2009-06-24

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD unter Druck angesichts Leitzinssatz-Bekanntgabe
Am Dienstag zeigte sich der US-Dollar verhältnismäßig bärisch gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen, da die bevorstehende Bekanntgabe des Fed-Funds-Zielsatzes die US-Währung stark unter Druck setzte. Zum EUR ergaben sich für den USD die höchsten Kursverluste in 2 Wochen, insbesondere nachdem Bundesbankpräsident Axel Weber erklärte, dass die politischen Entscheidungsträger ihre Möglichkeiten, die Kosten der Kreditaufnahme zu senken, bereits voll ausgekostet hätten und die Leitzinsrate in der Eurozone demnach über dem Referenzzinssatz der USA bleiben würde.
Gegenüber dem Yen konnte der Dollar jedoch an Boden gutmachen und schloss hier bei 95,54. Diese Entwicklung konnte beobachten, obwohl der zuvor veröffentlichte Bericht der US-Eigenheimverkäufe im Monat Mai die Prognosen enttäuschte. Im weiteren Handelsverlauf ergaben sich für den Yen wiederum weitere Kursverluste, nachdem veröffentlichte Konjunkturdaten aus der japanischen Wirtschaft gemischte Ergebnisse brachten.
Heute wird der US-Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC) seinen Fed-Funds-Zielsatz voraussichtlich in einer Spanne zwischen 0% und 0,25% belassen. Darüber hinaus warten Investoren gespannt auf die Ergebnisse des FOMC-Meetings, um zu erfahren, ob die US-Notenbank Veränderungen am so genannten amerikanischen Erholungs- und Reinvestitionsplan vornehmen wird.
Seitdem in den letzten Monaten vermehrt positive Konjunkturdaten aus der US-Wirtschaft veröffentlicht wurden, die die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der globalen Wirtschaftlage fördern, geriet der US-Dollar verstärkt unter Druck. Analysten gehen davon aus, dass der USD seinen Abwärtstrend nach Abschluss des FOMC-Treffens weiter ausbauen könnte.

EUR – EUR klettert gegenüber USD bis auf 2-Wochen-Hoch
Um 1,6% stieg der EUR zum Dollar auf $1,4075 an. Im Laufe des gestrigen Nachmittages erreichte die Gemeinschaftswährung sogar die Marke bei $1,4109. Es war der höchste Kursgewinn innerhalb eines Tages seit dem 8. Mai. Um 0,9% verbesserte sich der EUR-Kurs darüber hinaus zum japanischen Yen und schloss hier bei 134,61.
Des Weiteren investierten Anleger in EUR, angesichts der bevorstehenden Zuteilung zwölfmonatiger Langfrist-Refi-Tender der Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch. Zum britischen Pfund kletterte der EUR gestern bis auf 0,8557, was einen neuen Rekord innerhalb der letzten 3 Wochen markierte. Zuvor erklärte Chefvolkswirt der Bank of England (BoE) Spencer Dale, dass eine schwächere Währung die Konjunktur ankurbeln würde.
Die Augen der Händler sind heute auf die US-Notenbank gerichtet. Ein niedriger Zinssatz könnte den USD schwächen und das $300 Mrd. Konjunkturprogramm der Fed weiter ausbauen, nach dem der Zins für langlaufende Wechsel niedrig bliebe und somit neue Sorgen um eine Inflation aufkeimen könnten. Dies würde außerdem die Attraktivität für USD-Anlagen aus Sicht der Investoren aus Übersee untergraben.

JPY – Yen verliert gegen USD aufgrund Konjunktursorgen
Am Dienstag verzeichnete Japans Währung deutliche Verluste gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Aktuell zweifeln viele japanische Anleger an der Nachhaltigkeit eines Wirtschaftsaufschwungs. Um 0,3% rutschte der JPY gegenüber dem Dollar auf 95,54 Yen ab. Auch zum EUR verzeichnete der JPY Kursverluste von über 250 Punkten und schloss bei 134,61 Yen. Die Händler entschieden sich dafür, Anlagen wie den Yen, die sich als weniger gewinnträchtig erweisen, gegen andere Hauptwährungen einzutauschen.
Voller Erwartung blicken die Marktteilnehmer heute auf die Ergebnisse des FOMC-Treffens sowie die Rekord-Abschreibung Amerikas Banken von 104 Milliarden US-Dollar als faule Kredite. Die neu entstandenen Sorgen um die globale Wirtschaftslage haben Experten zufolge dem Yen bislang stärker zugesetzt als dem USD.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Heute erreichte das Paar bereits die 1,4100-Marke, bevor es aktuell bei 1,4080 gehandelt wird. MACD sowie RSI der Wochen-Chart weisen auf eine Fortsetzung der jüngsten zinsbullischen Tendenzen hin. Dennoch signalisieren der RSI der Stunden-Chart sowie der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart, dass das Währungspaar bereits “überkauft” ist und sich eine bärische Preiskorrektur bereits ankündigt. Klare Signale abzuwarten, könnte heute hier die richtige Wahl sein.

GBP/USD
GBP/USD zeigt sich jüngst äußerst volatil. Dennoch könnte der aktuelle Aufwärtstrend schon bald ein Ende finden, da der MACD-Indikator auf der Stunden-Chart ausweist, dass das Paar “überkauft” ist. Darüber hinaus stützt der RSI der Stunden-Chart und Tages-Chart einen möglichen Abwärtstrend für heute. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie sein.

USD/JPY
Der aktuelle bärische Trend dieses Währungspaares scheint sich seit gestern Mittag umzukehren. USD/JPY wird aktuell bei 96,00 gehandelt. Die Stunden-Chart deutet darauf hin, dass sich für das Paar schon bald ein Aufwärtstrend einstellen könnte. Der oberen Grenze der Bollinger Bands auf der Stunden-Chart wurde sich bereits genähert. Auch der MACD der Stunden-Chart bestätigt kurzfristig weitere zinsbullische Tendenzen. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF
Die jüngsten Abwärtstendenzen dieses Währungspaares scheinen an Potenzial zu verlieren. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart signalisiert, dass sich das Paar bereits im “überkauften” Bereich befindet. Eine zinsbullische Ausrichtung wird ebenfalls vom RSI der Stunden- sowie vom MACD der Wochen-Chart bestätigt. In diesem Fall könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die Marke bei 1,0680 überwunden ist.

 

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