2009-06-17

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD sprunghaft aufgrund gemischter Signale
Der USD verzeichnete gestern gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen Kursverluste. Die US-amerikanische Währung geriet unter Druck, als Russland doch für eine neue Reservewährung plädierte. Bis Handelsschluss rutschte der USD gegenüber dem EUR bis auf 1,3835 ab. Auch gegenüber dem GBP ergaben sich ähnliche Ergebnisse. Hier schloss der USD bei 1,6402.
Nach dem scharfen Einbruch der US-Wirtschaft im laufenden Jahr wird nun lediglich eine schrittweise Erholung von den Marktteilnehmern erwartet. Insgesamt sollen die jüngsten finanzpolitischen Maßnahmen in Verbindung mit den Veränderungen am US-Arbeitsmarkt und den Immobilienmärkten im weiteren Verlauf für eine Stabilisierung der konjunkturellen Gesamtsituation in den USA sorgen. Die Investoren sehen das Ganze jedoch nach wie vor skeptisch und die globalen Aktienmärkte bleiben dementsprechend schwach, insbesondere nachdem die Industrieproduktion im Mai in den USA überraschend deutlich gesunken ist.
Wichtigster Indikator aus der US-Wirtschaft heute ist die Kernrate der US-Verbraucherpreise für den Monat Mai um 14:30 Uhr. Experten erwarten eine Verbesserung der Zahlen im Vergleich zu ihrer Vormessung. Anleger sollten ihr Augenmerk heute hauptsächlich auf diese Veröffentlichung richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den USD kurzfristig in die Höhe treiben. Darüber hinaus wird um 15:00 Uhr eine Ansprache von US-Notenbankchef Bernanke bei einem Gipfeltreffen in Washington erwartet. Bernankes Worte werden wie gewöhnlich einige Kursschwankungen für den Dollar auslösen, was wiederum die Dollar-Tendenzen bis zum Ende der Woche bestimmen könnte.

EUR – Positive Konjunkturdaten bringen EUR Kursgewinne
Für den EUR ergab sich gestern ein zinsbullischer Handel gegenüber dem USD. Dies war in erster Linie auf die ZEW-Konjunkturdaten aus Deutschland zurückzuführen. Der Index der Konjunkturerwartungen stieg auf plus 44,8 für den Monat Juni von plus 31,1 Punkten im Mai. Allem Anschein nach, hat die düstere Stimmung unter den Marktteilnehmer sich wieder aufgehellt. Die Einschätzung der Experten deutet darauf hin, dass der Abwärtstrend der letzten Wochen zum Stillstand kommt. Sie sehen Erholungstendenzen zum Ende des Jahres. Die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer bezüglich einer konjunkturellen Stabilisierung scheint sich also in wachsendem Maße zu festigen.
Mit Veröffentlichung der ZEW-Daten, kletterte der EUR gegenüber dem USD kontinuierlich in die Höhe und schloss gestern bei 1,3835. Anleger haben ihr Vertrauen in den EUR eventuell wieder gefunden. Sollten aus der Eurozone weiterhin Konjunkturdaten ausgegeben werden, die über den Erwartungen liegen, könnte der EUR seinen zinsbullischen Trend fortsetzen. Die könnte wiederum bedeuten, dass auch das Anlegervertrauen auch langfristig aufgebaut werden kann.
Auch für die Eurozone und Großbritannien stehen heute einige wichtige Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Um 10:30 Uhr werden die Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai der Arbeitslosengeldbezieher aus Großbritannien veröffentlicht. Um 11:00 Uhr gibt Eurostat die Handelsbilanz der Eurozone für April, nicht-saisonbereinigt, aus. Diese Daten werden höchstwahrscheinlich den Kurs von GBP und EUR zum Wochenende bestimmen. Darüber hinaus sollten EUR-Anleger die Ansprache von US-Notenbankchef Ben Bernanke gut im Auge behalten. Bernankes Aussagen lösen in der Regel hohe Volatilität auf den Devisenmärkten aus.

JPY – Yen bei gemischten Ergebnissen gegenüber den Hauptwährungen
Der Yen schloss am gestrigen Handelstag bei gemischten Ergebnissen gegenüber den Hauptwährungen. Dabei blieb Japans Währung überwiegend unverändert gegenüber dem EUR und notierte hier um die 133,50-Marke. Zum USD verzeichnete der JPY zinsbullische Tendenzen und schloss hier bei 96,50.
Während der Yen steigt, fielen die Aktienmärkte angesichts neuer Sorgen um die Erholung der globalen Wirtschaftslage so drastisch wie in den vergangenen zwei Monaten nicht. Während die Bank of Japan (BoJ) zu einem früheren Zeitpunkt von der schlimmsten Rezession der Nachkriegszeit sprach, erwartet der japanische Notenbank-Chef Masaaki Shirakawa nun bis Jahresende ein Wachstum für die japanische Wirtschaft. Folgende drei Faktoren sollen dafür die Ursache sein: ein Austausch der Lagerbestände im In- und Ausland, globale finanzpolitische Maßnahmen sowie ein sich verbesserndes Vertrauen der Marktteilnehmer. Wie schnell sich diese Aussagen bewahrheiten werden, bleibt abzuwarten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar unterlag in den vergangenen Tagen Kursschwankungen zwischen 1,4150 und 1,3750. Eine eindeutige Ausrichtung lässt sich derzeit nicht ausmachen. Nach einer deutlichen Aufwärtsbewegung signalisiert der Slow Stochastic der Stunden-Chart, dass sich schon bald ein bärisches Cross bilden könnte, was wiederum bedeutet, dass sich die Kursschwankungen fortsetzen werden. Eine gute Wahl für heute könnte sein, bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen.

GBP/USD
Dieses Paar lässt keine eindeutigen Tendenzen erkennen. Einziges deutliches Zeichen geben die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart aus, die sich beginnen zu verdichten. Der MACD bewegt sich auf allen Charts nahe 0, was bedeutet, dass sich eine volatile Bewegung bereits ankündigt. Sollte ein Preissprung erfolgen, könnte es eine gute Entscheidung sein, entsprechende Positionen zu eröffnen, um Profite aus dem neuen Trend zu schlagen.

USD/JPY
Die Volatilität dieses Paares hat in der letzten Zeit einige widersprüchliche Signale hervorgebracht. Die Stunden-Chart gibt ein bärisches Cross des Slow Stochastic aus, was bedeuten könnte, dass demnächst eine Abwärtsbewegung einsetzt. Im Gegensatz dazu weist das zinsbullische Cross der 4-Stunden-Chart darauf hin, dass ein Aufwärtstrend bevorsteht. Daher könnte es heute richtig sein, deutlichere Zeichen abzuwarten.

USD/CHF
Der Konsolidierungstrend dieses Paares, der bei 1,0600 begann, scheint mittlerweile seine Grenze erreicht zu haben. Dem jüngsten Abwärtstrend wird sich voraussichtlich eine rasche Preiskorrektur anschließen, bevor ein deutlicher Kurssprung erfolgen kann. Die Kurzzeit-Oszillatoren sind aufwärts gerichtet und deuten ebenfalls auf eine bevorstehende Preiskorrektur hin. Forex-Anleger könnten von diesem bevorstehenden Aufwärtstrend profitieren, wenn sie den nächsten Preisdurchbruch richtig einschätzen und entsprechende Positionen für die Tendenzen eröffnen, die sich im Anschluss einstellen werden.

 

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