was eine nächste Abwärtsbewegung vermuten lässt. Für Händler könnte es sich lohnen, bei USD/JPY den Widerstand bei 87,40 als nächsten Richtpreis festzulegen. Ein längerfristiger Richtpreis könnte beim aktuellen Jahrestief um 86,25 angesetzt werden.

USD/CHF
Für dieses Paar vermag der jüngste Abwärtstrend heute zunächst zu pausieren. Der RSI hat sich bereits im überkauften Bereich auf der 2- und 8-Stunden-Chart eingefunden, während ein Großteil der Indikatoren im neutralen Bereich schwankt. Anleger könnten bei diesem Paar heute auf fallende Kurse setzen.




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