2009-06-15

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD beendet volatile Handelswoche
Die vergangene Woche kennzeichnete einen äußerst volatilen Handel für den USD. Dies konnte insbesondere gegenüber EUR und Yen beobachtet werden und ermöglichte Anlegern sowohl mit USD-Long- als auch USD-Short-Positionen große Gewinne zu erzielen. Gegenüber GBP und CHF verbuchte der USD deutliche Verluste.
Die hohen Kursschwankungen lassen sich vorwiegend auf die Konjunkturdaten der verschiedenen Industrienationen in der letzten Woche zurückführen. Ein ausgesprochen positives Ergebnis für den USD ergab sich mit der Veröffentlichung des US-Einzelhandelindex. Dieser war im Monat Mai zum ersten Mal in drei Monaten gestiegen. Dennoch gibt die US-Handelsbilanz nach wie vor ein Defizit aus und enttäuschte alle Prognosen für den Monat April. Dabei erreichte sie einen enorm niedrigen Stand bei -29,2 Milliarden USD. Darüber hinaus verdeutlichte der Bericht zum US-Bundeshaushalt, einen Rekordstand beim Haushaltsdefizit von 189,7 Mrd. Dollar. Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA heben hervor, dass es tatsächlich verfrüht sein könnte, ein Ende der globalen Wirtschaftskrise zu diesem Zeitpunkt vorauszusetzen.
In der kommenden Woche stehen einige wichtige Veröffentlichungen auf der Wirtschaftsagenda, die Anlegern großartige Möglichkeiten bieten, ihre Profite auszubauen. Im Auge zu behalten ist der Bericht zum US-Saldo der Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren für den Monat April, für den das beste Ergebnis in 7 Monaten prognostiziert wird. Dies könnte den USD dementsprechend stützen. Darüber hinaus werden in dieser Woche die Ergebnisse der monatlichen Baugenehmigungen sowie die Arbeitslosenquote in den USA veröffentlicht. Händler sollten auch diese beiden Berichte aufmerksam verfolgen, die in der Regel großen Einfluss auf den USD-Kurs nehmen.

EUR – Kommt der zinsbullische EUR-Trend zum Ende?
In der letzten Woche ergaben sich für den EUR gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Gegenwährungen. Zum Dollar konnten überwiegend volatile Bewegungen beobachtet werden, während der EUR gegenüber dem britischen Pfund Sterling Kursverluste und zum Yen Kursgewinne wiederum verbuchte.
Diese EUR-Schwankungen scheinen in erster Linie auf beunruhigende Wirtschaftsdaten aus den führenden Industrienationen der Eurozone zurückgeführt zu werden. Der Index der Auftragseingänge in der Industrie blieb in Deutschland auf demselben niedrigen Level wie im Monat März. Darüber hinaus fiel der Index der Industrieaufträge in Frankreich im April um 1,4% im Vergleich zum Vormonat. Die Auftragseingänge in der Industrie der gesamten Eurozone gingen ebenfalls zurück, um 1,9%, was einen fortlaufenden Rückgang für die Industrie der Eurozone zum achten Monat in Folge darstellt.
In der anstehenden Woche werden auch aus der Eurozone wieder Indikatoren von Bedeutung veröffentlicht, insbesondere aus der deutschen Wirtschaft. Am Dienstag erwartet die Marktteilnehmer das monatliche Stimmungsbarometer in Deutschland des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Die Einschätzungen stützt das ZEW auf eine Umfrage unter rund 350 Analysten und institutionellen Anlegern, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland einschätzen. Des Weiteren wird am Freitag der deutsche Erzeugerpreisindex veröffentlicht. Für Anleger ist der letztgenannte Indikator von besonderer Bedeutung, da dieser als einer der Haupt-Messwerte für Inflation gilt. Dementsprechend werden die Hauptwährungen, in der Hauptsache der EUR, voraussichtlich von den Ergebnissen des Index beeinflusst werden.

JPY – Yen weiterhin auf Abwärtstrend gegenüber Hauptwährungen
In der vergangenen Woche setzte der Yen seine bärischen Tendenzen fort und verzeichnete überwiegend Kursverluste gegenüber GBP und EUR. Zum USD ergaben sich hohe Kursschwankungen.
Auch in der vergangenen Handelswoche wurden erneut negative Konjunkturdaten aus Japans ausgegeben. Die monatliche Kernrate der Maschinenbestellungen, die den Gesamtwert der neuen Aufträge im privaten Sektor misst, ist darüber hinaus im Mai um 5,4% gegenüber dem Vormonat gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen angibt, die innerhalb einer Volkswirtschaft hergestellt werden und somit ein vorrangiges Maß zur Bestimmung der wirtschaftlichen Situation eines Landes darstellt, ist außerdem um 3,8% im letzten Quartal zurückgegangen. Dies war der vierte Monat in Folge, an dem negative Daten ausgegeben wurden. Zweifelsohne deuten die Ergebnisse auf ein Fortwähren der düsteren Aussichten für Japans Wirtschaft hin. Solange die japanischen Konjunkturdaten nicht positivere Ergebnisse hervorbringen, wird der Yen seinen Freifall voraussichtlich fortsetzen.
Wichtigste Veröffentlichung aus Japan in dieser Woche ist der Leitzinsentscheid der Bank of Japan (BoJ) Montagnacht. Japan verfügt bereits über die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Prozentsatz von 0,10% weiter herabgesetzt wird. Sollte die BoJ sich jedoch dazu entscheiden, ihre Zinsrate zu verändern, wird dies unmittelbar Einfluss auf den Kurs des Yen haben. Anleger sollten diese mögliche Entwicklung im Hinterkopf behalten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend in vollem Umfang fort und hat die 1,3965-Marke inzwischen überwunden. Auf der 4-Stunden-Chart lässt sich erkennen, dass der aktuelle Preis bis unter den unteren Bereich der Bollinger Bands gefallen ist. Dies könnte wiederum bedeuten, dass der Abwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Verkaufen könnte heute eine gute Strategie sein.

GBP/USD
Auf der Stunden-Chart lässt sich eine eindeutig rückläufige Handelsspanne erkennen, in deren Mitte sich dieses Paar mittlerweile bewegt. Aktuell deuten sowohl RSI als auch Slow Stochastic der Tages-Chart auf ein Fortbestehen dieser Abwärtstendenz hin. Verkaufen könnte auch hier von Vorteil heute sein.

USD/JPY
Diese Paar bewegt sich aktuell um die Schlüsselmarke 98,45, die ein starkes Widerstandslevel auf der 4-Stunden-Chart darstellt. Sollte USD/JPY diese Marke überwinden, könnte eine noch deutlichere zinsbullische Bewegung beobachtet werden, die das Währungspaar bis in den Bereich von 99,55 bringen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.

USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen innerhalb der zinsbullischen Handelsspanne auf Stunden-Chart setzen sich fort. Das Paar zeigt stellenweise zinsbullische Bewegungen innerhalb der Spanne, was bedeuten könnte, dass ein Antesten der oberen Grenze unmittelbar bevorsteht. Für heute könnte es hier richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

 

eToro OpenBook – ein einzigartiges Sozialhandelsnetzwerk

Beobachten Sie wie Millionen Mitglieder der eToro-Gemeinschaft in diesem Moment handeln.
Folgen Sie den Strategien der Top-Händler und entdecken Sie für sich selbst neue Handelsmöglichkeiten.
Kopieren Sie jeden beliebigen Handel mit einem Tastenklick.

Chance für jeden Händler

Wenn Sie ein erfahrener Händler sind, können Sie sich mit anderen Profis zur gegenseitigen Bereicherung austauschen.
Wenn Sie Anfänger sind, folgen Sie der Strategie von Top-Tradern und profieren Sie durch Kopieren deren Handelsentscheidungen.

Jetzt mehr erfahren

You must be logged in to post a comment.